Installation…
In der praktischen Anwendung überzeugt das neue Stecksystem von Arctics BioniX P-Lüftern auf ganzer Linie. Die Installation gelingt im Handumdrehen, ohne lästiges Verbinden und verlegen von unzähligen Kabeln, wie es bei gewöhnlichen RGB-Lüftern der Fall ist. Besonders die RGB-Stecker mit ihren winzigen Kontakten treiben einen oft zur Verzweiflung, weil sie keine Arretierung aufweisen und sich bei kleinen Bewegungen bereits gerne lösen. Dieses Problem haben die neuen BioniX Lüfter nicht. Sämtliche Stecker sitzen bombenfest und rasten spürbar mit einem Klick ein. Außerdem hat Arctic besonders auf Anwenderfreundlichkeit geachtet, sodass man beim Anstecken auch nichts falsch machen kann. Lediglich beim Einstecken des Anschlusskabels in einen elektrisch nicht bestückten Schlitz, bleibt der Lüfter natürlich stumm. In unserem Testsystem haben wir vorne zwei BioniX P14 A-RGB, im Dach zwei BioniX P12 A-RGB und hinten einen BioniX P12 A-RGB über lediglich zwei Lüfterkabel und zwei RGB Kabel mit dem Mainboard verbunden. Vorne ist außer dem kleinen Stecker oben rechts von der Verkabelung nichts zu sehen. Bei Verwendung der Steckbrücken ist es auch nicht zwingend nötig zwei Lüfter mit allen 8 Schrauben zu befestigen. Vier Schrauben würden bereits für ausreichend Halt sorgen.

Im Inneren des Gehäuses ist von den Kabeln auch fast nichts zu sehen. Im vorderen Bereich befinden sich die Anschlusskabel für die vorderen beiden BioniX P14 Lüfter sowie für die oberen und den hinteren BioniX P12 Lüfter. Trotz fünf RGB-Lüftern ist kaum etwas von den Kabeln zu sehen!

Aber auch hinten, wo die beiden oberen Lüfter mit dem hinteren Lüfter mittels Adapterkabel verbunden sind, ist kein Kabelsalat auszumachen.

Bei Anschluss von mehreren Lüftern an einem einzigen Lüfteranschluss muss immer darauf geachtet werden, dass der Anschluss auch genügend Leistung für die Lüfter liefern kann. Bei modernen Mainboards muss man sich wenig Sorgen um eine Überlastung des Lüftercontrollers machen, aber bei älteren Boards sollte man aufpassen. Bei Anschluss von drei BioniX P14 Lüftern an einem Port, der nur maximal 1A liefern kann, ist zumindest mit einem trägeren Beschleunigungsverhalten der Lüfter zu rechnen, gegenüber einem Port der 2A oder 3A liefern kann. Für unseren folgenden Praxistest ziehen wir unser NZXT N7 B850 AM5 Motherboard heran, das an jedem Lüfteranschluss 3A bereitstellen kann. Für volle Leistung und Drehzahlregelung sollten die neuen BioniX P-Lüfter ausschließlich an PWM-Ports angeschlossen werden. Bei Verwendung an 3-poligen DC-Ports ist mit verminderter Leistung und eingeschränkter Drehzahlregelung zu rechnen. Außerdem sollte man im BIOS überprüfen, ob am verwendeten Lüfter-Anschluss auch die PWM-Regelung aktiv ist. Im Auto-Modus kommt es mitunter zu Falscherkennungen, was ebenfalls zu reduzierter Leistung und Regelbarkeit der Lüfter führt.

Praxistest …
Im Betrieb zeigen sich die Arctic BioniX P12 und P14 Lüfter von ihrer besten Seite. Von 0-5% stehen sie still und ab 6% PWM-Ansteuerung laufen sie seidenweich und zuverlässig an. Bis 600 U/min sind sie kaum hörbar und transportieren bereits ordentliche Luftmengen.
Dank Flüssigkeitslagerung, Gummielementen an den Befestigungspunkten und präzise gefertigten Rotoren erzeugen sie keine störenden Vibrationen oder Geräusche. Bei langsamer Steigerung der Drehzahl bis zur Höchstdrehzahl konnte auch keine Drehzahl mit plötzlich auftretenden Störgeräuschen ausgemacht werden.
Ab 1800 U/min nimmt die Lautstärke dann deutlich zu und Bereiche über 2000 U/min sollte man nur nutzen, wenn es wirklich nötig ist. Eine Begrenzung der maximalen Drehzahl kann durchaus sinnvoll sein.
Natürlich haben wir die neuen BioniX Lüfter auch an einem Radiator einer Arctic Liquid Freezer III Pro 360 CPU-Wasserkühlung getestet und dabei festgestellt, dass sie nahezu die gleichen Ergebnisse liefern, wie die P-Lüfter der Pro-Serie von Arctic. Die neuen BioniX Lüfter sind somit für alle Anwendungsfälle im PC-Bereich bestens geeignet.
Arctic BioniX P12/P14 A-RGB A-RGB Beleuchtung …