|
Lötanleitung und Schaltplan des besseren Infrarot Empfängers
Als erstes möchte ich meine neue bevorzugte Version
des IR-Empfängers für den PC erklären...
Sicherlich wird sich manch einer fragen, was diese Schaltung
eigentlich macht und wieso sie besser ist,
als die noch preiswertere und kleinere Schaltung auf der nächsten
Seite.
Fangen wir am besten einfach mal kurz vorne an...
Was macht die Diode in der Schaltung ?
Der Infrarot Empfänger benötigt Strom, wobei die positive Spannung
aus der RTS (Request to send) Leitung
der seriellen Schnittstelle bezieht, die jedoch nicht nur eine positive
Spannung liefert, sondern auch im Wechsel
negativ ist.
Dafür haben wir die Diode an Pin RTS angebracht, die nur die positive
Spannung durchläßt.
Wieso hat die Schaltung einmal einen zusätzlichen
Widerstand und einmal einen Spannungsregler ?
Danach kommt auch schon der kleine aber feine Unterschied zur Sparversion
der Schaltung, denn nach der Diode
wird die Spannung in der verbesserten Schaltung mittels Spannungsregler
auf konstante 5 Volt gebracht,
was dem Infrarot Empfänger ein wesentlich gleichmäßigeres
Signal gibt und bei so ziemlich allen
seriellen Schnittstellen die benötigten 5 Volt liefert.
Bei Notebooks kann es sein, daß beide Schaltungen ohne Modifizierung
nicht laufen, da die RTS Leitung bei diesen
Schnittstellen oftmals nicht die nötige Spannung für den Spannungsregler
liefern.
In diesem speziellen Fall könnte man aber getrost die 5 Volt Spannungsleitung
des 4 poligen Festplattensteckers
vom Notebook "anzapfen".
Wie aber wird das in der Lowcost Version gemacht ?
Ganz einfach, mit einem Widerstand wird die Spannung auf ungefähr
5 Volt abgesenkt, wobei das ungefähr eben
die niedrigere Reichweite ausmacht.
Was macht der Widerstand in den Schaltungen ?
Der zweite Widerstand in der preiswerten Schaltung sorgt genauso wie der
Widerstand in der besseren Version
dafür, daß wenn der "active low" IR-Sensor kein Signal
erhält das Signal auf high setzt.
Das bedeutet aber auch, daß man den Wdierstand gegen GND schalten
müßte, wenn ein etwas seltener
"active high" IR-Sensor eingesetzt würde.
Was macht der Elko in der Schaltung ?
Kurz und knapp - Stromschwankungen abfangen und somit die Spitzen aus
der Spannungsversorgung nehmen.
Und wie kommen die Daten in den PC ?
Auch das kann man recht schnell erklären, da der Daten-Pin des Infrarot
Empfängers ohne große Umwege
an die Signal-Leitung DCD (Data Carrier Detect/Signal) der seriellen Schnittstelle
angelötet wird.
Je kürzer dieser Weg ist, desto besser !
Also ganz gleich ob man die Schaltung am IR-Sensor anbringt
oder wie im Beispiel hier am seriellen Port,
das verwendete Kabel sollte so kurz wie möglich und in jedem Fall
abgeschirmt sein !!!
Hier habe ich auch noch zusätzlich einen Schaltplan
erstellt, der für jemanden mit Elektronik Kentnissen recht
schnell verstanden werden kann, so daß er die restliche Anleitung
nicht unbedingt lesen brauch:

So, das war es jetzt auch mit der Theorie, gehen wir zur
Praxis über :-)
Hier nochmal kurz ein Bild der verwendeten Bauteile:

