Hersteller ASRock
Bezeichnung FM2A85X-ITX
Typ / Chipsatz Sockel FM2 CPU / AMD A85X Hudson-D4 Chipsatz
Maße
++++ 25 mm (45 mm Radius) vom Sockel bis zum nächsten Elko bzw. Bauteil - siehe Fit for Fan.
Bis zum nächsten größeren Kühler bzw. Speicher beträgt der Abstand ca. 25 mm (45 mm Radius).
Die Gesamtgröße des Mini ITX Boards beträgt 170 x 170 mm.
Slots - 0x pci, 1x PCIe 2.0: 1x16, 2x DDR3-800 - DDR3-2400 max 32GB RAM
Anschlüsse

++++ 1x PS/2, 1x CIR (optional), 7x SATA3, 1x eSATA3,
1x 10/100/1000 Mbps base-T Ethernet (Realtek RTL8111E),
4x USB 3.0 (2x davon int. Ausführung optional, Slotblende nicht im Lieferumfang),
8x USB 2.0 (6x davon int. Ausführung optional, Slotblende nicht im Lieferumfang),
8-Kanal ALC 892 onboard 7.1 Sound mit 5x 3.5 mm Klinkenbuchsen (1x optischer S/PDIF out, 1x int. HDMI S/PDIF out, 1x int. Aux, ext. Line in, ext. Mic, ext. Front out, ext. Rear out, ext. Center/Subwoofer) und 3x Lüfter (2x 4Pin und 1x 3Pin).

Vcore ++++ Im BIOS von 0,6000 Volt bis 1,5500 Volt in 0,0125 Volt und +10% Offset
Multiplikator ++++ Im BIOS von 14x bis 63x (maximaler Multi je nach CPU)
Host Takt

++++ Im BIOS von 100 - 136 MHz

VIO/VDD ++++ VMem (DDR3 Spannung) 1,165 - 1,800 Volt, APU PCIE 1,208 - 1,563 V, SB 1,10 - 1,40 Volt, CPU NB 0,6000 - 1,5500 V.
Performance*

++++ Benchmark Werte Vergleich mit unterschiedlichen Grafikkarten und Benchmark Tools.

SiSoftware Sandra 2013 Benchmark Werte mit AMD A10-5800K Trinity Prozessor.
SiSoftware Sandra 2013 Arithmetik Prozessorleistung unter Windows 7: 41,66 GOPS
SiSoftware Sandra 2013 Multimedia Prozessorleistung unter Windows 7: 95,78 MPixel/s

3DMark Benchmark Werte mit AMD A10-5800K Trinity Prozessor.
1x Sapphire HD6870 1024MB AMD Radeon HD6870 PCIe 2.0 Grafikkarte:
3DMark Test unter Windows 7: Fire Strike 2855, Cloud Gate 9406, Ice Storm 75241
1x onBoard AMD Radeon HD7660D Grafikchip:
3DMark Test unter Windows 7: Fire Strike 891, Cloud Gate 5042, Ice Storm 48468

3DMark11 Entry Benchmark Werte mit AMD A10-5800K Trinity Prozessor.
1x Sapphire HD6870 1024MB AMD Radeon HD6870 PCIe 2.0 Grafikkarte:
3DMark11 Entry Test unter Windows 7: E4993 (GPU: 6006 / Physik: 3642 / Kombiniert: 3474)
1x onBoard AMD Radeon HD7660D Grafikchip:
3DMark11 Entry Test unter Windows 7: E2006 (GPU: 1897 / Physik: 3598 / Kombiniert: 1354)

3DMark Vantage Entry Test Benchmark Werte mit AMD A10-5800K Trinity Prozessor.
1x Sapphire HD6870 1024MB AMD Radeon HD6870 PCIe 2.0 Grafikkarte:
3DMark Vantage Entry Test unter Windows 7: E25136 (GPU: 47676 / CPU: 10393)
1x onBoard AMD Radeon HD7660D Grafikchip:
3DMark Vantage Entry Test unter Windows 7: E17695 (GPU: 22981 / CPU: 10470)

