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Das Rätsel um die neuen AMD Barton & T-Bred CPUs mit fester Multisperre
...
Wie sicherlich den meisten schon bekannt sein wird, hatte sich AMD zum
Ende des vergangenen Jahres
etwas einfallen lassen, um den Multiplikator der neuen Prozessoren zu
sperren und es scheint als sei es ihnen
in der Tat gelungen, den Übertaktern das Leben etwas schwerer zu
machen.
Allerdings ist dieser Schritt sicherlich nicht nur für die Overclocking
Gemeinde ein schwerer Schlag,
sondern gewiss auch für die Mainboard Hersteller, die sich den höheren
Ansprüchen der Übertakter angenommen
hatten und viele wichtige Erweiterungen zum besseren übertakten entwickelten.
Denn warum sollte man nun die zum größten Teil höherpreisigen
AMD Mainboards mit tollen Übertaktungsfeatures
wie dem änderbarem Multiplikator erwerben, wenn diese Option schlicht
und ergreifend nicht mehr funktioniert ?
Welche Prozessoren sind von der neuen Multi-Sperre betroffen ?
Betroffen sind nahezu alle AMD SocketA Prozessoren ab der Herstellungswoche
43 vom Jahr 2003,
denn ab diesem Zeitpunkt wurden auch die neuen Layouts (mit den auf der
CPU erkennbaren Leiterbahnen)
bei AMD eingeführt.
Hier ein Bild des neuen CPU Layouts:

Wie man auf dem folgenden Bild sehr schön erkennen kann, ist das
Herstellungs-Datum auch bei dieser
AMD 2500+ CPU nach der Kalenderwoche 43 und der Multiplikator ist somit
wie zu erwarten gesperrt.
03 steht für 2003 und 46 ist die Kalenderwoche in der die CPU gefertigt
wurde.

Nun bleibt aber immernoch die Frage offen, wie AMD diese Sperre eingebaut
hat, da sie ja bislang
die Brücken benötigt haben, um der CPU erst nach den erfolgten
Tests den richtigen Multiplikator
zu verpassen, da die maximal mögliche Geschwindigkeit eigentlich
erst nach der Fertigung des Prozessors
rausgefunden werden kann.
Desweiteren hatte AMD über eine Änderung des Multplikators nach
der Fertigung noch einen weiteren Vorteil,
denn sie konnten ihre Prozessoren bereits in Produktion geben, ohne die
genauen Abnahme-Mengen der verschiedenen
Geschwindigkeiten genau zu wissen und konnten somit bis kurz vor der Auslieferung
warten, eh daß die Prozessoren
ihre letztendliche Geschwindigkeit mit dem jeweiligen Aufdruck erhalten
haben.
Zumindest kursieren diese Vermutungen in aller Munde.
Wie schafft es AMD aber nun seinen Multiplikator der CPU zuzuweisen ?
Das Rätseln nimmt leider auch kein Ende, wenn man sich die Oberfläche
der CPU unter einem Vergrösserungsglas
anschaut, denn auf der sehr gut erkennbaren Struktur sieht man letztendlich
nur das, was man auch
von den ursprünglichen Athlon XP Prozessoren bis zur KW 43 kannte.
Hier ein Bildausschnitt der L3 Brücken:

Auf dem folgenden Bild habe ich einmal den Stromlauf einer L3 Brücken
Verbindung in blau eingezeichnet,
so daß man recht schnell erkennen kann, daß sich zu den Verbindungen
der ursprünglichen CPU nichts geändert hat.
Auch ein Nachmessen sämtlicher Brücken hat an dieser Tatsache
nichts geändert.

