Hersteller ASRock
Bezeichnung ALiveNF6G-DVI
Typ / Chipsatz Sockel AM2 / nVidia NF-6100-430 Chipsatz (GeForce 6100 und nForce 430)
Maße
+++ 23 mm (45 mm Radius) vom Sockel bis zum nächsten Elko bzw. Bauteil - siehe Fit for Fan.
Die Gesamtgröße des ATX Boards beträgt 244 x 244 mm.
Slots ++ 2x pci, 1x HDMR, 2x PCI Express 1x16/1x1, 4x DDR2-533 - DDR2-800 (max. 8GB RAM)
Anschlüsse +++ 1x Floppy, 1x UDMA133, 4x SATA II RAID, 1x seriell, 1x IrDA, 1x parallel, 2x PS/2,
onBoard 10/100/1000 Mbps base-T Ethernet (Realtek RTL8211B),
10x USB 2.0/1.1 (6x davon int. USB Ausführung, Slotblende nicht im Lieferumfang),
1x Gameport (Slotblende nicht im Lieferumfang enthalten),
8-Kanal AC'97 RealTek ALC888 onboard 7.1 Sound mit 6x 3.5 mm Klinkenbuchsen (1x int. Aux,
1x ext. S/PDIF, ext. Line in, ext. Mic, ext. Front out, ext. Side out, ext. Rear out,
ext. Center/Subwoofer, HDMI SPDIF), 1x VGA, 1x DVI-D (Karte mitgeliefert)
und 2x Lüfter Anschluss.
Vcore +++ Im BIOS von 0,8 Volt bis 1,40 Volt 0,025 Volt Schritten (je nach CPU bis 1,55 Volt)
Multiplikator ++++ Im BIOS von 4x bis 25x (höchste Multi je nach CPU) und 1x bis 5x HT
Host Takt ++++ Im BIOS von 150 - 400 MHz (PCIe 75 - 200 MHz)
VIO/VDD + VCCM (VDIMM) auf Low, Normal High und Ultra High änderbar
Performance**** ++ Benchmark Werte mit AMD Athlon 64 3000+ Orleans Prozessor.
1x Gigabyte GV-NX66T128VP Nvidia 6600 GT PCIe Grafikkarte: 8059 Punkte bei 3DMark 2003
1x onBoard GeForce 6100 Grafikkarte: 1003 Punkte bei 3DMark 2003
Handbuch und
Beschriftung
++ Vollständige Mainboard Beschriftung und bis auf die oftmals erwähnte fehlende BIOS Sektion
ein ausführliches Mainboard Handbuch in verschiedenen Sprachen.
Leichte Abwertung des Manuals, da das BIOS nur im Manual auf der CDROM erklärt wird,
wo es einem aber meines Erachtens nach wenig hilft, wenn man sich im BIOS befindet !
Positiv zu erwähnen ist die zusätzlich beigelegte S-ATA II Kurzanleitung und
die Beschreibung sämtlicher Pinbelegungen.

Gesamteindruck

+++ Das ASRock ALiveNF6G-DVI Mainboard liegt bei einem Preis von ca. 60 Euro (03/2007) und
ist damit im unteren Preissegment der Sockel AM2 Mainboards.

Dieser Testbericht wird klären, ob das ASRock ALiveNF6G-DVI MicroATX Mainboard mit
der onBoard GeForce 6100 Grafiklösung und der mitgelieferten DVI-D Karte im HTPC Alltag
überzeugt und trotzdem gut übertaktet werden kann.
Der erste Blick auf die Ausstattung des preiswerten mATX Mainboards verrät bereits die
Schwerpunkte, auf die es ASRock mit dieser Hauptplatine abgesehen hat ...

Das ALiveNF6G-DVI Board bietet lediglich einen PCIe 16x Slot, einen PCIe 1x Slot und
zwei PCI Slots für herkömmliche Erweiterungskarten.
Der ATX Stromanschluss wurde übrigens äusserst nah an den PCIe Slot gesetzt.
Desweiteren wurde dem Mainboard leider nur ein IDE Anschluss für bis zu 2x konventionelle
ATA 133 Festplatten spendiert.

Dafür sieht es bei den serial ATA Ports deutlich besser aus, denn ASRock hat das Board mit
4x SATA-II (3 Gb/s) Anschlüssen versehen, die auch im RAID 0/1/5 betrieben werden können.
ASRock hat dem Mainboard zusätzlich eine bootfähige CDROM und eine Kurzanleitung für die
Installation der Serial ATA II Ports beigelegt, worin alle Informationen aufgeführt sind,
damit auch eine neue Installation von Windows XP oder Windows Vista auf Anhieb gelingt.

Das ASRock ALiveNF6G-DVI kann mit bis zu 4 DDRII Speichermodulen bestückt werden und
ist je nach verwendetem Betriebssystem bis maximal 8 GB Arbeitsspeicher aufrüstbar.
Die Belegung für die DUAL Channel Speicher Unterstützung ist im Handbuch aufgeführt und
sollte bei der Bestückung eingehalten werden.

Zudem gibt es 4x USB 2.0 Anschlüsse am ATX-Panel, drei interne USB 2.0 Stecker für bis zu
6x optionale USB Ports und onBoard 1 Gigabit LAN mit WoL Unterstützung (Wake on LAN).

