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Die erste Inbetriebnahme vom USB Ultra IR-Empfänger v2.0
Nun kommen wir endlich zum schönsten Punkt der ganzen Arbeit ...
Die Verkabelung am PC ...
Wer alles fertig gelötet und mehrfach kontrolliert hat, kann nun
zum ersten Betrieb des USB Ultra IR-Empfängers
übergehen, wobei wir als erstes den PC ausschalten (hinten über
den Hauptschalter ! ) und den linken Gehäusedeckel
vom PC abnehmen (in Fahrtrichtung rechts *ggg*).
Nun stecken wir den USB Stecker in eine freie USB Buchse.
Jetzt schrauben wir eine freie Slotblende vom Gehäuse ab, oder brechen
(falls vorhanden) eine Blende z.B. für
eine externe COM Schnittstelle auf der Gehäuserückseite aus.
Dort führen wir das ca. 150 cm lange Kabel mit dem bereits abisolierten,
verzinnten braunen und weißen Kabel durch.
Nun haben wir mehrere Möglichkeiten, wie wir diese beiden Pole
vom Optokoppler parallel zu dem Power-Taster
verbinden, wobei ich hier mal ein paar aufführen möchte ...
- Die einfachste Methode wäre einfach die beiden Pole von oben
in die Buchse vom Power-Button Kabel zu stecken
und das Kabel dann z.B. mit etwas Klebeband oder einem Kabelbinder zu
fixieren.
- Oder wir ziehen den 2-poligen Stecker vom Power Taster des Gehäuses
ab, stecken dann von unten die beiden
sehr dünnen Drähte des Kabels in die Buchse und stecken das
zusammen wieder auf das Mainboard.
- Oder wir löten die beiden Kabel-Enden kurzerhand am 2-poligen
Stecker vom Power Taster des Gehäuses an.
- Oder wir löten die beiden Kabel-Enden direkt am Power-Taster
der Gehäusefront an.
- Oder wir löten dies an 2 Pins der ATX-Spannungsversorgung an,
was ich allerdings hier nicht weiter
erklären möchte, da dies für ungeübte Bastler sicherlich
keine ungefährliche Lösung darstellt.
- Oder wie auf der zweiten Seite beschrieben verbinden wir das ganze
nun mit einem WOL (WakeOnLAN) Anschluß,
wobei ich diese Variante aufgrund der mangelnden Ausschalt-Funktion nicht
bevorzugen würde.
Wie man sieht, habe ich mir einige Gedanken dazu gemacht und mit den
oben aufgeführten Anregungen ist sicherlich
für jeden Geschmack etwas dabei - ganz gleich wie man die beiden
Kabel-Enden anbringt, es sollte sicher sitzen und
nicht gleich bei der nächsten Bastelarbeit am PC abrutschen.
Zum ersten Test kann man dies aber natürlich auch provisorisch befestigen
und das Kabel später richtig verlöten.
Es kann durchaus sein, daß man die Polung vom Kabel einmal umdrehen
muß, da der Optokoppler nur in eine Richtung
auf Durchgang schaltet.
Deshalb vor dem Anlöten einmal provisorisch ausprobieren.
Die gewünschte Taste der Fernbedienung abspeichern ...
Nun kommen wir auch schon zu dem ersten Test der Schaltung, indem wir
den PC hinten am Hauptschalter des
Netzteils wieder einschalten und mit aufgestecktem Jumper (auf der Platine)
den PC starten.
Beim PC gehen wir beispielsweise in das BIOS, da wir noch kein Betriebssystem
benötigen.
Jetzt drücken wir zum Anlernen der Fernbedienung auf dieser die gewünschte
Taste (nicht zu nah dranhalten),
die später zum Einschalten und Ausschalten des PCs dienen soll.
Wenn alles richtig gelötet ist und die Fernbedienung nach dem RC5*
Standard arbeitet, sollte jetzt die grüne LED einmal kurz aufleuchten und der PC ausgehen.
Damit ist das Signal auch schon im Speicher des Atmel ICs abgelegt und
wir können den Jumper jetzt wieder
von der Platine abziehen.
Übrigens bleibt das Signal im Atmel IC auch einprogrammiert, wenn
der IC längere Zeit absolut Stromlos ist,
da die Daten im EEPROM (dauerhafter Speicher) abgelegt sind.
Die Taste kann natürlich jederzeit geändert werden, indem man
die oben aufgeführten Schritte einfach
nochmal ausführt.
* Hinweis: RC5 ist ein sehr verbreiteter
Infrarot Codierungs-Standard der Firma Philips und wird auch bei vielen
anderen Fernbedienungen verwendet (z.B. Loewe, Grundig, Marantz, etc).
Allerdings gibt es auch diverse Fernbedienungen, die nach eigenen Standards
arbeiten, wie z.B. Sony (SIRCS),
welches vom IC somit nicht erkannt werden kann.
In diesem Fall einfach eine herkömmliche Universalfernbedienung verwenden
und ein paar Philips Geräte (z.B. TV)
durchprobieren, bis der PC auf das Signal reagiert und Aus bzw. An geht.
Alternativ bieten die meisten Universalfernbedienungen auch einen sogenannten
Suchlauf, womit man sehr einfach
ein passendes RC5 Gerät zum Einprogrammieren ausfindig machen kann.
Falls es im ersten Anlauf nicht mit dem Anlernen klappt (das Kabel zum
Mainboard in beide Richtungen ausprobieren),
kann es sein, daß die verwendete Fernbedienung nicht nach dem zuvor
erwähnten RC5 Standard arbeitet.
Deshalb bitte unbedingt vor einer umfangreichen Fehlersuche erstmal eine
Universalfernbedienung ausprobieren.
Der Jumper kann für alle Tests bis zum Abspeichern des gewünschten
Codes durchgehend aufgesteckt bleiben,
da bereits beim Anlernen der Optokoppler betätigt wird.
Die rote Kontroll LED zeigt übrigens alle eingehenden Infrarot Signale an - also auch wenn es kein RC5 Code ist.
Na dann PC einschalten (natürlich über die Fernbedienung)
und weiter zur Software ...
Bei der Software möchte ich an dieser Stelle nicht mehr allzuweit
ausholen, da ich dies bereits bei der vorigen
Anleitung vom USB Empfänger umfangreich erklärt habe.
Alternativ kann ich unter Windows noch die IR-Empfänger Software HIP (Human Interface Programmer) oder
die Software EventGhost empfehlen, die man nach dem IgorPlug Download und der Igorplug Treiberinstallation über ein IgorPlug USB Plugin - die Datei heißt IgorPlug.dll - ansprechen kann.
Für Linux Freunde gibt es natürlich ebenfalls jede Menge Software Lösungen,
beispielsweise LIRC (die igorplugusb config im lirc_dev lirc_igorplugusb kernel modul wählen),
oder
VDR Lösungen mit LibUSB, die bereits erfolgreich von Besuchern mit den USB IR Empfängern betrieben wurden.
Eine weitere Anregung für das jeweilige Betriebssystem habe ich
aber noch, bevor ihr endlich losbasteln könnt :-)
In der Systemsteuerung von Windows befindet sich unter Energieverwaltung
eine recht nützliche Option,
womit man bestimmen kann, was der PC machen soll wenn man den Power Button
(bzw. die Fernbedienung) betätigt.
Hier wäre die Auswahl "Herunterfahren" (oder ggf. "Ruhezustand")
sinnvoll, damit der PC beim Betätigen
selbstständig alle Programme schließt und dann das Betriebssytem
sauber beendet, bevor der PC ausgeht.
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