Hersteller ASRock
Bezeichnung ALiveDual-eSATA2
Typ / Chipsatz Sockel AM2 / nVidia nForce3 250 Southbridge mit ULi/nVidia M1695 Northbridge Chipsatz
Maße
+++ 21 mm (44 mm Radius) vom Sockel bis zum nächsten Elko bzw. Bauteil - siehe Fit for Fan.
Die Gesamtgröße des ATX Boards beträgt 305 x 213 mm.
Slots ++++ 3x pci, 1x PCI Express: 1x16, 1x AGP (4x/8x), 4x DDR2 533 - DDR2 800 (max. 8GB RAM)
Anschlüsse ++ 1x Floppy, 2x UDMA133, 2x SATA, 2x SATA II, RAID, 1x eSATA II (shared), 1x seriell,
1x parallel, 1x IrDA, 2x PS/2, 1x 10/100/1000 Mbps base-T Ethernet (Realtek RTL8111 B),
6x USB 2.0/1.1 (2x davon int. USB Ausführung shared/optional, Slotblende nicht im Lieferumfang),
1x WiFi (Slotblende nicht im Lieferumfang enthalten),
8-Kanal C-Media CM6501 onboard 7.1 Sound mit 6x 3.5 mm Klinkenbuchsen
(1x int. Aux, 1x int. HDMI S/PDIF out, ext. Line in, ext. Mic, ext. Front out, ext. Side out,
ext. Rear out, ext. Center/Subwoofer) und 2x Lüfter Anschluss.
Vcore +++ Im BIOS von 0,8 Volt bis 1,40 Volt in 0,025 Volt Schritten (je nach CPU bis 1,55 Volt)
Multiplikator ++++ Im BIOS von 4x bis 25x (höchste Multi je nach CPU) und 1x bis 5x HT
Host Takt ++++ Im BIOS von 150 - 400 MHz (PCIe 75 - 200 MHz)
VIO/VDD ++ VMem (DDR2 Spannung) 1,80 - 2,20 Volt, AGP auf Low oder High änderbar
Performance**** ++++ Benchmark Werte mit AMD Athlon 64 3000+ Orleans Prozessor.
1x Gigabyte GV-NX66T128VP Nvidia 6600 GT PCIe Grafikkarte: 8090 Punkte bei 3DMark 2003
1x AGP ! Werte mit HIS Excalibur Radeon 9600 Pro Grafikkarte 4112 Punkte bei 3DMark 2003
Handbuch und
Beschriftung
++ Vollständige und gut plazierte Mainboard Beschriftung und bis auf die oftmals erwähnte
fehlende BIOS Sektion ein ausführliches Mainboard Handbuch in verschiedenen Sprachen.
Leichte Abwertung des Manuals, da das BIOS nur im Manual auf der CDROM erklärt wird,
wo es einem aber meines Erachtens nach wenig hilft, wenn man sich im BIOS befindet !

Gesamteindruck

+++ Das ASRock ALiveDual-eSATA2 Mainboard ist für ca. 60 Euro (01/2008) im Handel
erhältlich und liegt damit im unteren Preissegment der Sockel AM2 Mainboards.

Das ASRock ALiveDual-eSATA2 Sockel AM2 Mainboard ist ein außergewöhnliches Board,
womit es möglich ist, einen aktuellen AMD Phenom Prozessor zu betreiben.
Natürlich ist das noch nicht selten, aber wer bietet auf aktuellen Mainboards einen AGP Port ?
Hier hat sich ASRock mal wieder etwas ganz besonderes einfallen lassen, dem Kunden einen möglichst sanften Übergang von älteren Systemen auf einen aktuellen PC zu ermöglichen.
Dank nVidia M1695 und nForce3 250 Chipsatz Kombination kann man entweder eine AGP 8x
Grafikkarte oder eine PCI Express 16x Grafikkarte auf dieser Hauptplatine einsetzen.
Somit können Anwender ihre AGP Karte übergangsweise im neuen System einsetzen und benötigen beim Upgrade auf einen Sockel AM2/AM2+ Prozessor nicht unbedingt eine neue PCIe Grafikkarte.
Der Testbericht wird zeigen, ob die Performance mit aktuellen Systemen mithalten kann und ob das AGP/PCIe Mainboard hinsichtlich der Features und der Übertaktbarkeit überzeugen kann.

