|
Das AOpen AK73 Pro (A) Mainboard kann durch
Einlöten eines Widerstandes
sehr leicht zum Überflieger aufgerüstet werden, da man mit höheren
CPU-Spannungen auch wesentlich weiter übertakten kann.
Natürlich sollte man beim löten an Mainboards absolute Vorsicht
walten lassen, um das Board nicht zu "töten".
Und man verliert natürlich auch den Garantieanspruch, wenn man
sein Mainboard modifiziert !
Deshalb empfehle ich eine gute Erdung, indem man z.B. seine Armbanduhr
(Metallarmband !) mit einem
Kabel zu einer blanken Stelle an der Heizung oder zum Erdungspol (nicht
in die beiden Löcher *grins*)
der Steckdose verbindet.
Auch der Lötkolben sollte am besten an einer Lötstation mit
galvanischer Netztrennung und separater Erdung
angeschlossen sein !
Jeder sollte aber letztendlich selber entscheiden, wie sorgfältig
und sicher er arbeitet.
Bevor man mit dem löten anfängt, sollte
man den PC aber nochmal starten
und im Bios die momentane Vcore um mindestens 0,3 Volt senken !!!
So, nun aber zur eigentlichen Modifikation der Vcore.
Der Semtech SC 2422, der auf dem Board als
Spannungsregler (Biphase Current Mode Controller) dient,
hat glückerweise einen Pin (FB/pin 7) zur Spannungskorrektur, um
den Mainboardherstellern ein optimales anpassen
der Vcore zu ermöglichen.
Diesen FB Pin kann aber auch zweckentfremden, um dem IC eine Fehlerhafte
Spannung vorzugaukeln und somit
einen Ausgleich der Vcore zu veranlassen.
In meinen Testversuchen hat sich dafür ein ganz normaler 1/4
Watt Widerstand mit 33 K Ohm
orange, orange, orange) am besten geeignet (je kleiner der Wert, desto
höher die Spannung ! - siehe unten).
Da dieser Widerstand keine große Last aushalten muß, wäre
sogar ein direktes einlöten von einem
SMD Widerstand möglich, wobei 33 K der Bezeichnung 333 auf dem Bauteil
entspricht.
Die Position der zu lötenden Stellen kann man recht gut auf diesem
Bild erkennen:

In der Vergrößerung habe ich die beiden einfachsten Stellen
mit zwei roten Punkten markiert.
Damit man den Widerstandswert später nochmal ändern kann, habe
ich den Widerstand nicht direkt angelötet,
sondern ein 2-adriges Kabel auf beiden Seiten ab-isoliert, verzinnt und
dann angelötet.
Wobei man natürlich vorher auch den Widerstand an's Kabel löten
sollte :-)
Auf diesem Bild kann man das fertig angelötete Kabel deutlich erkennen:

Nach dem löten unbedingt nochmal die richtige Position überprüfen
und keinenfalls Lötzinn auf andere Stellen vom
Mainboard kleckern !!!
Man darf auch keinenfalls an dem angelöteten
Kabel ziehen, da man sonst die Leiterbahn abziehen würde !!!
Nun den Widerstand mit Isolierband oder noch besser einem kleinen Stück
Schrumpfschlauch isolieren,
damit er nicht gegen andere Bauteile kommen kann.
Nachdem das nun geschafft ist, steht einer erhöhten Vcore nichts
mehr entgegen,
denn ab sofort sollte die Vcore um ca. 0,3 Volt
höher liegen, als die ausgewählte Vcore eigentlich war.
Das heißt wenn im Bios eine Vcore von 1,5 Volt eingestellt wird,
erhält die CPU eine Spannung von 1,8 Volt,
bei 1,75 Volt gibt es 2,05 Volt und bei 1,85 Volt erhält man schlappe
2,15 Volt CPU-Spannung !!!
Wobei die Vcore je nach Netzteil und Qualität der Leistungstransistoren,
etc. etwas variieren kann.
Wem das immernoch nicht reichen sollte, der kann natürlich auch
kleinere Widerstandwerte verwenden,
aber dadurch würde das Risiko den Prozessor zu zerstören noch
höher werden und die Temperatur würde auch
um ein Vielfaches steigen.
Zum Testen bin ich absolut problemlos auf +0,7 Volt gegangen.
Für alle nimmersatten Overclocker habe ich ein kleines Script zur
Berechnung des Widerstandwertes erstellt:
Aus gegebenen Anlass möchte ich auch nochmal drauf aufmerksam
machen, daß man zwar auch ohne weiteres
einen Drehpoti (Drehwiderstand) verwenden kann, um die Vcore stufenlos
erhöhen zu können,
allerdings sollte unbedingt ein Widerstand zu dem Drehpoti in Reihe geschaltet
werden, um niemals unter einen
minimalen Widerstandswert zu gelangen !!!
Bei diesen Mainboards würde ich einen "Schutz"-Widerstand
von 10 K Ohm empfehlen.
Nach jeder Vcore Erhöhung sollte man unbedingt
auf den CPU Temperatur Anstieg achten und ggf. einen besseren
CPU-Lüfter erwerben !
Alle Bilder und Artikel unterliegen dem Copyright 2001 von www.ocinside.de
!
|