G.Skill F2 4GB Kit (2x2048MB) PC2-8800/DDR2-1100 Memory Test

 

Die Einleitung ...

G.Skill bietet mit dem 4GB PC2-8800 ein neues High-End DDR2 Speicher Kit an,
daß selbst bei einer Standard DDR2 Spannung von 1,8V bis 1,9V hohe Geschwindigkeiten verspricht.
Das Speicher Kit besteht aus zwei 2GB Modulen, die bei CL5 als DDR2-1100 Speicher betrieben werden können.
Der Testbericht wird zeigen, welche Performance das preiswerte 4GB DDR2 Kit bei CL4 zu bieten hat und
wie die Module im Vergleich zu anderen DDR2 Speichermodulen abschneiden.

 

 

 

Vielen Dank für die Unterstützung ...

Ganz herzlichen Dank für die Zusendung des F2-8800CL5D-4GBPI F2 4GB PC2 8800 / DDR2 1100 CL5 Kits
durch den Hersteller G.Skill.

GSkill

Das 4 GB Kit besteht aus 2x 2048 MB 240-pin DIMM DDR2-1100 Speichermodulen und liegt derzeit bei einem
Preis von ca. 110 Euro (Stand 10/2008).
Der Speicher ist unter anderem auch bei unseren Sponsoren erhältlich.

 

 

Die Lieferung der beiden 2048MB PC2-8800 Module ...

In diesem Karton befinden sich die beiden Speichermodule:

 

Der Karton ist aufklappbar und zeigt auf der rechten Innenseite die verbesserte Hitzeverteilung durch die Heat Spreader:

 

 

Das ist im Lieferumfang enthalten ...

G.Skill hat den Speichermodulen nette Aufkleber und ein Faltblatt mit den Hersteller Kontaktinformationen beigelegt.
Eine Einbauanleitung lag den Modulen leider nicht bei.

Hier sind die mitgelieferten Aufkleber mitsamt der Hersteller Informationen zu sehen:

 

Und hier ist ein Bild der beiden schicken G.Skill Module mit den auffälligen Heat Spreadern:

 

 

Die technischen Daten ...

Hersteller G.Skill
Artikel Nummer F2-8800CL5D-4GBPI
Speicher 4GB kit (2048MBx2)
Ausführung 240-pin DIMM
Typ DDR2 PC2-8800
Modulbelegung 256Meg x 64
DIMM Typ UNBUFFERED
Fehler Korrektur NON-ECC
Geschwindigkeit DDR2 1100 (550 MHz * 2)
Spannung 1.8 - 1.9 Volt
Memory Timing 5-5-5-15 (Tcl-Trcd-Tras-Trp) - EPP

 

 

Besonderheiten und sonstige Features ...

Auf der grünen 8 Layer Platine befinden sich die Speicher ICs, die mit zwei Kühlkörper Hälften (heat spreader) versehen wurden, die auch bei hohen Spannungen und höheren Taktraten für eine geringe Temperatur der Speichermodule sorgen.
Mit Heat Spreadern erreicht man zum einen bessere Ergebnisse beim Übertakten und zum anderen eine längere Lebensdauer der Speichermodule, wobei G.Skill übrigens eine lebenslange Hersteller Garantie (Warranty Lifetime) für den Käufer gewährt
(alle Angaben zu Hersteller Konditionen sind natürlich ohne Gewähr).
Zudem verfügen das F2-8800CL5D-4GBPI Kit über EPP (Enhanced Performance Profil) wodurch sie auf aktuellen Mainboards
dank Erkennung der höchstmöglichen Timings und Frequenzen einfacher übertaktet werden können.

Hier sieht man die Platine mit den Speicherchips und dem EEPROM für die SPD und EPP Daten:

 

Die beiden HS Hälften sind übrigens lediglich mit einem doppelseitigen Klebeband auf den Modulen aufgeklebt und
können recht einfach durch leichtes aber beständiges auseinanderdrücken der HS Hälften aufgeklappt werden.
Danach können die ineinander gesteckten Kühlkörper seitlich weggeschoben und abgenommen werden.

 

Auf den Speicher ICs ist die Aufschrift U82018C095Y7 deutlich zu erkennen, allerdings waren über den Hersteller keine weiteren Informationen oder technische Daten zu den Chips erhältlich.