Kann der Multplikator trotzdem geändert werden ?
In der letzten Zeit gingen in vielen Foren
Gerüchte um, daß man zum ändern des Multiplikators bei
den neuen CPUs
einfach nur die L1 Brücken trennen ! braucht, diese Vermutung kann
man also auf jeden Fall ausschließen,
denn sie führt nicht zum gewünschten Erfolg.
Desweiteren gab es noch Überlegungen, daß jetzt anstatt der
L3 Brücke eine andere Brücke für die Multiplikator
Änderung verantwortlich sei, wo ich aber leider derzeit auch nur
widersprechen kann, da ich sämtliche Brücken
durchgemessen habe und keinen Zusammenhang mit der L1 Brücke feststellen
konnte, die für den
Multiplikator zuständig ist.
Zudem habe ich bei meiner AMD 2500+ Test-CPU keine Mühe gescheut
und alle L3 Brücken zu den jeweiligen
FID Pins durchgemessen und in der Tat sind auch diese Verbindungen immernoch
gegeben, so daß der
Multiplikator theoretisch immernoch vom Mainboard oder mittels Pin-Mod
Anleitung änderbar sein müßte.
Da er sich praktisch gesehen aber nicht ändert, wird es also dieses
mal wahrscheinlich nicht so sein,
daß AMD lediglich das Brücken-Layout geändert hat, sondern
vielmehr der Weg von der L1 Brücke zur DIE
(CPU-Kern) intern unterbrochen wurde, so daß er von dem Prozessor-Kern
nicht mehr abgefragt wird.
Wie dies umgesetzt wurde, wird wohl auch weiterhin nur eingeweihten
AMD Entwicklern gelüftet werden,
aber ich denke nichts desto trotz wird es immernoch viele Wege geben,
den neuen Prozessoren ein wenig einzuheizen.
Multiplikator per Software ändern ...
Die ersten Ansätze hierzu sind in der Overclocking Szene bereits
im Umlauf, wo beispielsweise ein kleiner
Umweg genutzt wird, indem man die Athlon XP CPU (T-Bred, Barton, etc.)
zuerst mittels L5 Brücke in eine
AMD Athlon Mobile CPU umfunktioniert, um sich so die zusätzlichen
Features von den Notebook Prozessoren
zunutze machen zu können und den Multiplikator dann sogar per Software
zu verändern.
Auf dem folgenden Bild kann man erkennen, welche L5 Brücken verbunden
werden müssen, um aus der
AMD T-Bred oder AMD Barton CPU eine Mobile CPU und/oder eine Multiprozessor-fähige
CPU zu erstellen.
Die Änderung zur Mobile CPU ist Grundvoraussetzung für den Multi-Wechsel
im Windows.

Da dies allerdings bislang hinsichtlich der unterschiedlichen Mainboard-Chipsätze
noch mit Problemen behaftet ist,
ist dieses Verfahren meines Erachtens nach derzeit noch nicht ganz spruchreif
und führt im Moment leider eher
zu Fehlern als zum Ziel.
Bis jetzt sieht es leider nur bei den meisten SiS, VIA KT400 und VIA KT600
Chipsätzen in Verbindung mit einem
Windows 2000 oder Win XP Betriebssystem relativ gut aus, da sie bereits
im Notebook Bereich Verwendung
gefunden haben, aber das kann sich sicherlich bald ändern ...
(bei allen anderen Chipsätzen ist es noch erforderlich ein Bit per
WPCredit zu ändern, aber dazu später mehr).
Denn wenn es in naher Zukunft ein Tool geben wird, womit der verwendete
Chipsatz erkannt wird und dann die Bits,
die noch mittels WPCredit für die notwendigen FID Befehle geändert
werden müssen automatisch angepasst werden,
sehe ich recht gute Chancen für eine angenehme Übertaktung.
Es bleibt also abzuwarten in wieweit wir mit dieser ansich recht einfachen
Methode zum Ziel kommen können,
bzw. ob diese Methode noch weiter ausgereift werden kann, damit sie mit
jedem Mainboard laufen wird.
Hier
gibt es das passende Tool zur softwareseitigen Multiänderung.
Ich tüftel im übrigen derzeit auch noch an einer abgewandelten
Malanleitung, womit es hoffentlich bald möglich
sein wird, den neuen AMD Prozessoren auf einem anderen Weg zu einem höheren
Multiplikator zu verhelfen,
aber dazu später mehr, falls alle Tests erfolgreich verlaufen.
Bis dahin wohl dem, der seinen FSB auf 200 MHz oder mehr erhöhen
kann, denn über den FSB bleibt die
Übertaktung natürlich weiterhin möglich und per Pin-Mod
Anleitung oder Mal-Anleitung
kann man auch weiterhin
noch die Vcore und den Default FSB, etc. ändern.
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