Hersteller Foxconn
Bezeichnung N570SM2AA-8EKRS2H
Typ / Chipsatz Sockel AM2 / nVidia nForce 570 SLI MCP55P Chipsatz
Maße
++++ 36 mm (58 mm Radius) vom Sockel bis zum nächsten Elko bzw. Bauteil - siehe Fit for Fan.
Die Gesamtgröße des ATX Boards beträgt 305 x 244 mm.
Slots +++ 2x pci, 4x PCI Express 1x16/1x8/2x1, 4x DDR2-533 - DDR2-800 (max. 8GB RAM)
Anschlüsse ++++ 1x Floppy, 2x UDMA133, 8x SATA II (RAID), 1x seriell (optional), 1x parallel, 1x IrDA,
2x PS/2, 2x onBoard 10/100/1000 Mbps base-T Ethernet, 2x IEEE1394a (1x optional),
10x USB 2.0/1.1 (3x davon int. USB Ausführung, Slotblende nicht im Lieferumfang enthalten),
8-Kanal AC'97 RealTek ALC882H onboard 7.1 Sound mit 6x 3.5 mm Klinkenbuchsen
(1x int. Aux, 1x ext. optical S/PDIF out, ext. Line in, ext. Mic, ext. Front out, ext. Side out,
ext. Rear out, ext. Center/Subwoofer) und 3x Lüfter Anschluss (1x verwendet für MCP Lüfter).
Vcore +++ Im BIOS von +0,025 Volt bis +0,200 Volt (höchste Spannung je nach CPU)
Multiplikator ++++ Im BIOS von 4x bis 25x (höchste Multi je nach CPU) und 1x bis 5x HT (x2)
Host Takt ++++ Im BIOS von 200 - 450 MHz (PCIe 100 - 145 MHz)
VIO/VDD ++++ VMem -0,150 - +0,600 V, Chipset -0,120 - +0,200 V, LDT -0,090 - +0,360 V
Performance**** ++++ Benchmark Werte mit AMD Athlon 64 3000+ Orleans Prozessor.
1x Gigabyte GV-NX66T128VP Nvidia 6600 GT PCIe Grafikkarte: 8218 Punkte bei 3DMark 2003
2x Gigabyte GV-NX66T128VP Nvidia 6600 GT PCIe Grafikkarte: 14164 Punkte bei 3DMark 2003
Handbuch und
Beschriftung
+++ Ein sehr umfangreiches Mainboard Handbuch in englisch und eine zusätzliche Schnellübersicht.
Die Mainboard Beschriftung ist zwar nicht ganz vollständig, aber dank der farbigen Kennzeichnung
ist die richtige Bestückung der Frontpanel Anschlüsse dennoch gut durchführbar.

Gesamteindruck

++++ Das Foxconn N570SM2AA-8EKRS2H PCIe SLI Mainboard ist für ca. 100 Euro (02/2007)
im Handel erhältlich und ist damit deutlich im mittleren Preissegment der Sockel AM2 Mainboards.

Das brandneue N570SM2AA-8EKRS2H Mainboard aus dem Hause Foxconn erinnert sehr an
das kürzlich mit dem OverClocking Dream Award ausgezeichnete C51XEM2AA-8EKRS2H Mainboard.
Der aktuelle Pendant mit dem nForce 570 SLI Chipsatz ist allerdings deutlich preiswerter und
bietet sogar eine bessere Ausstattung.
Leider ist das Board nicht ganz so gut übertaktbar, dennoch kann sich das Ergebnis im Vergleich
zu den 25 bislang getesteten AMD Athlon 64 Mainboards durchaus sehen lassen !

 

Ausstattung und sonstige Features ...

Wie bereits in den vorigen PCIe SLI (2 PCIe Grafikkarten Steckplätze) Reviews erwähnt,
bieten die meisten SLI Mainboards aufgrund der genormten ATX Größe nur Platz für 2 PCI Slots.
Leider ist es Foxconn ebenfalls nur gelungen, zwei PCI Steckplätze unterzubringen.

Die beiden PCIe 16x Slots, und die beiden PCIe 1x Slots lassen aber in Punkto Erweiterung kaum
Wünsche offen.

Anders als beim kürzlich getesteten C51XEM2AA Board bietet das neue N570SM2AA in der
Ausführung 8EKRS2H glücklicherweise wieder einen Parallelport, eine IrDA Schnittstelle und
zumindest einen optionalen COM Port, der mit einer erhältlichen Slotblende zum Leben erweckt
werden kann.

Alle Besitzer von LCD oder G-LCD Anzeigen oder älteren Druckern für den LPT Port können also
wieder aufatmen, denn Foxconn scheint den Parallelport losen PC nur zum Teil durchsetzen zu wollen.

Auch der IDE Port ist im Gegensatz zu dem nForce 570 SLI Pendant wieder in zweifacher
Ausführung vorhanden, so daß bis zu 4x ATA 133 Festplatten angeschlossen werden können.

Es ist also durchaus möglich, ohne nennenswerte Verluste von neuen Technologien abwärtskompatibel
zu bleiben, denn das N570SM2AA-8EKRS2H verfügt sogar über 8x SATA-II (RAID) Anschlüsse.
Umfangreiche Erläuterungen zu der möglichen RAID Anpassung und die Vorgehensweise zur
Windows Installation mit RAID Nutzung sind übrigens im Manual erklärt.

Das Foxconn N570SM2AA Mainboard kann mit bis zu 4x DDR2 Speichermodulen bestückt werden
und ist je nach verwendetem Betriebssystem bis maximal 8 GB Arbeitsspeicher aufrüstbar.
Die Belegung für die DUAL Channel Speicher Unterstützung ist im Handbuch aufgeführt und
durch farbige DDRII Sockel ersichtlich.