3DMark06 Benchmark Werte mit AMD A10-5800K Trinity Prozessor.
1x Sapphire HD6870 1024MB AMD Radeon HD6870 PCIe 2.0 Grafikkarte:
3DMark06 unter Windows 7: 17216 3DMarks
1x onBoard AMD Radeon HD7660D Grafikchip:
3DMark06 unter Windows 7: 7651 3DMarks

Handbuch und
Beschriftung

++ Für ein Mini ITX Format gut platzierte, vollständige Mainboard Beschriftung und gutes Handbuch.
Dem Mainboard liegt ein ausführliches Handbuch in verschiedenen Sprachen bei.
Leichte Abwertung des Manuals, da das UEFI BIOS nur im PDF auf der DVD erklärt wird.

Gesamteindruck

++++ Das ASRock FM2A85X-ITX/M/ASR Mainboard ist für ca. 90 Euro (06/2013) im Handel erhältlich und liegt damit im mittleren Preissegment der Sockel FM2 Mainboards.

Heute testen wir auf OCinside.de ein aktuelles AMD Trinity Sockel FM2 Mainboard, das mit seinem Mini-ITX Form Factor und dem AMD A85X Chipsatz optimal für einen flotten HTPC oder sogar für einen kleinen Gaming-PC geeignet ist.
Mit einer Größe von gerade einmal 17x17 cm bietet das ITX Mainboard erstaunlich viele Features des kürzlich getesteten ASRock FM2A85X Extreme6 ATX Mainboards, das unseren OverClocking Dream Award erhielt.
Das ASRock FM2A85X-ITX Mainboard verfügt über einen PCI Express Steckplatz, sieben SATA3 Ports, einen eSATA3 Port, Gigabit LAN, 7.1 Sound mit optischem S/PDIF Ausgang und eine Grafikausgabe über D-Sub, DVI-D oder HDMI.
Wir haben das ASRock FM2A85X-ITX Sockel FM2 Mainboard mit einer AMD A10-5800K APU getestet und extrem übertaktet.
Alle Übertaktungs-, Benchmark- und Testergebnisse sind im aktuellen Testbericht und im umfangreichen AMD Mainboard Vergleich zusammengefasst.

In diesem Karton wurde das ASRock FM2A85X-ITX Sockel FM2 ITX Trinity Mainboard geliefert:

 

Hier ist ein erster Blick in den Karton:

 

Das ASRock FM2A85X-ITX ist wie sein großes ATX Pendant sehr gut verarbeitet, verfügt über ebenfalls über die sehr hochwertigen Premium Gold Caps Kondensatoren, 4+2 Power Phase Design für Prozessoren bis 100W und sieben SATA3 Ports.

Hier sieht man das winzige ITX Mainboard, das gerade einmal 17x17 cm klein ist und dennoch Platz für einige wichtige Features bietet, die wir im weiteren Testverlauf erläutern werden:

 

Hier sieht man den Vergleich vom FM2A85X-ITX Mini-ITX zum FM2A85X Extreme6 ATX Mainboard:

 

Ausstattung und sonstige Features ...

Dem ASRock FM2A85X-ITX Mainboard lag ein Handbuch, eine DVD, vier SATA Datenkabel und eine I/O Blende bei.

 

Erweiterungskarten ...

Das FM2A85X-ITX Mainboard bietet einen PCI Express 2.0 Grafikkarten Steckplatz mit x16 Lanes Anbindung und aufgrund der Bauform keine zusätzlichen Slots wie PCI oder PCIe 1x.

 

Speicher ...

Das ASRock FM2A85X-ITX Mainboard kann mit bis zu zwei DDR3 Modulen bestückt werden und ist je nach verwendetem Betriebssystem (siehe Liste) bis maximal 32 GB Arbeitsspeicher aufrüstbar.

