ASRock 939A8X-M AMD Athlon 64 Sockel 939 Mainboard Test

Gesamteindruck

+++ Das ASRock 939A8X-M Mainboard liegt derzeit bei einem Preis von ca. 55 Euro (09/2005), wobei sich dieser Preis im Vergleich zu anderen Mainboards mit ähnlicher Ausstattung durchaus sehen lassen kann. Fangen wir auch gleich mal mit den Features an, die dieses 244×219 mm kleine MicroATX Board zu bieten hat. ASRock spendiert dem Mainboard 2x IDE Anschlüsse für bis zu 4x ATA 133 Festplatten, 2x SATA Anschlüsse (RAID 0/1), 4 x ATX-Panel USB 2.0 Buchsen, onBoard 10/100 LAN und ganze 6 Klinkenbuchsen für den 7.1 Surround Sound, der übrigens durch den recht bekannten RealTek ALC-850 Soundchip erzeugt wird. Alle wichtigen Treiber für Windows XP und ältere Betriebssysteme werden auf CDROM mitgeliefert und sind zudem aktuell bei ASRock
als Download verfügbar. Desweiteren kann das Sockel939 Board mit insgesamt 4 Speichermodulen bestückt und somit laut Hersteller bis maximal 4 GB Speicher aufgerüstet werden. Bei der Nutzung von 4 Speichermodulen im DUAL Channel Modus sollte man aber unbedingt vier identische Module verwenden.

Zur Ansprechung des ULi M1689 Chipsatzes dient ein AMI BIOS, wobei dies nicht wie üblich über die Del/Entf Taste erreichbar ist, sondern AMI like über die F2 Taste. Im BIOS sind neben umfangreichen Speichertiming Einstellungen wie z.B. Änderung der Speicherfrequenz von 133 MHz über 166 MHz auf 200 MHz auch der Host-Takt von 140 bis 300 MHz und der HT (HyperTransport) Takt von 1x bis 5x (200-1000 MHz) änderbar. Die Spannungsänderungen sind nicht ganz so umfangreich, da leider nur die Speicherspannung (VCCM) und die CPU Spannung (VCore) änderbar sind. Allerdings wäre es trotz ULi Chipsatz ohne aktive Chipsatz Kühlung ohnehin nicht empfehlenswert, die Chipsatz Spannung zu erhöhen.

Dennoch konnten im Test knapp über 250 MHz realisiert werden, was durchaus eine gute Hostfrequenz zur Übertaktung eines Sockel 939 Prozessors darstellt. Insofern ist es auch mit dieser preiswerten ASRock Hauptplatine möglich ein wenig mehr aus seiner CPU zu holen und der Chipsatz bleibt dabei angenehm kühl. Wie auch beim ASRock Combo-Z Mainboard funktionierte die „Boot failure guard“ Einstellung zum Schutz vor zu hohen Übertaktungseinstellungen leider nicht bei zu hoher host frequency. Wodurch es bei einem schwarzem Bildschirm durch zu hohe Übertaktung leider erforderlich wird, das BIOS über Clear CMOS zurückzusetzen.

Fazit: Das ASRock 939A8X-M Sockel 939 Mainboard bietet eine gute Grundausstattung für kleines Geld, wobei man nicht ganz soviel Wert auf umfangreiche Übertaktung legen sollte. Dennoch können die meisten Frequenzen und ein paar Spannungen angepasst werden, was für den Einstieg in das PC Tuning durchaus reichen kann. Die Performance und die Ausstattung der MicroATX Hauptplatine ist in dieser Preisregion mehr als angemessen, so daß hiermit gerade Kunden angesprochen werden, die ein günstiges Sockel 939 System mitsamt SATA, IDE, 7.1 Sound und einem kleinen Netzwerk aufbauen möchten.

Hiermit möchte ich mich auch nochmals ganz herzlich bei ASRock
für die Unterstützung bedanken.

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**** Die Sockel 754 / Sockel 939 Mainboard Tests ab dem 01.08.2004 basieren auf einem AMD Athlon 64 3200+ bzw. bei Sockel 939 auf einem AMD Athlon 64 3000+ Venice, einer HIS Excalibur Radeon 9600 Pro Grafikkarte, Kingmax 256 MB PC2700 Speichermodul und folgender Software Konfiguration: Windows 98 SE, DirectX 9b, Catalyst 3.6 Grafikkartentreiber und 3DMark 2003 Da sämtliche Benchmark Ergebnisse lediglich als Vergleich untereinander dienen sollen, habe ich mir erlaubt zur schnelleren Installation Win 98 SE zu wählen, was für Athlon 64 Systeme sicherlich nicht das typische Betriebssystem ist, aber zum Vergleich vollkommen ausreichend sein sollte.

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