Zudem gibt es 4x USB 2.0 Ports am ATX-Panel und drei interne USB 2.0 Anschlüsse für bis zu
6 weitere USB 2.0 Ports, die allerdings optional sind, da keine USB Slotblende enthalten ist.
Einer der beiden verfügbaren IEEE1394a (400 MBit/s) Ports ist ebenfalls optional.
Dafür wurden auf dem N570SM2AA-8EKRS2H zwei onBoard 1 Gigabit LAN Anschlüsse mit WoL
Unterstützung (Wake on LAN) integriert, die bei zwei voneinander getrennten Netzwerken
durchaus hilfreich sein können.

Der neue onBoard RealTek ALC-882H Soundchip bietet über 6x 3.5mm Klinkenbuchsen 7.1 Surround
Sound und digitale Ausgabemöglichkeiten mittels Koax/Cinch und optischem S/PDIF Anschluss.

Hier ist ein Bild der üppigen ATX Panel Anschlüsse ...

 

BIOS und Übertaktung ...

Kommen wir nun zu den wichtigsten BIOS Optionen und der möglichen BIOS Übertaktung.
Über die Del/Entf Taste gelangt man wie üblich in das Award BIOS mit allen Hardware Optionen.

Das BIOS bietet umfangreiche Speicher Einstellungen wie z.B. die Änderung der Speicherfrequenz
von 200 MHz über 266 MHz und 333 MHz auf bis zu 400 MHz (DDR2 400/533/667/800) und eine
Änderung der Referenz Freuquenz von 200 MHz bis 450 MHz.
Der HT (HyperTransport) Teiler kann von 1x bis 5x (200-1000 MHz) eingestellt werden und
ermöglicht mittels Verdopplung bis zu 2000 MHz.

Im Übertaktungstest konnte das Mainboard mit der Default Chipsatz Spannung stabil auf 280 MHz
Host-Takt gestellt werden und ergab bei der eingesetzten AMD Athlon64 3000+ Sockel AM2 CPU
mit gesperrtem 9x Multiplikator immerhin ein Ergebnis von ca. 2520 MHz.

Das Ergebnis wurde mit der Standard Chipsatz Spannung erreicht und kann dank der aktiven
Chipsatz Kühlung durch eine Erhöhung der Spannungen deutlich gesteigert werden.
Im Vergleich zu dem nForce 590 SLI Chipsatz (Übertaktung bis ca. 330 MHz) erscheinen die
280 MHz des nForce 570 SLI Mainboards geradezu niedrig, allerdings ist der nForce 590 SLI
Chipsatz hier die Ausnahme.

Das BIOS bietet einige Einstellungen der Spannungen wie z.B. Speicher Spannung, CPU Spannung
und die Chipsatz Spannung, sowie die Darstellung sämtlicher Werte im System Monitor.
Allerdings hat sich das Board beim Aufruf des PC-Health Status Menu oftmals aufgehangen.
Dieses Phänomen trat beispielsweise auch bei einigen EPoX Mainboards auf und scheint somit etwas
Schwierigkeiten zu bereiten.
Hoffen wir, daß dieser Bug mit einem aktuelleren BIOS zukünftig behoben werden kann,
denn ein Blick in das PC Health Menu ist zur Kontrolle durchaus wichtig und die dort integrierte Smart Fan Lüftersteuerung sowie die automatische Shutdown Option ist ebenfalls sehr hilfreich.

 

Fazit ...

Das Foxconn N570SM2AA-8EKRS2H Sockel AM2 PCIe SLI Mainboard bietet eine sehr gute
Zusammenstellung aus Komfort, Übertaktung und Leistung zu einem günstigen Preis.

Der nVidia nForce 570 SLI Chipsatz ist leider nicht so gut übertaktbar wie sein nForce 590 SLI
Pendant, aber in Punkto Preis-/Leistungsverhältnis ist das Foxconn N570SM2AA-8EKRS2H sogar
dem OverClocking Dream Award ausgezeichneten C51XEM2AA-8EKRS2H Board deutlich überlegen.

Zwei PCI Express Slots, vier DDR2-800 Slots bis 8 GB Speicher, acht S-ATA II Anschlüsse,
zehn USB 2.0 Ports, zwei 1 Gigabit LAN Anschlüsse sind nur einige der Highlights des Sockel AM2
Mainboards aus dem Hause Foxconn.
Auch der Parallelport und zwei konventionelle IDE Ports für bis zu vier ATA-133 Festplatten sind
auf dieser Hauptplatine wieder verfügbar und werden sicherlich einige PC Freaks zum Kauf
überzeugen können.

Auch wenn das Foxconn N570SM2AA die OverClocking Dream Auszeichnung aufgrund der gängigen
Übertaktbarkeit nur knapp verfehlt hat, so ist es für den Allrounder umso interessanter und
auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

Hiermit möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei Foxconn für die Unterstützung bedanken.

Bild

**** Die Sockel AM2 PCIe Mainboard Tests ab dem 01.11.2006 basieren auf einer AMD Athlon 64 3000+ Orleans CPU,
1x (bzw. bei SLI Systemen 2x) Gigabyte GV-NX66T128VP Nvidia 6600 GT PCI Express Grafikkarten,
2x512MB Crucial Ballistix DDR2-800/PC2-6400 Speichermodule und folgender Software Konfiguration:
Microsoft Windows XP SP2, DirectX 9.0c, Forceware 81.85 Grafikkartentreiber und 3DMark 2003.
Sämtliche Benchmark Ergebnisse dienen lediglich als Vergleich der ungefähren Mainboard Performance.

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