Aufbau, Design und sonstige Features – Innen …
Das Arctic Xtender Case nimmt sämtliche Desktop Mainboards von Mini-ITX bis E-ATX und bis zu 285mm Breite problemlos auf. Dank seiner großen Höhe von 53cm bietet es besonders oberhalb des Mainboards großzügig Platz für Radiatoren bis 420mm Größe oder drei 140mm Lüfter. Rechts neben dem Mainboard-Tray hat Arctic beim Xtender Case bereits drei 140mm große Hochleistungs-Reverse-Lüfter mit A-RGB Beleuchtung vorinstalliert. Sie rotieren bis zu 2650 U/min schnell und saugen massenhaft Frischluft von der Hinterseite durch ein Staubschutzgitter an. Statt den Lüftern kann rechts ebenfalls ein bis zu 420mm großer Radiator montiert werden. Wer jedoch lieber einen Luftkühler für seine CPU verbaut, kann auch hier aus dem Vollen schöpfen, denn bis zu 171mm große Luftkühler passen in das Xtender Gehäuse. Abgeführt wird die Luft über zwei vorinstallierte P12 Pro A-RGB Lüfter deren Drehzahlband von 600 bis stürmische 3000 U/min reicht. RGB-LEDs hat das Xtender Case an allen fünf Lüftern integriert und das Arctic Logo in der Acrylplatte vor der Netzteilabdeckung wird ebenfalls von 24 RGB-LEDs illuminiert.

Bei der VG-Variante ist zudem eine vertikale Grafikkarten-Halterung vormontiert, die für Übertragungsraten bis PCIe 4.0 x16 freigegeben ist. Sie kann mit wenigen Handgriffen entfernt werden, falls man die Grafikkarte konventionell in den PCIe-Slot des Mainboards stecken möchte. Eine Grafikkartenstütze muss man bei konventioneller Montage jedoch selbst organisieren. Rund um das Mainboard befinden sich große Öffnungen, um Kabel von der Rückseite durchzuführen. Nahezu bündig schließen die kraftvollen 140mm Reverse Lüfter mit dem eingelassenen Kabelkanal rechts neben dem Mainboard ab. Montiert man einen Radiator statt den Lüftern, muss beachtet werden, dass dieser deutlich vor das Mainboard ragt und den Einbau der Grafikkarte behindern kann.

Grundsätzlich ist die Verarbeitungsqualität beim Xtender Case ausgezeichnet. Es gibt keinerlei scharfe Kanten und alle Teile sitzen bombenfest. Einzig die nicht ganz gleichmäßige Abdichtung der Frontscheibe trübt den Eindruck ein wenig, was später im Betrieb von außen jedoch nicht sichtbar ist.

Auf der Rückseite sind die Kabel der Lüfter und für die Front-I/O Buchsen bereits sauber verlegt und für die restlichen Kabel sind etliche Klettbänder für eine ordentliche Kabelverlegung vorab angebracht worden. Rechts wurde auch noch eine zweite Adapterleiste zur Montage von 120mm Lüftern verstaut. Der Festplattenkäfig kann zwei 3,5″ Festplatten oder drei 2,5″ Laufwerke aufnehmen oder auch komplett entfernt werden. Leider liegt der HDD-Käfig nicht im direkten Luftstrom der Gehäuselüfter, weshalb man bei exzessivem Einsatz von HDDs, die Temperaturen im Blick behalten sollte. Drei weitere 2,5″ Laufwerke finden zusätzlich hinter dem Mainboard Platz, wo sie mit den mitgelieferten Gummielementen aufgehängt werden können.

Aufgrund der fehlenden Belüftungsöffnung im Boden des Gehäuses, verfügt das Xtender PC-Gehäuse über einen kleinen Sockel für das Netzteil, damit der Netzteillüfter nicht komplett blockiert wird. So kann das Netzteil über die seitliche Öffnung im Gehäuse Frischluft an den Festplatten vorbei ansaugen.

Arctic Xtender VG Praxistest …