Hier sieht man die beiden DDR3 Slots mit Dual Channel Unterstützung:

Das Sockel FM2 ITX Mainboard unterstützt DDR3 Speichermodule und kann im BIOS für DDR3-800, DDR3-1066, DDR3-1333, DDR3-1600, DDR3-1866, DDR3-2133, DDR3-2400 und schnellere Dual Channel Module optimiert werden.
Höhere Speichertaktungen sind derzeit nur mit Übertaktung möglich.

 

Festplatten Anschlüsse ...

Das FM2A85X-ITX bietet sieben SATA3 Ports (6Gb/s) und einen eSATA3 Port am I/O Panel.
Die sieben S-ATA 3 Ports unterstützen RAID 0, RAID 1, RAID 5, RAID 10, NCQ, AHCI und die Hot Plug Funktion im AHCI Modus (AHCI steht für Advanced Host Controller Interface und kann im UEFI BIOS ausgewählt werden).
Dank UEFI BIOS können auch Laufwerke mit mehr als 2TB für die Installation von Windows 8 oder Windows 7 x64 oder Vista x64 eingesetzt werden.
Im Handbuch und auf der beiliegenden DVD sind alle grundlegenden Informationen erläutert, um eine neue Installation von Windows Vista, Windows 7 oder Windows 8 mit SATA3 Festplatten oder eine RAID Einrichtung zu realisieren.
Treiber für Microsoft Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 werden auf DVD für 32-Bit und 64-Bit mitgeliefert und stehen zusätzlich auf der ASRock Support Seite aktuell zum Download bereit.

 

USB und Firewire ...

Das Mainboard verfügt am ATX-Panel über zwei USB3.0 Ports, vier weitere USB 2.0 Ports am I/O Panel, intern zwei weitere USB 2.0 Anschlüsse für bis zu vier optionale USB Ports und intern einen weiteren USB 3.0 Anschluss für bis zu zwei optionale USB 3.0 Ports.
Ein optional erhältliches USB3.0 Frontpanel oder ein Gehäuse mit USB3.0 Anschluss kann dazu an der internen USB3.0 20-pin Pfostenleiste angeschlossen werden.
Tipp: Mit der mitgelieferten ASRock XFast USB Software kann man USB Drives deutlich beschleunigen.

 

Netzwerk ...

Auf dem ASRock FM2A85X-ITX Mainboard ist der Realtek RTL 8111E Chip integriert, der am I/O Panel einen 10/100/1000 Netzwerk Anschluss zur Verfügung stellt.
Der LAN Anschluss ist WoL fähig, bietet LAN Kabel Erkennung und unterstützt PXE und Energie effizientes Ethernet nach dem 802.3az Standard.

 

Serieller Anschluss und Parallelport ...

Bei dem Mainboard wurde auf den seriellen Port und den Parallelport verzichtet.

 

Sound ...

Das ASRock FM2A85X Extreme 6 Mainboard verfügt über den ALC892 Audio Codec mit Content Protection, der 7.1 Surround Sound unterstützt und diesen beispielsweise analog über 5x 3.5mm Klinkenbuchsen am ATX Panel oder über den internen Frontpanel Audio Anschluss ausgibt.

Als digitale Ausgabe steht der interne HDMI S/PDIF (S/PDIF steht übrigens für Sony/Philips Digital Interconnect Format) Ausgang zur Verfügung, der z.B. mit einem S/PDIF Kabel an eine HDMI taugliche Grafikkarte angeschlossen werden kann, um das Ton und Bildsignal an ein HDMI Gerät wie z.B. einen LCD TV auszugeben.
Desweiteren gibt es noch einen optischen SPDIF Digital Ausgang und Premium Blu-Ray Audio sowie THX TruStudio Unterstützung.
Wer den onBoard HDMI Anschluss verwendet, kann dafür im BIOS das S/PDIF Audio Signal aktivieren.
Man erhält also eine sehr gute Grundlage, um einen HTPC aufzubauen.

