ASRock B365 Pro4 Intel LGA1151 Mainboard Test

BIOS und Übertaktung …

Schnell zur richtigen UEFI Einstellung …

ASRock B365 Pro4 BIOS und Übertaktung
ASRock B365 Pro4 UEFI BIOS Update
ASRock B365 Pro4 Übertakten
ASRock B365 Pro4 Speichereinstellungen
ASRock B365 Pro4 Spannungseinstellungen
ASRock B365 Pro4 Noch einfacher übertakten
ASRock B365 Pro4 BIOS Undervolting
ASRock B365 Pro4 Lüftersteuerung

BIOS und Übertaktung …

Kommen wir nun zu den BIOS bzw. UEFI Setup Optionen und der UEFI Übertaktung. Über die Entf oder die F2 Taste gelangt man nach dem PC Einschalten in das UEFI Setup.

Das ASRock B365 Pro4 UEFI BIOS verfügt über eine grafische Oberfläche, die eine intuitive Bedienung mit der Maus erlaubt oder weiterhin konventionell mit einer Tastatur bedient werden kann.

Wie bei den neueren ASRock Intel Mainboards gewohnt, gibt es den ASRock EZ Mode – also Easy Mode, der eine übersichtliche Eingangsseite mit vielen wichtigen Informationen bietet und trotzdem nicht überladen wirkt. Es bietet grundlegende Informationen wie Uhrzeit, Datum, CPU Temperatur, Mainboard Temperatur, CPU Spannung, erste Details zur Hardware, Lüfterdrehzahlen, Festplattenbestückung, RAID Mode und Einstellungsmöglichkeit der Lüfter mit einem Klick.

Zudem wurden wieder ein paar Anwendungen in einer Tools Seite zusammengefasst.

Natürlich kann man über das EZ Menü auch die Uhrzeit und das Datum einstellen.

Viele weitere Funktionen können wahlweise mittels Funktionstasten bedient werden, die man mit F1 abrufen kann. Wer beispielsweise in unserem PC Forum einen Screenshot veröffentlichen möchte, kann diesen mit F12 auf einem USB Stick abspeichern.

Mit der F6 Taste oder dem oberen, rechten Button gelangt man in den gewohnten ASRock Advanced Mode, den man auch als Standard festlegen kann.

Die System Browser Ansicht ist bei dem ASRock B365 Pro4 Mainboard ebenfalls nicht zu finden, aber man findet wieder die Full HD UEFI Auswahl und die Active Page on Entry Auswahl, womit man entscheiden kann, auf welcher UEFI Seite man im UEFI Setup beginnen möchte. Bei dem ASRock B365 Pro4 findet man die Active Page on Entry Option und die Full HD UEFI Auswahl unter Advanced.

UEFI BIOS Update …

Bevor wir nun mit den UEFI Übertaktungsversuchen loslegen, aktualisieren wir zunächst das UEFI BIOS auf die aktuellste Version. Da ASRock regelmäßig neue Funktionen, bessere Speicherunterstützung und neue Prozessoren integriert, ist das BIOS Update in den meisten Fällen zu empfehlen. Zum Flashen des UEFI Updates bietet ASRock einige Möglichkeiten, z.B. das sehr einfache Instant Flash oder sogar das ASRock Internet Flash mit einer direkten Anbindung ins Internet. Über die sogenannte ASRock Instant Flash Option im Tool Screen oder über die F6 Taste beim PC Start gelangt man in das ASRock Instant Flash Utility. Man kann einfach ein zuvor runter geladenes ASRock BIOS ohne Boot CD oder ähnliches aufspielen, indem man das ASRock Instant Flash Utility startet. Dann das BIOS Flash ROM von dem gewünschten Laufwerk wie z.B. von einem USB Stick auswählen, das man übrigens nach dem runterladen entpacken muss.

Zum Testzeitpunkt war die UEFI BIOS Version P4.00 als aktuellster Download verfügbar, die wir natürlich gleich über die vorinstallierte P1.00 Version installiert haben.

Nach einem Reboot steht die neue BIOS Version dann zur Verfügung. Hier sieht man die neue P4.00 Advanced BIOS Eingangsseite mit der Intel Core i9-9900K CPU.

Die My Favorite Funktion ist sehr hilfreich, da man sich hier oft benötigte Menüpunkte ablegen kann, um sie bequem auf einer Seite zu sehen und schneller aufrufen zu können. Man beginnt mit einer leeren Seite – übrigens wird sie leider auch nach einem BIOS Update geleert.

Die My Favorite Seite wird nun mit eigenen Menüpunkten gefüllt, indem man einfach auf den jeweiligen Menüpunkt geht, dann F5 drückt und schon sind die gewünschten Funktionen in der My Favorite Übersichtsseite enthalten. Hier sieht man eine Auswahl möglicher Favoriten.

Wer technische UEFI Unterstützung benötigt, kann über das UEFI Setup sogar die Fehler auswählen und mittels Netzwerk Verbindung sogar den ASRock Tech Service kontaktieren.

