Ugreen DH2300 NAS Test

Praxistest …

Schnell zur richtigen Einstellung …

Ugreen NAS Ersteinrichtung
Ugreen NAS RAID Auswahl
Ugreen NAS Nutzerverwaltung und Ordnerfreigaben
Ugreen NAS Apps im App Center

Sind die Festplatten installiert und das Netzteil angeschlossen, kann das System über den Knopf an der Vorderseite eingeschaltet werden.

Ersteinrichtung …

Nach dem Einschalten bootet das System und macht sich mit einem kleinen Piepser bemerkbar, den man später aber in den Systemeinstellungen deaktivieren kann.

Im Netzwerk holt sich das NAS seine IP Adresse zunächst per DHCP. Hat es eine Internetverbindung, so übermittelt es seine lokalen Daten an den Ugreen WebFind Service. Damit ist das NAS im eigenen Netzwerk einfach über die Webseite find.ugnas.com zu finden. Wer das nicht möchte, kann auch das in den Systemeinstellungen deaktivieren.

Ruft man die Seite find.ugnas.com auf, so wird das NAS mit seinen aktuellen Daten wie Seriennummer, MAC und IP Adresse angezeigt und man kann sich mit dem Gerät verbinden.

Anschließend wird man durch den initialen Einrichtungsprozess geleitet. Hier setzt man einen Namen für das Gerät fest.

Dann legt ein erstes Admin-Konto an …

… und kann auch den Remote-Zugriff konfigurieren. Dieser erlaubt es mithilfe der mobilen App für iOS oder Android auf das Gerät zuzugreifen, auch wenn man nicht zu Hause ist.

Die Einrichtung dauert einen Moment, danach kann man sich mit dem in der Ersteinrichtung festgelegten Admin Konto an der Weboberfläche des NAS anmelden.

Die Bedienoberfläche ist einfach und übersichtlich aufgebaut. Wichtige Funktionen sind als Icons auf der Seite direkt hinterlegt. Außerdem wird beim ersten Einloggen eine automatische Tour durch die wichtigsten Bedienelemente gestartet

Anschließend wird der Nutzer automatisch zur Einrichtung des Speichers geleitet, um die beiden Festplatten zu konfigurieren. Das ist recht gut und anwenderfreundlich gelöst.

Ugreen NAS RAID Auswahl …

Da es nur maximal zwei Festplatten gibt, sind die Konfigurationen auf JBOD, RAID 0 und RAID 1 beschränkt. Hier empfiehlt sich auf jeden Fall die Option RAID 1 zu nutzen, um Datenverluste bei einem Defekt an einer der beiden Festplatten zu vermeiden. Allerdings entspricht dann die nutzbare Speicherkapazität nur der einer einzelnen Festplatte. In unserem Fall sind das dann 3.6TB, die effektiv von den zwei mal 4TB übrig bleiben.

Das Anlegen eines Speicherpools und Volumes ist schnell erledigt.

Und der Nutzer wird anschließend in die Einstellungen des Dateidienste geleitet, wo man Ordner Freigeben oder auch Backupziele wie die Apple Time Machine einrichten kann.

Nutzerverwaltung und Ordnerfreigaben …

Über die Systemsteuerung erreichen wir die Benutzerverwaltung. Hier können Nutzer und Gruppen angelegt und der Zugriff auf bereits vorhandene Ordner festgelegt werden.

Die Einstellungen entsprechen dabei den üblichen, minimalen Anforderungen für ein NAS. Hier hat Ugreen das Rad nicht neu erfunden. Nutzer sind entweder Admin oder „normale“ Nutzer und können verschiedenen Gruppen mit unterschiedlichen Berechtigungen auf freigegebenen Ordnern angehören.

Wer den Zugriff auf der NAS per Terminal, also SSH oder Telnet aktiviert hat, kann sich darüber nur anmelden, wenn der Nutzer ein Admin-Nutzer ist. Normale Benutzer haben keinen Terminal Zugriff.

Für die Dateifreigaben stehen SMB (Windows Dateifreigabe), FTP, NFS, RSync und WebDAV zur Verfügung. Das Apple Protokoll AFP wird zur Zeit nicht unterstützt. Allerdings kommen Macs auch gut mit SMB klar. Allerdings kann über die erweiterten Einstellungen das Bonjour Protokoll aktiviert und ein spezieller Time Machine Ordner angelegt werden. Das ermöglicht es einem Mac im Netzwerk das NAS direkt als TimeMachine Backupspeicher zu nutzen.

Ugreen unterscheidet Benutzerorder und freigegebene Ordner. Die App „Dateien“ auf dem NAS ermöglicht den Zugriff auf diese Ordner direkt im Browser. Hier wird nur das angezeigt, auf was der angemeldete Nutzer auch Zugriff hat.
Einen direkten Zugriff auf das tatsächliche Filesystem erlaubt die App allerdings nicht.
Allerdings ist das auch in den meisten Fällen nicht notwendig.

In den grundlegenden Funktionen für die Nutzer und Dateiverwaltung unterscheidet sich das Ugreen NAS System nicht von anderen Systemen auf dem Markt.

Zusätzliche Apps im App Center …

Über die App Center Anwendung können weitere Komponenten auf dem NAS installiert werden. Das funktioniert wie bei anderen Systemen wie Synology oder QNAP. Im Moment ist die Auswahl noch recht klein, da es noch keine Software von Drittanbietern gibt.

Ugreen Video App …

Im Bereich Medien gibt es Apps für Musik, Fotos und Filme. Letztere ermöglicht auch das Abspielen von Videos auf dem HDMI Ausgang des DH2300. Allerdings kann das im Moment nur von der iOS bzw. Android App aus gestartet werden. Filme die man über die Weboberfläche startet, werden in einem Player im Browser abgespielt. Die VideoApp versucht anhand des Dateinamens automatisch die passenden Mediadaten aus dem Netz zu laden. Wer das DH2300 als Medienserver am Fernseher nutzen will, muss zum einen für eine Netzwerkanbindung vor Ort sorgen und zum anderen das Abspielen von Filmen mit einem Mobilgerät (Handy, Tablet) aus starten.

Wer einen Mac mit Apple Silicon Prozessor besitzt, der kann die iOS Ugreen App auch auf diesem installieren (nicht zu verwechseln mit der nativen PC/Mac Ugreen App) und damit dann auch von seinem Mac die Wiedergabe auf dem HDMI Ausgang starten.

Auch für das produktive Arbeiten stehen einige Apps wie ein Online-Office oder ein Text-Editor zur Verfügung. Sinnvoll sind aber vor allem Anbindungen z. B. an externe Cloud-Speicher für Backups und Synchronisation von Daten oder die Unterstützung von Snapshots und Dateiversionen für freigegebene Ordner und Dateien.

Was mit dem Ugreen DH2300 nicht geht …

Anders als bei den größeren Ugreen Geräten unterstützt das DH2300 weder Docker noch das Betreiben von virtuellen Maschinen auf dem NAS. Hier reichen die Rechenleistung und vor allem der geringe Speicher von 4GB einfach nicht aus. Das NAS ist für den einfachen Einsatz als Daten- oder Backupspeicher in einem Haushalt konzipiert. Darüber hinaus ist die Funktionalität, wie man sie von anderen Geräten kennt, aber deutlich eingeschränkt.

Ugreen DH2300 NAS Stromverbrauch und Geschwindigkeit …