 

Grafik ...

Der AMD A85X Chipsatz bietet in Kombination mit einer Trinity APU eine DX11 taugliche Grafikeinheit.
Die im Test verwendete AMD A10-5800K APU verfügt dabei über eine AMD Radeon HD7660D GPU.

Über das BIOS kann die Grafikeinheit von 400 bis 1900 MHz übertaktet werden, aber bereits ohne Übertaktung kann sich die Performance der AMD HD7660D GPU sehen lassen.
So erreicht der AMD A10-5800K APU Grafikchip unter Windows 7 in 3DMark 48468 Ice Storm Punkte, mit 3DMark11 Entry 2006 3DMarks und mit 3DMark06 7651 3DMarks !
Im Vergleich dazu lieferte die HD6550D GPU der AMD A8-3870K FM1 APU auf dem ASRock A75 Pro4 Mainboard 6181 3DMarks und eine Intel HD Grafikchip der Intel Core i5-2500K CPU auf einem ASRock H77 Pro4/MVP unter Windows 7 in 3DMark06 4310 3DMarks.
Eine ATI Radeon HD4290 IGP des AMD 890GX Chipsatzes erreichte mit einem AMD Phenom II 710 X3 Prozessor auf einem ASRock 890GX Extreme4 beispielsweise 2204 Punkte in 3DMark06.
Zudem ist die integrierte Grafiklösung DirectX 11 tauglich, unterstützt HDCP, Full HD 1080p und bietet dank dem onBoard HDMI Anschluss und der geringen Stromaufnahme ebenfalls eine optimale Voraussetzungen für einen HTPC oder einen winzigen Gaming PC.

 

ATX Backpanel Anschlüsse ...

Von links nach rechts sieht man auf dem ATX-Backpanel Bild 1x PS/2 Anschluss für PS/2 Tastatur oder PS/2 Maus und 2x USB 2.0, 15-pol Sub-D VGA und DVI-D VGA, HDMI, 2x USB 2.0 und eSATA3, RJ45 Gigabit LAN und 2x USB 3.0, optischer SPDIF Ausgang für die digitale Soundausgabe und 5x 3.5mm Klinkenbuchsen für den analogen Sound.

 

 

BIOS und Übertaktung ...

Kommen wir nun zu den BIOS Optionen und der Übertaktung mittels UEFI BIOS.
Über die Entf oder die F2 Taste gelangt man beim PC Start in das AMI BIOS mit allen Einstellungen.

Das ASRock FM2A85X-ITX UEFI BIOS verfügt über eine grafische Oberfläche, die eine intuitive Bedienung mit der Maus erlaubt oder auf Wunsch weiterhin mit einer Tastatur bedient werden kann.
Anwender mit einer USB Maus und USB Tastatur sollten im BIOS bei der USB Configuration dabei nicht den Legacy USB Support deaktivieren, da man sonst nicht mehr in das UEFI Setup gelangt.
Im Auto Modus entscheidet das Board, ob man ein USB Gerät im Legacy Mode verwenden sollte.
Tastatur und Mouse sollten am besten weiterhin an den USB2.0 Ports angeschlossen werden.

Ein weiteres neues Feature ist die "Active Page on Entry" Auswahl, mit der jeder Anwender entscheiden kann, welche UEFI Seite er zu Beginn sehen möchte.
Das ist vor allem bei der Übertaktung sehr hilfreich, da man hierbei sehr häufig auf die zweite UEFI Setup Seite in das OC-Tweaker Menü gehen muß, um die optimalen OC Settings zu finden.
ASRock nimmt einem mit dieser Option den zusätzlichen Mouse Click ab.

Hier sieht man die UEFI BIOS Oberfläche mit dem neuen Active Page on Entry Menü:

 

 

UEFI BIOS Update ...