Als erstes schneiden wir uns ein 4 x 6 Loch großes
Platinenstück aus der Lochrasterplatine,
dann habe ich mir zur besseren Übersicht bei so einer recht fummeligen
Arbeit etwas ganz besonderes
einfallen lassen.
Und zwar einen genauen Plan, wie die Bauteile auf dieser winzigen Platine
untergebracht werden können
und welche Löcher dann miteinander verbunden werden.
So sollte man den Empfänger eigentlich auch ohne großartiges
Elektronik Wissen erstellen können :-)
Hier der stark vergrößerte Plan, wobei jeder
dicke Punkt einem Loch entspricht und jede dicke Linie
eine Verbindung darstellt:

Nun schneidet man sich ein 6 x 4 Lötlöcher großes
Stück aus der Platine.
Das geht am besten, indem man mit einem scharfen Messer und einem Lineal
das gewünschte Stück
auf der Platinen-Unterseite anschneidet und danach mit einer Flachzange
nach oben wegbricht:
Zur Bestückung verwendet man einfach den oben aufgeführten
Plan, der alle Punkte in einem Raster darstellt.
Damit die Bauteile besser auf der Platine halten, kann man die Pins auf
der Rückseite wegbiegen (siehe rechte Abb.)
wobei man den Elko etwas seitlich hinlegen sollte, damit er später
besser in das Kunststoff Gehäuse passt.
Bitte nicht das Kunststoff Gehäuse mit Gewalt zudrücken, da
sonst evtl eine Lötstelle am Stecker abbrechen kann.
Wenn die Bestückung fertig ist, sollte die Platine ungefähr
so aussehen
(wobei ich den Elko hier gerade eingesetzt habe und den Stecker später
nur ganz leicht zusammengedrückt habe):
Dann erstmal die Punkte löten, wo die Bauteile angebracht
sind und danach die aufgezeichneten Verbindungen löten:

Danach die 9 Pin Buchse etwas bearbeiten und zwar so, daß man alle
Pins die nicht benötigt werden mit
einer Zange o.ä. abkneift. Übrig bleiben auf der langen Seite
also nur die Pins 1, 5 und auf der kurzen der Pin 7.

Nun steckt man die Buchse so auf, daß der Pin 7 der
kurzen Seite auf der Höhe der Diode angelötet werden kann.
Auf diesem Bild kann man sehr schön erkennen wie die SUB-D Buchse
mit der Platine verlötet wird:
Dann steckt man auf der Oberseite in Höhe des Kondensators
ein ca. 3 mm kurzes Stück Draht durch und
verlötet es an der Buchse und am Massepunkt des Kondensators (graue
Markierung mit Minus Zeichen).
Nun noch den im Bild unteren Pin 1 direkt oben am Widerstand anlöten
und dann haben wir die größte Fummelarbeit
auch schon hinter uns :-)
Natürlich kann man die Platine auch größer nachbauen,
allerdings passt sie dann nicht mehr in das Gehäuse
der 9 poligen SUB-D Buchse.

Jetzt brauch wir nur noch 3 Kabel für den Infrarot
Sensor an die oben aufgezeigten Stellen anzulöten,
so daß es später ungefähr so aussehen sollte (ich habe
für spätere Zwecke ein 9 poliges Kabel verwendet):

Hier nochmal die Rückseite der fertig verlöteten
Platine:

Wenn man sich an die Größe gehalten hat, sollte
nach ein wenig feilen alles in das SUB-D Gehäuse passen.

Nun schiebt man auf der anderen Seite des Kabels einen
Schrumpfschlauch über dieses und lötet die 3 Kabel
wie in dem obigen Schaltplan angegeben an den Infrarot Sensor.
In meinem Fall ist blau Pin 1 (minus), rot Pin 2 (plus) und weiß
Pin 3 (Data):

Jetzt die 3 Kabel am besten nochmal einzeln isolieren,
Schrumpfschlauch drüber ziehen, erwärmen und das war's !!!
So sollte der fertige Infrarot Empfänger aussehen:

Die Bilder und Artikel unterliegen dem Copyright 2002-2003 von www.ocinside.de
!
Alle Bilder, die auf ocinside Seiten dargestellt werden dürfen nur
nach schriftlicher Genehmigung
in andere Webseiten übernommen werden !
|