 

AMD Sockel AM2/AM2+ Mainboard mit AGP und PCIe !

 

Ausstattung und sonstige Features ...

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, bietet das ALiveDual-eSATA2 sowohl einen AGP 8x Slot,
als auch einen PCIe 16x Slot.
Vor dem Kauf des Mainboards in Kombination mit einem AMD Phenom X4 und einer AGP Grafikkarte sollte man bei ASRock die Kompatibilitätsliste durchsehen, ob diese Kombination möglich ist.
Die Performance der beiden Grafikkarten Benchmarkwerte (s.o.) kann sich übrigens im Vergleich zu anderen aktuellen Mainboards durchaus sehen lassen.

Desweiteren kann das ASRock ALiveDual-eSATA2 mit bis zu 4x DDR2 Speichermodulen bestückt werden und ist je nach verwendetem Betriebssystem bis maximal 8 GB Arbeitsspeicher aufrüstbar.
Die Belegung für die DUAL Channel Speicher Unterstützung ist im Handbuch aufgeführt und sollte
bei der Bestückung eingehalten werden.

Das Mainboard bietet zwei IDE Anschlüsse für maximal vier konventionelle ATA 133 Festplatten,
2x SATA 150 (1.5 Gb/s) Anschlüsse, 2x SATA II Anschlüsse (3 Gb/s) mit RAID Support und
einen eSATA-II Port, der zum Betrieb intern an einen der S-ATA I/II Ports angeschlossen wird.
ASRock hat dem Mainboard zusätzlich eine bootfähige CDROM beigelegt und erklärt im Handbuch,
wie eine ordnungsgemäße Installation der Serial ATA I/II Treiber vorgenommen wird, damit die Installation von Windows XP oder Windows Vista mit SATA Festplatten auf Anhieb gelingt.

Das Board verfügt über vier USB 2.0 Anschlüsse am ATX-Panel, zwei interne USB 2.0 Stecker
für bis zu vier weitere optionale USB Ports und einen 11-pol WiFi Header für eine optionale
802.11 g/n W-LAN Karte.
Am ATX Panel befindet sich noch ein onBoard 10/100/1000 LAN Anschluss mit WoL Unterstützung
(Wake on LAN), ein Parallelport, ein serieller Port und zwei PS2 Anschlüsse.

ASRock verwendet auf dem ALiveDual-eSATA2 den onBoard C-Media CM 6501 Soundchip,
der 7.1 Surround Sound unterstützt und Microsoft Windows Vista Premium Level kompatibel ist.
Die sechs 3,5mm Klinkenbuchsen am ATX Panel und der interne HDMI SPDIF Ausgang bieten
optimale analoge und ausreichende digitale Anschlussmöglichkeiten.

BIOS und Übertaktung ...

Kommen wir nun zu den BIOS Optionen und der Übertaktung mittels dem BIOS.
Über die F2 Taste gelangt man beim Start in das AMI BIOS mit allen Hardware Optionen.

Das BIOS bietet sehr umfangreiche DDR2 Speicher Einstellungen wie z.B. die Änderung der
Frequenz von 200 MHz über 266 MHz und 333 MHz auf bis zu 400 MHz (DDR2 400/533/667/800).
Der Host-Takt kann dank dem Realtek RTM866-895 Clockgen PLL IC von 150 MHz bis 400 MHz
eingestellt werden und der HT (HyperTransport) Teiler ist von 1x bis 5x (200-1000MHz) änderbar.
Die PCIe Frequenz ist von 75 bis maximal 200 MHz einstellbar, eine direkte Anpassung der AGP Frequenz bei Verwendung des AGP Slots war in der eingesetzten BIOS Version nicht möglich.
Erfreulich ist die wahlweise asynchrone oder synchrone CPU/PCIe Taktung, die den PCIe und PCI
Takt unabhängig von der Host Frequenz ansteuern kann.