Zum Flashen eines BIOS Updates bietet ASRock einige unterschiedliche Möglichkeiten, z.B. kann man über die ASRock Internet Flash Option eine direkte Verbindung ins Internet herstellen, um das aktuellste BIOS runterzuladen oder man verwendet das sehr anwenderfreundliche Instant Flash.
Man gelangt über die sogenannte ASRock Instant Flash Option im Advanced Screen oder über F6 beim PC Start in das ASRock Instant Flash Utility.
Dort kann man einfach ein zuvor runtergeladenes ASRock BIOS ohne zusätzliche Boot CD aufspielen, indem man das ASRock Instant Flash Utility startet, dann das BIOS Flash ROM von dem gewünschten Laufwerk wie z.B. von einem USB Stick auswählt und schon wird das BIOS ohne ein weiteres Boot Medium aufgespielt.

Hier sieht man die neuen Instant Flash und Internet Flash Update Funktionen:

Das Board wurde mit dem BIOS P1.20 ausgeliefert.
Zum Testzeitpunkt war die UEFI BIOS Version P1.50 als aktuellster Download verfügbar, auf die wir das Mainboard vor den Tests aktualisiert haben.

 

BIOS Übertaktung ...

Das BIOS ermöglicht einige DDR3 Speicher-Einstellungen wie z.B. die Änderung der Taktung von DDR3-800 über DDR3-1066, DDR3-1333, DDR3-1600, DDR3-1866, DDR3-2133 bis hin zu DDR3-2400 oder mit Referenztakt Übertaktung sogar noch höher.
Bis zu DDR3-2400 kann im BIOS direkt ausgewählt werden und DDR3 Taktungen über DDR3-2400 sind mittels manueller Übertaktung über den Referenztakt möglich.
Die Frequenz der Speichermodule wird unmittelbar berechnet und angezeigt, sobald man den Referenztakt ändert und erleichtert damit die richtige Frequenzeinstellung der Speichermodule.
Sehr vorteilhaft ist bei dem ASRock FM2A85X ITX Mainboard, daß es sowohl AMP als auch XMP Profilwerte aus den Speichermodulen auslesen und die RAM Module darüber optimal einstellen kann.

Der Host-Takt bzw. APU/PCIE Frequency kann von 100 MHz bis 136 MHz eingestellt werden, der CPU NB Frequency Multiplier kann von 5x bis 31x eingestellt werden und der CPU Frequency Multiplier kann von 14x bis 63x eingestellt werden, was bei der Default APU/PCIE Frequenz Auswahl von 100 MHz einen CPU/APU Takt von 1400 MHz bis 6300 MHz ergibt.

Im Test konnte das Board auf einen sehr hohen Referenztakt bis zu 136 MHz übertaktet werden (ergibt 137.32 MHz), der natürlich noch in den OC Ratings von unserem OCinside Team eingetragen wird, sobald das Board dort aufgenommen wird.

Die Übertaktung mittels Referenztakt ist natürlich wie immer mit Vorsicht zu genießen, da einige andere Frequenzen durch den internen Taktgenerator erhöht werden.
Bei den Black Edition Prozessoren mit dem Kürzel "K" ist eine reine APU Übertaktung dank der freien Multiplikator Wahl noch einfacher möglich, aber bei der Speicher- und Systemübertaktung spielt der Referenztakt nach wie vor eine wichtige Rolle.
Spätestens wenn man sich High-End OC RAM zulegt und diesen mit der höchsten Taktung betreiben möchte, wird dies meist nur über die Referenztakt bzw. APU/PCIE Frequency Erhöhung erreicht.