ASRock setzt sogar den neuen onBoard RealTek ALC-888 Soundchip ein, der sowohl den
vollen 7.1 Surround Sound ausgibt, als auch digitale Ausgabemöglichkeiten bietet.
Dies ist hinsichtlich dem Microsoft Windows Vista Betriebssystem sehr vorteilhaft,
da man hiermit das Vista Premium und Vista Basic Logo erhalten kann und die volle Unterstützung
gewährleistet sein sollte.

Aber auch an den HDMI SPDIF Audio Ausgang wurde gedacht, der für die interne Audioverbindung
an eine HDMI taugliche Grafikkarte benötigt wird, um somit das Ton und Bildsignal an ein HDMI
Gerät wie z.B. Flachbildschirm bzw. LCD TV oder Beamer auszugeben.

Als Besonderheit bietet das Board noch die onBoard GeForce 6100 Grafikunterstützung,
die allerdings eher für Office oder kleinere Multimedia Anwendungen in Frage kommt,
da die Performance für aktuelle 3D Spiele keineswegs ausreichend ist.
Der direkte Vergleich von der 6600 GT PCIe Grafikkarte zu der onBoard Lösung ist oben im Punkt
"Performance" zu sehen und beträgt bei 3D Mark ungefähr einen 8 fachen Leistungsunterschied.
Da aber auch noch eine DVI-D Erweiterungskarte für den PCIe Slot im Lieferumfang
enthalten ist, wird die onBoard Grafikchip Lösung wieder deutlich interessanter.
Denn die Karte arbeitet unabhängig vom analogen 15-pol Sub-D Anschluss und ermöglicht damit
sogar den gleichzeitigen Betrieb beider Ausgänge.
In einem kleinen HTPC (Home Theater PC) oder Office PC wären also durchaus einige interessante
Möglichkeiten im DUAL VGA Betrieb umsetzbar.

Hier ist ein Bild der mitgelieferten DVI-D Karte für den PCIe Steckplatz ...

 

Kommen wir nun zu den BIOS Optionen und der BIOS Übertaktung.
AMI BIOS gerecht gelangt man nicht wie üblich über die Del/Entf Taste in das BIOS,
sondern über die "F2" Taste.
Neben guten Speichertiming Einstellungen wie z.B. der Änderung der Speicherfrequenz
von 200 MHz über 266 MHz und 333 MHz auf bis zu 400 MHz (DDR2 400/533/667/800)
bietet das BIOS einen Host-Takt von 150 MHz bis 400 MHz und einen HT (HyperTransport)
Teiler von 1x bis 5x (200-1000 MHz).
Erfreulich ist hierbei die wahlweise asynchrone oder synchrone CPU/PCIe Taktung.

Durch die asynchrone Taktung ist eine stabile Übertaktung auf 280 MHz Referenztakt gelungen,
was bei der AMD Athlon64 3000+ Sockel AM2 CPU mit dem festen 9x Multiplikator immerhin
ein Ergebnis von ca. 2500 MHz ergab.

Allerdings sollte man ab ca. 250 MHz die Chipsatz Temperatur gut im Auge behalten und
sicherheitshalber einen aktiven Chipsatzkühler montieren, oder zumindest für eine sehr gute
Luftzirkulation im Gehäuse sorgen.

Im BIOS findet man zusätzlich noch Einstellungen für die Speicher Spannung (VCCM) und die
CPU Spannung (Vcore) und dank der ASRock AM2 Boost Option kann sogar die Speicherperformance
deutlich angehoben werden.

Die Übertaktung kommt also trotz des MicroATX Standards keineswegs zu kurz.

 

Fazit:
Das ASRock ALiveNF6G-DVI Sockel AM2 PCIe MicroATX Mainboard bietet eine gute Grundausstattung, gute Erweiterungsoptionen und einige Features zum Übertakten für wenig Geld.

Zu der Grundausstattung gehört eine GF6100 onBoard Grafiklösung mitsamt PCIe DVI-D Karte,
7.1 Surround Sound mit sechs Klinkenbuchsen und internem HDMI SPDIF Ausgang, Gigabit LAN,
einem 16x PCI Express Grafikkarten Slot, vier DDR2 Slots und vier S-ATA II Schnittstellen.

Es wurden zwar nur zwei PCI Slots und ein ATA133 Festplattenanschluss untergebracht,
aber angesichts dem zusätzlichen PCIe Slot und der Fülle von S-ATA II Anschlüssen kann man
dies durchaus verschmerzen.

Für einen preiswerten Office PC, oder Wohnzimmer PC ist es eine sehr interessante Lösung und
wer dieser Hauptplatine eine flotte PCIe Grafikkarte gönnt, könnte das ALive NF6G-DVI
Sockel AM2 Board sogar für einen preiswerten Spiele PC nutzen.

Hiermit möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei ASRock für die Unterstützung bedanken.

Bild

**** Die Sockel AM2 PCIe Mainboard Tests ab dem 01.11.2006 basieren auf einer AMD Athlon 64 3000+ Orleans CPU,
1x (bzw. bei SLI Systemen 2x) Gigabyte GV-NX66T128VP Nvidia 6600 GT PCI Express Grafikkarten,
2x512MB Crucial Ballistix DDR2-800/PC2-6400 Speichermodule und folgender Software Konfiguration:
Microsoft Windows XP SP2, DirectX 9.0c, Forceware 81.85 Grafikkartentreiber und 3DMark 2003.
Sämtliche Benchmark Ergebnisse dienen lediglich als Vergleich der ungefähren Mainboard Performance.

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