 

 

Keine 4GB beim Booten, sondern nur 3GB im BIOS oder Windows ...

Die 4GB Größe ist leider nach wie vor ein Thema für sich, deshalb ist hier nochmal eine kurze Erklärung aus dem vorigen Test zu der Ansprechung von 4 Gigabyte Arbeitsspeicher unter Windows.

"Damals" bei Windows 98, Win95, etc. gab es bereits mit mehr als 512 MB die ersten Hürden zu überwinden,
die man aber mit einem Trick schnell beheben konnte.
Dort konnte man mittels dem Eintrag MaxFileCache=512000 der [vcache] Sektion innerhalb der System.ini das Windows 98 Betriebssystem wieder zu einem Start überreden.

Mittlerweile liegt die Grenze glücklicherweise nicht mehr ganz so niedrig, denn mit den 32-bit Betriebssystemen wie z.B. Microsoft Windows 2000, Windows XP und Windows Vista geht es ungefähr ab mehr als 2GB los.
2GB können noch sowohl vom Betriebssystem, als auch von einigen Programmen voll genutzt werden.
Ab 3GB bzw. ab Werten zwischen 3 GB und 3.5GB sieht es bei 32-bit Betriebssystemen mit der Speicherverwaltung leider ziemlich schlecht aus. Selbst die Aktivierung von Memory Hole bzw. Memory Remapping im BIOS und Einträge von /PAE (Physical Address Extension) oder /3GB in der Boot.ini helfen WinXP zumindest nicht zu den vollen 4GB im flotten AMD PC.

Hier hilft lediglich ein Wechsel auf neue 64-bit Betriebssysteme wie z.B. Windows Vista 64-bit, oder Windows Server Versionen und die jeweilige 64-bit Vista Edition unterstützt dann unterschiedliche Größen.
Windows Vista 64bit Edition Home Basic unterstützt beispielsweise eine Kapazität bis 8GB, Home Premium 16GB und
Vista Ultimate, Vista Business, sowie Vista Enterprise unterstützen sogar Größen von mehr als 128GB.

Also nicht wundern, wenn im Windows XP und beim Booten nur 3183MB, 3184MB, 3.1GB, 3.2GB oder ähnliche RAM Werte angezeigt werden. Der Speicher ist nicht defekt, sondern es liegt an der Speicherunterstützung.
Die ganz genaue Speichergröße hängt von verschiedenen Faktoren der Hardware unter 4GB ab und kann je nach PC variieren.

 

 

Benchmark Werte und Test Ergebnisse ...

Kommen wir nun zum wichtigsten Teil des Testberichts, die mögliche stabile Performance der Module.
Die Test Ergebnisse wurden mit dem ASRock AM2XLI eSATA2 SLI Mainboard (ULi M1697) und einer AMD Athlon 64 Sockel AM2 3000+ CPU durchgeführt, die je nach Referenztakt und Speichertakt mit unterschiedlicher Frequenz betrieben wird.
Desweiteren wurde der Speicher aufgrund der hohen Frequenz auf einem weiteren Referenzboard mit einer höheren Spannung
und höherer Frequenz getestet.
Das Foxconn C51XEM2AA Referenzboard mit dem nVidia nForce 590 SLI Chipsatz bietet zudem EPP Unterstützung und ermöglicht damit eine automatische Anpassung der Speichertimings.
Der CPU Multiplikator bleibt bei allen Frequenzen auf 9x, da eine Angleichung der CPU Frequenz mittels Multiplikator
in halben Schritten zu ungenau wäre.
Als Betriebssystem wird Microsoft Windows XP Professional SP2 verwendet.
Mittels der Software Memtest86 wurde die Stabilität überprüft und SiSoft Sandra Lite 2007.SP1 wurde als
Benchmark Programm eingesetzt, da es umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten und einen schnellen Vergleich bietet.
Die jeweils aktuellste Version von SiSoftware Sandra 2009 steht übrigens auf unserem Server zum Download bereit und
kann dadurch noch schneller runtergeladen werden - alle Benchmarks sind sogar in der kostenfreien Lite Version enthalten.