Der Boot Failure Guard wurde im Test ebenfalls überprüft und konnte den PC selbst bei zu hohen Übertaktungswerten ohne CMOS Clear mit Standard Frequenzen starten.
ASRock überläßt dem Anwender mit der "Boot Failure Guard Count" Option die Wahl, wie oft das Board mit fehlerhaften Einstellungen booten soll, bevor es die Frequenzen selbstständig reduziert.
Falls man es doch ausversehen schafft, daß der PC nicht mehr bootet, kann man den CMOS Clear Taster setzen, womit die abgespeicherten Werte im Profil glücklicherweise erhalten bleiben und schnell wieder geladen werden können.

Desweiteren verfügt das Board mit der AMD A10 Trinity Test CPU über eine Vcore Änderung von 0,6000 Volt bis 1,5500 Volt mit einem Offset von +10%, eine CPU NB/GFX Spannungsänderung von 0,6000 bis 1,5500 Volt, eine APU PCIE Spannungsänderung von 1,208 bis 1,563 Volt, eine SB Spannungsänderung von 1,10 bis 1,40 Volt und weitere Spannungserhöhungen, um das System stabiler übertakten zu können.
Die DDR3 Spannung konnte im BIOS von 1,165 bis 1,800 Volt in unterschiedlichen Schritten von 0,01 bis 0,0125 V erhöht werden, womit viele DDR3 OC-Module genügend Spannung erhalten.
Das Board bietet zudem eine APU Load Line Calibration, die auf Default oder 1/2 VCore eingestellt werden kann.
Die APULLC dient zum Ausgleich der Spannung beim Idle und Load Lastwechsel der CPU bzw. APU.
Beim manuellen Übertakten von FM2 Prozessoren kann man CPU Load Line Calibration auf Disabled stellen, um höhere Ergebnisse zu erreichen.

Wem das zuviele Werte sind, kann auch einfach beim Bootvorgang mit der X Taste eine vordefinierte Übertaktung - das sogenannte ASRock XBoost Feature starten, womit die Werte ohne weiteres OC Know-how um einige Prozent erhöht werden (bei unserer Test APU von 3800 MHz auf 4400 MHz).

Hier sieht man das OC Tweaker UEFI Setup Utility mit 4400MHz CPU OC Settings:

 

Als besonderes BIOS Feature kann man drei unterschiedliche BIOS Einstellungen mit einem gewünschten Namen dazu abspeichern.
Im BIOS kann man beispielsweise ausgeglichene BIOS Einstellungen, Übertaktungseinstellungen und Untertaktungswerte als Userprofil ablegen, um diese Werte jederzeit schnell wieder laden zu können.

Hier sieht man den UEFI Profilnamen im unteren Bereich:

Mit der CPU Thermal Throttle Option wird die CPU je nach interner CPU Temperatur anhand der eingestellten Auswahl runtergetaktet, um sie vor einer möglichen Überhitzung zu schützen.
Diese Option sollte sicherheitshalber zum Schutz der APU aktiviert bleiben, wobei eine gute Kühlung beim Übertakten weiterhin erforderlich ist, vor allem in kleineren ITX Gehäusen.

OC Anpassungen und die Temperatur Überwachungen kann man übrigens auch angenehm über die mitgelieferte ASRock Extreme Tuning Utility Software (AXTU Beispielscreen) vornehmen.

 

BIOS Undervolting ...

Die Untertaktung bzw. Underclocking wurde in diesem Test ebenfalls geprüft, da man HTPCs oftmals gerne untertaktet, um bessere Energieverbrauchswerte zu erreichen.
Hierzu wurde unsere AMD A10-5800K CPU über das BIOS auf den kleinsten Multi von 14x eingestellt und konnte so mit 100 MHz Referenztakt auf ca. 1400 MHz untertaktet werden.

Untertakten liegt natürlich genauso ausserhalb der Spezifikation wie Übertakten.
Es ist also immer ein wenig Glück erforderlich, aber ASRock legt mit diesen BIOS Optionen einen guten Grundstein für hohe Übertaktung und einfaches Undervolting.