Auf der Tool Seite befindet sich bei diesem ASRock B365 Pro4 Mainboard übrigens wieder der ASRock Polychrome RGB LED Eintrag, der nahezu identisch mit der ASRock Polychrome RGB Software ist, die wir auf der vorigen Seite bereits erwähnt haben.

Das Polychrome RGB LED Menü verfügt über zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten. So kann man die Farbe in einem RGB Farbselektor auswählen.

Man kann auswählen, ob man die RGB Header getrennt oder alle zusammen ansteuern möchte.

Und man kann im Polychrome RGB LED Menü einstellen, ob die LEDs durchgehend leuchten sollen, „Atmen“ sollen, zufällig oder sogar zur Musik angesteuert werden sollen. Der Anwender erhält also zahlreiche Möglichkeiten, wie und wie schnell die LED Stripes leuchten sollen. Und wenn man die Beleuchtung nicht benötigt, kann man sie natürlich auch vollständig deaktivieren.

ASRock bietet zwar bei dem B365 Mainboard keine Easy Driver Installer Option, macht aber dem Anwender die RAID Treiber Installation sehr einfach, indem sie mit dem Easy RAID Installer die einfache Möglichkeit bieten, die aktuellen RAID Treiber herunterzuladen.

Das praktische SSD Secure Erase BIOS Tool, das wir erstmals bei dem ASRock Z390 Phantom Gaming 9 Mainboard gesehen haben, wurde ebenfalls integriert.

Einfach die gewünschte SSD auswählen und schon wird sie – beispielsweise zum sicheren Löschen vor dem SSD Verkauf oder bei schwerwiegenden Problemen mit der Partitionierung – schnell und sicher gelöscht. Tolle Sache, aber natürlich unbedingt mit Vorsicht anwenden!

ASRock B365 Pro4 Übertakten …

Kommen wir nun zum Intel LGA 1151 Übertakten mit dem B365 Chipsatz auf dem ASRock B365 Pro4 Mainboard. ASRock unterteilt das OC-Tweaker Menü bei dem ASRock B365 Pro4 in CPU Configuration, DRAM Configuration und Voltage Configuration.

Doch der Blick in das OC-Tweaker Menü zeigt sehr schnell Ernüchterung. Da hat man eine „K“ CPU, aber es gibt keinerlei Einstellungsmöglichkeiten für den Multiplikator oder den BCLK und das ist von Intel bei dem B365 im Gegensatz zu dem Z390 so gewollt. Man kann bei einem Intel B365 Mainboard also keinen Multi erhöhen und derzeit sogar noch nicht mal den BCLK etwas anheben, um die CPU zu übertakten. Lediglich eine Boot Performance Mode Einstellung für die Geschwindigkeit bei dem Bootvorgang ist vorhanden.

Lediglich die GPU Frequenz kann erhöht werden, falls man die interne GPU verwendet.

Für Übertakter ist ein Intel B365 Mainboard also der blanke Horror, denn selbst eine Intel Core i7-9900K CPU kann nur mit dem Standard bzw. Turbo Takt betrieben werden. Falls wir Möglichkeiten zur B36 Übertaktung entdecken, werden wir sie wie gewohnt im Intel OC Forum oder direkt mit einer Anleitung im OC Workshop veröffentlichen. Hier sieht man einen CPU-Z Screenshot der Intel Core i7-9900K CPU.

ASRock B365 Pro4 Speichereinstellungen …

Im DRAM Configuration Menu findet man alle wichtigen Speicher Einstellungen.

Dank Load XMP Setting Unterstützung werden XMP Speichermodule bereits mit einem Mausklick im UEFI BIOS richtig eingestellt.

Alternativ kann man die Werte selbst auswählen. Bei der DDR4 Speichertaktung kann man beispielsweise Werte von DDR4-800 …

… bis maximal DDR4-2666 auswählen, da kein BCLK erhöht wird.

Alle DDR4 Timings kann man optional manuell anpassen.

Das ASRock B365 Pro4 bietet zudem noch ein DRAM Tweaker Menü mit allen SPD und XMP Speicherwerten zur direkten Auswahl.

ASRock B365 Pro4 Spannungseinstellungen …

Kommen wir nun zu den unterschiedlichen Spannungswerten, die im BIOS eingestellt werden können. Das B365 Mainboard stellt unter Voltage Configuration ein paar Spannungseinstellungen zur Verfügung. Bei der CPU Core/Cache Voltage kann man den Wert Offset oder Fixed Mode einstellen. Mit Fixed Mode kann bei der Intel Core i9-9900K Test CPU die VCore fest auf bis zu 1,520V oder alternativ der Offset eingestellt werden. Des Weiteren verfügt das B365 Mainboard z.B. noch über die GT Voltage, GT LLC, 1.0V PCH Voltage, VCCST Voltage und CPU Load Line Calibration, wie wir bereits auf der zweiten Testseite in den technischen Details gezeigt haben. Die DDR4 Spannung kann ebenfalls im Voltage Menü eingestellt werden.