Zunächst wird die maximal mögliche Frequenz der Speichermodule bestimmt.
Hierzu wird der Speichertakt mit einem fest eingestellten Speichertiming von 4-4-4-10 2T und Default Spannung
in kleinen Schritten erhöht, solange der ausführliche Test mittels dem Programm Memtest86 noch fehlerfrei durchläuft.
Damit ist durch die recht lange Testzeit gewährleistet, daß diese Frequenz bei den Modulen wirklich stabil arbeitet.

Die höchstmögliche Frequenz lag mit den Timings 4-4-4-10 (Tcl-Trcd-Tras-Trp) bei sehr hohen 453 MHz !

Mit einer höheren Spannungen oder mit geringeren Timings laufen selbstverständlich deutlich höhere Frequenzen,
da die Frequenzwerte und Timings direkt voneinander abhängig sind.
Offiziell gibt die Firma G.Skill eine Spannung von 1.80 bis 1.90 Volt an, ohne daß man die Gewährleistung verliert.
Hier wäre mehr Spielraum beispielsweise bis 2.40 Volt wünschenswert, wie es bei vielen High-End Modulen durchaus üblich ist.
Natürlich bleibt es jedem Anwender selbst überlassen, mit welcher Spannung er oder sie die Module betreibt,
allerdings verliert man ausserhalb der Herstellerangaben die offizielle Warranty.
453 MHz können sich bei CAS-4 (jenseits der 500 MHz bei CAS-5) aber durchaus sehen lassen und dank der niedrigen Default Speicherspannung bleiben die Module angenehm kühl.

Die höchstmögliche Taktung bei Default DDR2 Spannung wurde nun mit zwei weiteren Einstellungen verglichen.
Zum einen wurde der ermittelte Speichertakt von 453 MHz mit SPD Werten (diese werden vom Hersteller im SPD
IC vorgegeben) getestet und zum anderen wurden die Speichermodule bei 200 MHz (x2) mit SPD Werten getestet.

Die Speicherbusbandbreite ist übrigens kein Benchmark Wert, sondern der Wert, der sich recht einfach aus dem
jeweiligen Speichertakt errechnen läßt und nur zum Vergleich der Benchmarks dienen soll.

 

Hier die Ergebnisse der Benchmark Reihen:

Frequenz
Timing
RAM Bandbreite Int Buff'd iSSE2
Speicherbusbandbreite
453 MHz
fest (4-4-4-10 2T)
6347 MB/s
14496 MB/s
453 MHz
SPD (5-5-5-15 2T)
6267 MB/s
14496 MB/s
200 MHz
SPD (4-3-3-8 2T)
4664 MB/s
6432 MB/s

 

Hier sind die Benchmark Werte als Grafik:

 

Hier ist ein direkter Vergleich der Benchmark Ergebnisse von einigen DDR2 und DDR Speichermodulen:

Das G.Skill PC2-8800 Speicherkit ist bei unseren bisherigen Tests das bis dato schnellste 4GB DDR2 Kit, allerdings belegt es im Gesamtvergleich bei 1.8 Volt Speicherspannung trotz hoher DDR2-1100 Geschwindigkeitsangabe "nur" den fünften Platz.
Ausschlaggebend ist aber nunmal nicht nur die Frequenzangabe, sondern auch die angegebene Latency.

 

 

Fazit und Gesamteindruck ...

Das G.Skill PC2-8800 4GB RAM Kit F2-8800CL5D-4GBPI ist sehr preiswert erhältlich und unterstützt selbst mit der Standard Speicherspannung hohe Frequenzen bei niedrigen Latenzzeiten und daraus resultierend gute Performance Werte.
Wie bereits in den vorigen Speichertests erwähnt, ist das 4GB oder 8GB Kit nur auf aktuelleren Betriebssystemen vollständig nutzbar. Aber angesichts der geringen Anschaffungskosten kann man das 4GB Kit bereits jetzt einem 2GB Kit bevorzugen und beispielsweise beim gewohnten Windows XP getrost auf ein paar hundert Megabyte verzichten.

Alles in allem bietet das G.Skill F2-8800CL5D-4GBPI 4GB Kit ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis und gute Leistungsreserven für aktuelle PC Systeme.

 

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