Das BIOS des passiv gekühlten FM2A85X ITX Mainboards verfügt zudem über eine Quiet Fan Function Control Option (temperaturgeregelte Lüftersteuerung) für die 4 Pin und 3 Pin CPU Lüfter, so daß eine zusätzliche Lüftersteuerung nicht unbedingt erforderlich ist.

 

Energieverbrauch ...

Der PC Energieverbrauch variiert je nach Hardware und PC Belastung.
Der Stromverbrauch des Test-PCs mit AMD A10-5800K Black Edition APU, 4GB DDR3-1333 Speicher, Festplatte lag ohne Übertaktung je nach Belastung mit dem Cooler Master Silent Pro M 600W Test-Netzteil bei folgenden Verbrauchswerten:
- Mit der Sapphire HD6870 Grafikkarte lag der PC Stromverbrauch zwischen 52,9W und 221,0 Watt.
- Mit der internen HD7660D GPU lag der Stromverbrauch bei 29,4W Idle und 120,4 Watt Vollast.
Die Stromaufnahme mit der integrierten GPU ist enorm niedrig und ermöglicht damit einen sehr niedrigen Energiebedarf z.B. für einen HTPC oder kleinen Büro-PC oder sogar einen kleinen Gaming-PC.
In Kombination der AMD HD GPU in einer APU mit einer AMD Radeon HD Grafikkarte läßt sich dank AMD Dual Graphics Unterstützung sogar ein sparsamer und leistungsstarker Gaming-PC aufbauen.

 

Fazit ...

Das winzige ASRock FM2A85X-ITX AMD Sockel FM2 DDR3 Mainboard ist für AMD Sockel FM2 Trinity Prozessoren bis 100W TDP ausgelegt und bietet dank der vielfältigen Anschlussmöglichkeiten trotz der geringen Mini-ITX Maße eine optimale Grundlage für einen High-End HTPC oder Mini Gaming-PC, der sich bei guter Kühlung sogar hervorragend übertakten läßt.

Das FM2A85X-ITX bietet trotz der geringen Maße eine gute Grundausstattung mit sieben SATA3 Ports, einen eSATA3 Port, bis zu vier mögliche USB 3.0 Ports, bis zu acht mögliche USB 2.0 Ports, einen Gigabit LAN Anschluss, 7.1 Sound mit digitaler Soundausgabe über einen optischen SPDIF Ausgang und analoger Soundausgabe über fünf Klinkenbuchse.
Mit einer APU können die integrierten Möglichkeiten zur Grafikausgabe über D-Sub, DVI-D oder HDMI verwendet werden.

Alles in allem erhält man mit dem ASRock FM2A85X-ITX Sockel FM2 Mainboard eine erstklassige Grundlage für einen kleinen stromsparenden ITX HTPC, leistungsfähigen ITX Büro-PC oder sogar einen ITX Gaming-PC, der mit gängigen Sockel FM2 Prozessoren der A4, A6, A8 und A10 Serie bestückt werden kann und sogar noch Overclocking ermöglicht.

Hier kann man das ASRock FM2A85X-ITX Mainboard preiswert bestellen.

Hiermit möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei ASRock für die Unterstützung bedanken.

Bild

* Alle Sockel FM2 PCIe Mainboard Tests ab dem 01.12.2012 basieren auf einer AMD A10-5800K Black Edition Test CPU,
Sapphire HD6870 1024MB ATI Radeon HD6870 PCI Express 2.0 Grafikkarte,
2x 2048MB Crucial Ballistix Tracer DDR3-1333/PC3-10600 Speichermodulen,
Cooler Master Silent Pro M 600W Netzteil und folgender Software Konfiguration:
Microsoft Windows 7 Ultimate, SiSoftware Sandra 2012, Futuremark 3DMark11, 3DMark Vantage, 3DMark06 und 3DMark03 (in der Links & Downloads Rubrik als Download erhältlich).
Sämtliche Benchmark Ergebnisse dienen lediglich als Vergleich der ungefähren Mainboard Performance.

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