ASRock B365 Pro4 noch einfacher Übertakten …

Wer lieber im Windows übertakten möchte, kann oben aufgeführten Spannungseinstellungen und die GPU Frequenz auch mit dem ASRock A-Tuning Tool vornehmen. Die CPU kann aber auch hier nicht übertaktet werden.

Hier sieht man die Einstellungsmöglichkeiten des ASRock A-Tuning Tools.

Wenn die gewünschten Einstellungen gefunden wurden, kann man im UEFI unter OC Tweaker bis zu fünf unterschiedliche BIOS Einstellungen mit Namen abspeichern.

Man könnte beispielsweise Undervolting Werte, ausgeglichene BIOS Einstellung, Office oder Gaming Einstellungen als Undervolting, Balance und Gaming Userprofil ablegen, um diese Werte jederzeit schnell wieder laden zu können.

Interessant ist auch Save User UEFI Setup Profile to Disk. Einfach anklicken und die eigenen UEFI Settings auf der Festplatte oder auf einem USB Stick abspeichern.

BIOS Undervolting …

Die Untertaktung bzw. Underclocking wurde in diesem Test ebenfalls wieder geprüft. Die Intel Core i9-9900K CPU konnte nicht untertaktet werden. Man kann aber die Spannung senken und so den Stromverbrauch weiter reduzieren. Untertakten mit niedriger CPU Spannung liegt natürlich genauso wie Übertakten außerhalb der Spezifikation, so dass hierbei immer ein wenig Glück erforderlich ist. ASRock legt aber zumindest den Grundstein für ein möglichst einfaches Undervolting. Es gibt noch viele weitere UEFI Einstellungen, denn zur Auswahl stehen noch die CPU Configuration, Chipset Configuration, Storage Configuration, Intel Thunderbolt, Super IO Configuration, ACPI Configuration, USB Configuration und Trusted Computing.

Wer bei dem PC Betrieb mit einer Intel LGA1151 v2 PC Strom sparen möchte oder die Intel Virtualisierung (Intel Virtualization Technology) zur Unterstützung mehrerer, gleichzeitiger Betriebssysteme verwendet, sollte zudem unbedingt das CPU Configuration Menü unter Advanced durchsehen.

Aber auch die Einstellungen in Advanced Chipset Configuration mit den einzelnen Anbindungen der PCIe Slots, etc. und der Auswahl der ersten Grafikkarte sind sehr interessant.

Im UEFI ist sogar wieder die manuelle Deaktivierung jedes einzelnen USB Ports möglich.

Lüftersteuerung …

Das UEFI Setup des passiv gekühlten B365 Pro4 Mainboards verfügt zudem über eine umfangreiche, Temperatur geregelte Lüftersteuerung. Die integrierte Lüftersteuerung findet man im H/W Monitor direkt unter der Anzeige der Temperatur- und Spannungswerte.

Hier gibt es die Auswahl der CPU Fans, der Chassis Fans bzw. W_Pump Switch.

Bei dem Fan Controller hat man die Wahl zwischen Customize, Silent, Standard, Performance und Full Speed.

Im Customize Mode stehen mehrere Temperaturschritte zur Verfügung, denen man dann die gewünschte Lüfterdrehzahl zuweisen kann. Die Lüftereinstellungen werden übrigens sofort geändert und sind somit unmittelbar hörbar.

Zudem hat ASRock wieder die grafische Oberfläche für die Steuerung der Lüfter im UEFI Setup integriert. Den FAN-Tastic Tuning Menüpunkt findet man ebenfalls im H/W Monitor und kann damit sehr übersichtlich alle Einstellungen vornehmen. Einfach auf der linken Seite den jeweiligen Fan Anschluss auswählen und danach auf der rechten Seite den Modus wählen: Silent, Standard, Performance oder Full Speed.

Im Customize Mode kann man die einzelnen Werte sogar direkt im Diagramm auswählen und abspeichern.

Bei den Chassis Fans kann man sogar auswählen, welcher Temperatursensor für die Temperaturmessung verwendet werden soll – der CPU Sensor oder der Mainboard Sensor. Danach einfach Apply anklicken, um die Werte zu speichern.

Und selbst an die Ansteuerung der 3-Pin Chassis Fans wurde mit der DC/PWM Mode Umschaltung gedacht.

Und selbst die Ansteuerung der 3-Pin Chassis Fans wird mit der DC/PWM Mode Umschaltung unter Control Mode ermöglicht.

Wer die Werte lieber im Windows einstellen möchte, kann dafür sogar das ASRock A-Tuning Tool verwenden.

Da die Lüfter mit dieser Lüftersteuerung sogar in Abhängigkeit der CPU oder Mainboard Temperatur gesteuert werden, kann man getrost auf zusätzliche Fan Controller verzichten.

Wenn alles im UEFI eingestellt ist, wird einfach wie gehabt mit der F10 Taste abgespeichert und mit Z bzw. bei einer englischen Tastatur mit Y bestätigt.

ASRock B365 Pro4 Energieverbrauch Werte …