Arctic Fan Controller Test

Installation und Praxistest …

Installation …

Ein freier USB2.0 Header ist am Mainboard meistens frei und ein freier SATA-Stromstecker ist auch in Fertig-PCs meistens vorhanden. Das sind die einzigen Voraussetzungen, um den Arctic Fan Controller im PC installieren zu können. Das folgende Bild zeigt den Fan Controller auf der Rückseite eines Fractal Design North PC-Gehäuses.

Aber auch beim Betriebssystem zeigt sich der Controller multi-kompatibel. Sowohl Windows als auch Linux ab Kernel 7.2 unterstützen den Fan Controller ohne weitere Treiberinstallation. Nachdem der Controller am USB-Header angeschlossen und mit Strom versorgt wurde, ist er umgehend in der Geräteliste von Windows zu sehen.

Damit ist der Controller auch schon einsatzbereit und die Konfiguration der einzelnen Lüfter Ports kann beginnen. Hierzu empfiehlt sich die Verwendung von freier Software wie zum Beispiel SignalRGB oder Fancontrol. Beide Programme sind kostenlos verfügbar und bieten umfangreiche Möglichkeiten zur Steuerung von PC-Lüftern. Da auf unserem Test-PC Fancontrol bereits installiert ist, verwenden wir es auch für den Test des Arctic Fan Controllers. Fancontrol kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Damit der Controller vom Programm erkannt wird, muss die Verwendung externer Controller mit dem Setzen eines Häkchens in den Einstellungen aktiviert werden.

Danach sind auch schon alle zehn Lüfter Ports auf dem Dashboard von Fancontrol ersichtlich.

Um die Übersicht zu wahren, können ungenutzte Ports auf Wunsch ausgeblendet werden.

Das volle Potenzial von Fancontrol und dem Arctic Fan Controller schöpft man aus, indem man die einzelnen Komponenten spezifisch nach Bedarf kühlt. Dazu liest Fancontrol Temperatursensoren von vielen Komponenten des PCs aus und stellt diese Temperaturwerte als Quellen zur Erstellung von Lüfterkurven bereit.

So kann zum Beispiel beim Gaming gezielt die Grafikkarte mit mehr Frischluft versorgt werden und der GPU-Hotspot oder die VRAM-Temperatur als Bezugswert für die Lüfterregelung herangezogen werden.

Diese Art der Lüftersteuerung wäre über das BIOS des Motherboards nicht möglich, da dort meistens nur die CPU-Temperatur oder die Motherboard Temperatur zur Lüftersteuerung ausgewählt werden kann. Gerade wenn man auf beste Bildqualität beim Gaming aus ist, erzeugt die Grafikkarte jedoch ein Vielfaches an Wärme dessen, was die CPU abgibt. Deshalb macht die Steuerung der Gehäuselüfter in Abhängigkeit der Grafikkartentemperatur deutlich mehr Sinn, als die Lüfter anhand der CPU-Temperatur zu regeln.

Praxistest …

Im Praxisbetrieb überzeugt die einfache Handhabung und schnelle Konfiguration der Arctic Lüftersteuerung mittels Fancontrol auf ganzer Linie und das gilt nicht nur für Windows-PCs, sondern auch für Systeme mit Linux Betriebssystem.

Besonders das perfekte Zusammenspiel zwischen dem Fan Controller und Fancontrol macht das Lüftertuning in der Praxis zum Kinderspiel.

Langwierige Neustarts, um die Lüfterkurven im BIOS anzupassen, entfallen, da das Anpassen der Lüfterkurven live aus dem Betriebssystem heraus passiert. Für heiße Benchmark-Runs legt man sich kurzerhand ein Profil mit maximaler Kühlung an und für möglichst ungestörte Gaming-Sessions kann man zwischendurch schnell die Temperaturen prüfen und Lüfterkurven hinsichtlich minimaler Geräuschentwicklung optimieren, ohne den PC oder das Spiel neu starten zu müssen.

Mit 4,5A steht auch reichlich Power zur Verfügung um etwa 10-12 Hochleistungslüfter mit 3000 U/min mit Strom versorgen, was auch für die größten Full-Tower mehr als ausreichend ist und mit 10 unabhängig voneinander regelbaren Kanälen kann man die unterschiedlichsten Lastszenarien abdecken und selbst für Festplatten oder SSDs eigene Lüfterprofile zur Kühlung festlegen.

Dank der beschrifteten Ports am Controller und der übersichtlichen Software kommt man auch nicht durcheinander. Besonders Fertig-PCs mit wenigen oder leistungsschwachen Lüfteranschlüssen profitieren von der Installation des Arctic Fan Controllers am meisten, aber auch die Lüftung von High-End PCs kann mit dem Arctic Fan Controller bis an die Spitze optimiert und aufgewertet werden.

Arctic Fan Controller Fazit und Gesamteindruck …