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Die Abit KT7 Serie bis hin zum KT7a Raid
kann durch Einlöten eines Widerstandes sehr leicht
zum Überflieger aufgerüstet werden, da man mit höheren
CPU-Spannungen auch wesentlich weiter übertakten kann.
Natürlich sollte man beim löten an Mainboards absolute Vorsicht
walten lassen, um das Board nicht zu "töten".
Und man verliert natürlich auch den Garantieanspruch, wenn man
sein Mainboard modifiziert !
Deshalb empfehle ich eine gute Erdung, indem man z.B. seine Armbanduhr
(Metallarmband !) mit einem
Kabel zu einer blanken Stelle an der Heizung oder zum Erdungspol (nicht
in die beiden Löcher *grins*) der Steckdose
verbindet.
Auch der Lötkolben sollte am besten an einer Lötstation mit
galvanischer Netztrennung und separater Erdung
angeschlossen sein !
Jeder sollte aber letztendlich selber entscheiden, wie sorgfältig
und sicher er arbeitet.
Bevor man mit dem löten anfängt, sollte
man den PC aber nochmal starten
und im Bios die momentane Vcore um mindestens 0,2 Volt senken !!!
So, nun aber zur eigentlichen Modifikation der Vcore.
Der HIP 6301, der auf den KT7 Boards als
Spannungsregler (Multi-Phase Buck PWM Controller) dient,
hat glückerweise einen Pin (FB/pin 7) als Spannungskorrektur, um
den Mainboardherstellern ein optimales anpassen
der Vcore zu ermöglichen.
Diesen FB Pin kann aber auch zweckentfremden, um dem IC eine Fehlerhafte
Spannung vorzugaukeln und somit
einen Ausgleich der Vcore zu veranlassen.
In meinen Testversuchen hat sich dafür ein ganz normaler 1/4
Watt Widerstand mit 22 KOhm
(rot, rot, orange) am besten geeignet.
Da dieser Widerstand keine große Last aushalten muß, wäre
sogar ein direktes einlöten von einem
SMD Widerstand möglich, wobei 22K der Bezeichnung 223 auf dem Bauteil
entspricht.
Die Position der zu lötenden Stellen kann man recht gut auf diesem
Bild erkennen:

In der Vergrößerung rechts oben habe ich die beiden einfachsten
Stellen mit einem Pfeil markiert.
Damit man den Widerstandswert später nochmal ändern kann, habe
ich den Widerstand nicht direkt angelötet,
sondern ein 2-adriges Kabel auf beiden Seiten ab-isoliert, verzinnt und
dann angelötet.
Wobei man natürlich vorher auch den Widerstand an's Kabel löten
sollte :-)
Nach dem löten unbedingt nochmal die richtige Position überprüfen
und keinenfalls Lötzinn auf andere Stellen vom
Mainboard kleckern !!!
Wenn alles fertig gelötet ist, sollte es in etwa so aussehen:

Nun den Widerstand mit Isolierband oder noch besser einem kleinen Stück
Schrumpfschlauch isolieren,
damit er nicht gegen andere Bauteile kommen kann.
Nachdem das nun geschafft ist, steht einer erhöhten Vcore nichts
mehr entgegen,
denn ab sofort sollte die Vcore um ca. 0,2 Volt
höher liegen, als die ausgewählte Vcore eingentlich war.
Das heißt wenn im Bios eine Vcore von 1,5 Volt eingestellt wird,
steht nach dem speichern (Save & Exit)
im PC-Health Menü eine Vcore von 1,7 Volt ! Bei 1,75 Volt werden
es dann 1,95 Volt Vcore
und bei der höchsten Einstellung von 1,85 Volt gab's bei meinem Testversuch
schlappe 2,07 Volt CPU-Spannung !!!
Wobei die Vcore je nach Netzteil und Qualität der Leistungstransistoren,
etc. etwas variieren kann.
Hier die Anzeige aus dem PC-Health Menü:

Wem das immernoch nicht reichen sollte, der kann natürlich auch
kleinere Widerstandwerte verwenden,
aber dadurch würde das Risiko den Prozessor zu zerstören noch
höher werden und die Temperatur würde auch
um ein Vielfaches steigen.
Aus gegebenen Anlass möchte ich auch nochmal drauf aufmerksam machen,
daß man zwar auch ohne weiteres
einen Drehpoti (Drehwiderstand) verwenden kann, um die Vcore stufenlos
erhöhen zu können,
allerdings sollte unbedingt ein Widerstand zu dem Drehpoti in Reihe geschaltet
werden, um niemals unter einen
minimalen Widerstandswert zu gelangen !!!
Bei diesen Mainboards würde ich einen "Schutz"-Widerstand
von 18 - 20 K Ohm empfehlen.
Nach jeder Vcore
Erhöhung sollte man unbedingt auf den CPU Temperatur Anstieg achten
und ggf. einen besseren
CPU-Lüfter erwerben !
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