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Die Funktion und der Schaltplan vom Ultra IR-Empfänger
So funktioniert der Ultra IR-Empfänger ...
Zunächst möchte ich an dieser Stelle kurz erklären, was
der Ultra IR-Empfänger überhaupt macht.
Wenn das nach RC5 kodierte Infrarot Signal auf den TSOP1738 trifft,
wird es zum einen nahezu direkt
an den Pin 1 (DCD) der seriellen Schnittstelle des PCs geleitet, so daß
es von den zahlreich existierenden
Programmen wie z.B. dem hier beschriebenen WinLIRC in Kombination mit
IRAssistant, oder Girder, etc.
verarbeitet werden kann.
Der 4,7 K Widerstand dient hierbei als Pull-up Widerstand, um das Signal
zum "active low" TSOP1738 Infrarot
Empfänger auf "high" zu setzen, wenn kein Signal empfangen
wird.
Falls man einen etwas selteneren "active high" IR-Empfänger
verwenden möchte, müßte man den Widerstand
somit gegen ground setzen.
Wer eine Kontroll LED einbauen möchte, kann diese übrigens
einfach mit einem Widerstand zwischen
Data (Pin3) und +5 Volt VCC (Pin2) löten.
Nun geht das Signal aber nicht nur zum PC, sondern auch zum AT90S2343
bzw. jetzt neu mit ATTINY13V-10PU
Atmel IC, der zuvor mit einer
speziellen Firmware bespielt wurde, die folgende Funktion hat:
- Wenn der Jumper J3 eingesteckt ist, zeichnet der AVR IC den gültigen
RC5 Code der Fernbedienung
in seinem integrierten EEPROM auf und legt ihn dort zum Vergleich ab.
Die gewünschte Taste auf der Fernbedienung zum Einschalten und Ausschalten
des PCs ist somit einprogrammiert.
Sobald ein gültiges RC5 Signal der Fernbedienung eintrifft, wird
zudem automatisch der Optokoppler mit Strom
versorgt, aber dazu gleich mehr.
- Wenn dann der Jumper abgezogen wird, heißt dies für den kleinen
8 bit AVR RISC Prozessor, daß er
von nun an jedes eintreffende Signal mit dem abgespeicherten Signal vom
EEPROM vergleichen muß und
wenn die beiden Signale übereinstimmen, wird der Optokoppler mit
Strom versorgt.
Leider kann der AT90S2343 bzw. ATTINY13V-10PU Atmel IC nicht mehr ganz so einfach wie der
in der
USB
Infrarot Empfänger Anleitung
erklärte AT90S2323 IC programmiert werden, da von Atmel ab Werk
spezielle
Fuse Bits geändert wurden,
die eine Aufspielung der Firmware mit herkömmlichen ISP Prommern
(ISP = In System Prommer) verhindert.
Aus diesem Grund spiele ich die Firmware mit einem aufwendigeren Atmel
Programmierer direkt
auf die ICs und biete sie fix und fertig programmiert als Bausatz im Fanshop
an.
Hierbei setze ich auch gleich alle Bits so um, daß der Atmel IC
keinen externen Quarz bzw. Resonator
mehr benötigt, den gewiss schon manch einer in der Bauteil Liste
vermisst hat.
Der Optokoppler und die Lösung zum Ein- und Ausschalten ...
Nun aber weiter in der Schaltung.
Nach reiflicher Überlegung und zahlreichen Tests habe ich mich dazu
entschlossen, das Schalt-Signal vom Atmel IC
über einen 390 Ohm Widerstand an einen Optokoppler weiterzuleiten,
der die Aufgabe hat,
seinen 2-poligen Ausgang (Pin 4 & Pin 5) zu verbinden, sobald am Eingang
(Pin 1 & Pin 2) eine Spannung anliegt.
Dieser Ausgang könnte z.B. mit einem WOL (Wake on Lan) Anschluß
verbunden werden, worüber man auch
eine 5 Volt Stromversorgung abzweigen könnte die beim ausgeschalteten
PC-Zustand anliegt.
Allerdings hätte man dann nicht den genialen Vorteil, seinen PC auch
mittels Fernbedienung auszuschalten.
Aus diesem Grund habe ich mich mit dieser Schaltung für eine etwas
ausgefallenere Lösung entschieden,
wo der Ausgang des Optokopplers unmittelbar mit dem PC Power-Button und
dem Power-Button Anschluß
vom Mainboard verbunden wird.
Die nötige 5 Volt Stromversorgung der Schaltung wird hierbei über
ein USB Kabel bezogen,
da aktuelle ATX Mainboards auch im ausgeschalteten Zustand den USB Port
mit Spannung versorgen,
wenn dies per Jumper oder im BIOS aktiviert wurde.
Falls dies nicht der Fall ist, oder ein PC keine aktuellen PowerOn Features
verfügt ist es erforderlich,
die 5 Volt Versorgungsspannung mit einem geregelten Steckernetzteil an
VCC und GND anzulegen.
Eine Prüfung, ob die Spannung am USB Port trotz ausgeschaltetem PC
dauerhaft anliegt, kann man zumindest
mit einer optischen Mouse am USB Port sehr einfach feststellen. Denn die
Beleuchtung der optischen Abtastung
leuchtet in diesem Fall auch leicht weiter, wenn der PC ausgeschaltet
ist.
Mit einem Meßgerät kann man dies natürlich auch messen,
aber das möchte ich nicht jedem zumuten.
Wer möchte kann natürlich auch gerne etwas variieren und den
WOL Anschluß vom Mainboard verwenden.
Übrigens ist auch bereits eine komplette USB Lösung in den
letzten Zügen, die allerdings nochmals etwas
aufwendiger und somit auch leider etwas hochpreisiger wird.
Insofern hat die serielle Schnittstelle in jedem Fall noch längst
nicht ausgedient und beide Versionen
haben gewiss ihre Vorzüge. Aber dazu in Kürze mehr :-)
Hier ist der Schaltplan, den ich für die Ultra IR Anleitung entworfen
habe ...

Wer zudem auch noch LEDs in die Schaltung einbauen möchte, kann
dafür diesen Schaltplan
mit LED verwenden.
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