OCZ 2GB Reaper HPC Edition Kit (2x1024MB) PC2-8500/DDR2-1066 Memory Testbericht

 

Die Einleitung ...

Heute gibt es bei der Redaktion ocinside.de wieder einen Übertaktungstest von High-End DDR2 Speichermodulen.
Die neuen OCZ PC2-8500 2GB Reaper HPC Edition DDR2 RAMs sehen nicht nur ausserordentlich gut aus,
sondern bieten dank der ausgezeichneten Heatpipe Kühlung von Werk aus hohe Übertaktungsoptionen.
OCZ erlaubt dem Anwender sogar, die Module mit bis zu 2.35 Volt zu betreiben, ohne die OCZ Lifetime Warranty
zu verlieren und diese Vmem sollte doch zum Übertakten reichen.
Wer wissen möchte, ob der Speicher auch mit den Default 1.80 Volt gut übertaktbar ist und was man durch
eine starke Spannungserhöhung auf über 2.30 Volt erreicht, sollte sich den Testbericht nicht entgehen lassen.
Alle Testergebnisse können zudem wieder im Benchmark Chart mit den zuvor getesteten Speichermodulen verglichen werden.

 

 

Vielen Dank für die Unterstützung ...

Ganz herzlichen Dank für die Zusendung des PC2-8500 2GB PC2 8500 / DDR2 1066 CL5 Reaper HPC Edition Kits
OCZ2RPR10662GK durch den Hersteller OCZ.

Das 2 GB Kit besteht aus 2x 1024 MB 240-pin DIMM DDR2-1066 Speichermodulen und liegt derzeit bei einem
Preis von ca. 230 Euro (Stand 04/2007).
Der Speicher ist z.B. bei unseren Sponsoren erhältlich.

 

 

Die Lieferung der beiden 1024MB PC2-8500 Module ...

In dieser Verpackung befinden sich die beiden Speichermodule:

 

 

Das ist im Lieferumfang enthalten ...

OCZ legt leider keine Installationsanleitung für den ordnungsgemäßen Einbau der Module bei, aber selbst für
unversierte Anwender sollte dies kein Problem darstellen, da der Einbau meist im Mainboard Manual beschrieben ist.
Hilfe zu der richtigen Dual Channel Belegung ist dort ebenfalls zu finden und sollte unbedingt eingehalten werden.

Hier ist ein Bild der beiden enthaltenen PC2-8500 Speichermodule ...

 

 

Die technischen Daten ...

Hersteller OCZ
Artikel Nummer OCZ2RPR10662GK
Speicher 2GB kit (1024MBx2)
Ausführung 240-pin DIMM
Typ DDR2 PC2-8500
Modulbelegung 128Meg x 64
DIMM Typ UNBUFFERED
Fehler Korrektur NON-ECC
Geschwindigkeit DDR2 1066 (533 MHz * 2)
Spannung 2.30 - 2.35 Volt
Memory Timing 5-5-5-15 (Tcl-Trcd-Tras-Trp) - EPP

 

 

Besonderheiten und sonstige Features ...

Die Speichermodule sind auf einer grünen Platine mit schwarzen, passiven Kühlkörpern (heat spreader) versehen,
die bei höheren Spannungen und Taktraten die Temperatur deutlich reduzieren.
Dank der integrierten Heatpipe zu einem weiteren Kühlkörper (HPC steht für Heat Pipe Conduit),
wird dem Modul zusätzliche Wärmeabgabe ermöglicht, die angesichts der hohen Betriebsspannung durchaus sinnvoll ist.
Natürlich sieht das Konstrukt natürlich schick aus und verleitet somit gewiss zum Kauf der Module ;-)
Desweiteren sind die Module EPP tauglich (Enhanced Performance Profil), wodurch sie auf aktuellen Mainboards
dank Erkennung der höchstmöglichen Timings und Frequenzen einfacher übertaktet werden können.

Hier nochmal ein Bild der beiden schicken OCZ PC2-8500 Module in der 2GB Reaper HPC Edition ...

 

Und hier ist ein Bild der OCZ Spezifikationen ...

 

 

Benchmark Werte und Test Ergebnisse ...

Kommen wir nun zum wichtigsten Teil des Testberichts, denn natürlich ist die Optik und die Verpackung eher zweitrangig
und die mögliche stabile Performance der wichtigste Faktor.
Die Test Ergebnisse wurden mit dem ASRock AM2XLI eSATA2 SLI Mainboard und einer AMD Athlon 64 Sockel AM2 3000+ CPU durchgeführt, die je nach Referenztakt und Speichertakt mit unterschiedlicher Frequenz betrieben wird.
Desweiteren wurde der Speicher aufgrund der hohen Frequenz auf einem weiteren Referenzboard (Foxconn C51XEM2AA)
mit einer höheren Spannung und höherer Frequenz getestet.
Der CPU Multiplikator bleibt bei allen Frequenzen auf 9x, da eine Angleichung der CPU Frequenz mittels Multiplikator
in halben Schritten zu ungenau wäre.
Als Betriebssystem wird Microsoft Windows XP Professional SP2 verwendet.
Mittels der Software Memtest86 wurde die Stabilität überprüft und SiSoft Sandra Lite 2007.SP1 wurde als
Benchmark Programm eingesetzt, da es umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten und einen schnellen Vergleich bietet.
Die jeweils aktuellste Version von SiSoft Sandra 2007 steht übrigens ab sofort auf unserem Server zum Download bereit und
kann dadurch noch einfacher runtergeladen werden - alle Benchmarks sind sogar in der kostenfreien Lite Version enthalten.

