Ugreen DH2300 NAS Test

Aufbau, Design und sonstige Features …

Die folgende 360° Rundumansicht zeigt das Ugreen DH2300 Gehäuse mit allen Details.

  

Nachdem wir das NAS von seiner Plastikhülle befreit haben, kann der obere Deckel abgenommen werden, der die beiden senkrecht angeordneten Laufwerksschächte und die dazugehörigen Einsätze für die Festplatten freigibt. Die Einsätze sind mit „1“ und „2“ beschriftet, aber nicht codiert. Die Unterscheidung erfolgt also nur optisch, das System selbst kann die Einsätze nicht unterscheiden.

Der Rest des Gehäuses, der auf 4 kleinen Füßen steht, um die Luftzirkulation der Lüfterauslässe an der Unterseite zu gewährleisten, ist mit einem Ein-/Ausschaltknopf, 3 LEDs und einem USB-C Anschluss an der Vorderseite versehen.

Auf der Rückseite finden sich dann zwei USB-A Anschlüsse, ein 1Gbit Netzwerk- und ein HDMI-Anschluss sowie die 12V Buchse für das externe Netzteil. Eine kleine Öffnung ermöglicht den Zugang zu einem Reset Taster.

Bei der Hardware zeigt sich, wo Ugreen den Rotstift angesetzt hat, um das System möglichst preiswert zu gestalten. Als Prozessor kommt ein Rockchip RK3576 mit 8 Kernen zum Einsatz (4x Cortex-A72 bis zu 2,2 GHz und 4x Cortex-A53 bis zu 1,8 GHz). Keine superschnelle CPU, aber ausreichend für ein NAS. Zudem verfügt der Prozessor über eine VPU, die speziell für das Codieren und Decodieren von Videocodecs gedacht ist und mit deren Hilfe das NAS als Mediaserver genutzt werden kann. Wie gut das funktioniert, schauen wir uns später noch genauer an.

Der RAM ist mit 4GB DDR4 allerdings ein wenig dürftig und auch fest verlötet und damit nicht erweiterbar. Hier zeigt sich das Einsteigerlevel des Gerätes. Rechen- oder Speicherintensive Software dürften mit dem DH2300 schwierig werden.

Auf die Netzwerkanbindung ist mit 1Gbit auf die übliche Infrastruktur in einem Haushalt ausgelegt. Praktisch wäre hier ggf. noch eine WLAN-Anbindung gewesen, um unnötige Kabel zu vermeiden. Vor allem da man das NAS per HDMI direkt an einen Fernseher anschließen und Medien direkt auf dem Bildschirm ausgeben kann. Nicht jeder hat dort auch den notwendigen Netzwerkanschluss zur Verfügung. Der USB-C Anschluss an der Vorderseite des Gerätes liefert Geschwindigkeiten bis 5 Gpbs, ebenso wie die beiden USB-A 3.0 Anschlüsse auf der Rückseite.

Das Netzteil ist extern und liefert 12V mit maximal 4,2 Ampere (50W). Der obere, abnehmbare Deckel ist in einem silbrigen Grau gehalten und ist ebenso wie das dunklere Gehäuse aus Kunststoff. An den Seiten und der Unterseite befinden sich Lüftungsschlitze, die für den nötigen Luftaustausch im Gehäuse sorgen.

Der Deckel wird durch kleine Magneten am Gehäuse gehalten, die aber nicht sehr stark sind. Aufgrund der Größe ist man schnell geneigt, das komplette NAS am Deckel anheben zu wollen.

Das ist aber keine gute Idee, denn hier kann es schnell passieren, dass der untere Teil des Gerätes herunterfällt, weil die Magneten nicht stark genug sind. Sind die Festplatten erst einmal verbaut, ist diese Gefahr aber geringer, da mit den Platten das Gewicht deutlich zunimmt und man so einfach nur den Deckel abhebt.

Der Einbau der Festplatten ist einfach und schnell erledigt. Die Rahmen lassen sich einfach aus dem Gehäuse ziehen und die Festplatten werden mit den beiliegenden Schrauben und dem Schraubendreher in den Rahmen befestigt. Danach lassen sich Rahmen wieder einfach in das Gehäuse schieben. Auf dem Rahmen selbst und auf dem Gehäuse sind die Nummern 1 und 2 für die jeweilige Festplatte vermerkt.

Das OS selbst ist auf einem 32GB großen internen Speicher untergebracht, von dem das System auch bootet.

Ugreen DH2300 Praxistest …