Mit asynchroner CPU/PCIe Taktung, verringertem Multiplikator und reduziertem HT Takt ist eine Übertaktung auf 360 MHz !!! Referenztakt gelungen.
Das ist ein hevorragendes Ergebnis, allerdings konnte die eingesetzte CPU bei dieser Host Frequenz nicht mit dem maximalen Multiplikator verwendet werden, da die Vcore nur bis maximal 1,400 Volt erhöht werden konnte.
Bei Bedarf kann die CPU Spannung mittels Sockel AM2 Pinmod Anleitung weiter erhöht werden,
aber in diesem Testbericht wird das Mainboard und die CPU natürlich nicht modifiziert.
Die eingesetzte AMD Athlon64 3000+ Sockel AM2 CPU konnte bei 1.4 Volt immerhin von der ursprünglichen Frequenz 1800 MHz auf über 2800 MHz überredet werden und das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis.
Falls man etwas zu hoch übertaktet, ist übrigens kein Clear CMOS erforderlich, denn dank der
"Boot failure guard" Einstellung startet das Board automatisch mit moderaten Werten.
Im Test hat diese Funktion selbst bei viel zu hohen OC Einstellungen einwandfrei geklappt.

Die Untertaktung / underclocking wurde in diesem Test ebenfalls geprüft.
Hierzu wurde die Athlon 64 3000+ CPU über das BIOS auf einen Multi von 4x eingestellt und
konnte so mittels 150 MHz Host Frequenz auf ca. 600 MHz untertaktet werden.
So wird es möglich, die Vcore enorm zu senken und einen preiswerten Stromspar Rechner zu bauen.
Dank der CPU Quiet Fan Option (temperaturgeregelte Lüftersteuerung) kann man sich bei dem
ALiveDual-eSATA2 Mainboard eine zusätzliche Lüftersteuerung einsparen und erhält trotzdem
einen ruhigen PC.

Desweiteren gibt es im BIOS noch eine Option zur Änderung der DDR2 Speichermodul Spannung,
die bei dem ALiveDual-eSATA2 Board von 1.80 bis 2.20 Volt einstellbar war.

Die maximal mögliche Speicherspannung bis 2.20 Volt ist sehr positiv, denn hier konnten ASRock Mainboards bislang meist nur maximal 2,05 Volt anbieten.
Beim Übertakten mit aktuellen High-End Speichermodulen ist diese hohe Speicherspannung aber
meist erforderlich, insofern ist das für viele Übertakter eine sehr wichtige Verbesserung.

 

Fazit ...

Das ASRock ALiveDual-eSATA2 nForce3 250 Sockel AM2/AM2+ Mainboard verfügt über einen AGP und einen PCIe Steckplatz und ermöglicht damit einen sehr preiswerten Umstieg von vorigen Systemen auf einen AMD Sockel AM2 oder Sockel AM2+ PC.

Desweiteren verfügt die Hauptplatine über 7.1 Surround Sound mit sechs Klinkenbuchsen,
vier SATA Ports, zwei herkömmliche ATA 133 Anschlüsse für bis zu vier IDE Festplatten und
Gigabit LAN für eine schnelle Netzwerkanbindung.
Aber auch die guten Übertaktungswerte konnten im umfangreichen Test überzeugen,
denn trotz der geringen CPU Spannungseinstellung gab es sehr hohe OC Ergebnisse.

Von diesem Mainboard profitieren vor allem Käufer, die einen PC aufrüsten möchten und die Kosten für eine neue PCIe Grafikkarte einsparen möchten.
Die Option, die AGP Grafikkarte später auf eine PCIe Karte aufzurüsten, wird dem Käufer dabei trotzdem ermöglicht - insofern ist das ALiveDual-eSATA2 ein echter Leckerbissen für Sparfüchse!

Dank dieser vorbildlichen Aufrüst Optionen hat sich das ASRock ALiveDual-eSATA2 Mainboard
den Redaktion ocinside.de Overclocking Preistipp Award (01/2008) redlich verdient - weiter so!

Hiermit möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei ASRock für die Unterstützung bedanken.

Bild

**** Die Sockel AM2 PCIe Mainboard Tests ab dem 01.11.2006 basieren auf einer AMD Athlon 64 3000+ Orleans CPU,
1x (bzw. bei SLI Systemen 2x) Gigabyte GV-NX66T128VP nVidia 6600 GT PCI Express Grafikkarten,
2x 512MB Crucial Ballistix DDR2-800/PC2-6400 Speichermodule und folgender Software Konfiguration:
Microsoft Windows XP SP2, DirectX 9.0c, Forceware 81.85 Grafikkartentreiber und 3DMark 2003.
Sämtliche Benchmark Ergebnisse dienen lediglich als Vergleich der ungefähren Mainboard Performance.

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