Nun aber weiter zum Test ...
Zunächst wird die maximal mögliche Frequenz der Speichermodule bestimmt.
Hierzu wird der Speichertakt mit einem fest eingestellten Speichertiming von 4-4-4-10 2T und Default Spannung
in kleinen Schritten erhöht, solange der ausführliche Test mittels dem Programm Memtest86 noch fehlerfrei durchläuft.
Damit ist durch die recht lange Testzeit gewährleistet, daß diese Frequenz bei den Modulen wirklich stabil arbeitet.

Die höchstmögliche Frequenz lag mit den Timings 4-4-4-10 (Tcl-Trcd-Tras-Trp) bei enorm hohen 453 MHz !

Mit einer höheren Spannungen oder mit geringeren Timings laufen selbstverständlich deutlich höhere Frequenzen,
da die Frequenzwerte und Timings direkt voneinander abhängig sind.

Offiziell gibt die Firma OCZ eine Spannung von 2.30 - 2.35 Volt an, ohne die Gewährleistung zu verlieren und das ist eine
enorm hohe Spannung, mit der sich sehr gut übertakten lässt.
Der Standard für DDR2 Speichermodule liegt normalerweise bei 1.8 Volt.
Im Test konnten die Module bei 2.20 Volt und Timings von 5-5-5-15 stabil bis 558 MHz (DDR2-1116) betrieben werden,
wobei es mit höheren Spannungen von über 2.30 Volt knapp bis an die 600 MHz (bzw. intern 1200 MHz) ging.
Dies gelingt allerdings nicht auf jedem Mainboard, denn zum einen ist es erforderlich, daß diese hohen Taktraten vom
Mainboard unterstützt werden und zum anderen wird hierbei unbedingt die hohe Speicher Spannung (Vmem) benötigt.
Für den Test wurde zusätzlich ein leicht modifiziertes Referenzboard (Foxconn C51XEM2AA) eingesetzt,
womit das Ergebnis auf Anhieb gelang, obgleich selbst mir bei mehr als 2.30 Vmem etwas mulmig wurde ...

Die höchstmögliche Taktung bei Default Spannung wurde nun mit zwei weiteren Einstellungen verglichen.
Zum einen wurde der ermittelte Speichertakt von 453 MHz mit SPD Werten (diese werden vom Hersteller im SPD
IC vorgegeben) getestet und zum anderen wurden die Speichermodule bei 200 MHz (x2) mit SPD Werten getestet.

Die Speicherbusbandbreite ist übrigens kein Benchmark Wert, sondern der Wert, der sich recht einfach aus dem
jeweiligen Speichertakt errechnen läßt und nur zum Vergleich der Benchmarks dienen soll.

 

Hier die Ergebnisse der Benchmark Reihen:

Frequenz
Timing
RAM Bandbreite Int Buff'd iSSE2
Speicherbusbandbreite
453 MHz
fest (4-4-4-10 2T)
6344 MB/s
14496 MB/s
453 MHz
SPD (5-5-5-15 2T)
6296 MB/s
14496 MB/s
200 MHz
SPD (4-3-3-8 2T)
4667 MB/s
6432 MB/s

 

Hier sind die Benchmark Werte als Grafik:

 

Hier ist ein direkter Vergleich der Benchmark Ergebnisse von einigen DDR2 und DDR Speichermodulen:

Mit diesem Ergebnis konnte sich die Firma OCZ immerhin auf den zweiten Platz knapp hinter den Crucial PC2-8000 Modulen
einreihen, die mit der Default Spannung von 1.80 Volt noch ein klein wenig höher übertaktet werden konnten (461 MHz).
Ab einer Speicherspannung von 2.30 Volt und mehr sieht die Reihenfolge natürlich etwas anders aus,
denn dank der neuen Kühlungstechnologie hätte OCZ durchaus die Nase vorn.
Es ist natürlich fraglich, ob es sinnvoll ist die Spannung immer weiter zu erhöhen, anstatt die Fertigungsgrößen zu senken.
Angesichts der hohen Hersteller-Spezifikationen bleibt das Risiko für den Anwender aber relativ gering.

 

 

Fazit und Gesamteindruck ...

Das OCZ 2GB PC2-8500 Reaper HPC Edition Kit liegt selbst mit der Default DDR2 Spannung von 1.80 Volt fast an der Spitze
der bislang getesteten Speichermodule.
Dank der neuen Heatpipe Kühlung bleibt der RAM selbst bei einer enorm hohen Spannung von 2.35 Volt angenehm kühl und
kann hiermit weit über den angedachten 1066 MHz übertaktet werden.
Diese High-End DDR2 Speichermodule benötigen also in jedem Fall ein Mainboard mit einer hohen Vmem,
oder zumindest einen versierten Anwender, der die Vmem des Mainboards etwas modifizieren kann.
Wenn alle Voraussetzungen geschaffen sind, erlaubt der OCZ Speicher eine enorm hohe Übertaktung des PCs und
belohnt den höheren Kostenaufwand mit starker Performance.

 

 

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