ASRock B460 Steel Legend Intel LGA1200 Mainboard Test

Schnell zur richtigen Hardware Ausstattung …

ASRock B460 Steel Legend Aufbau, Design und sonstige Features
ASRock B460 Steel Legend RGB Beleuchtung
ASRock B460 Steel Legend Ausstattung
ASRock B460 Steel Legend Spannungswandler und Kühlkörper
ASRock B460 Steel Legend Erweiterungskarten
ASRock B460 Steel Legend Speichermodule
ASRock B460 Steel Legend Festplatten Anschlüsse
ASRock B460 Steel Legend USB und Firewire
ASRock B460 Steel Legend Netzwerk
ASRock B460 Steel Legend Sound
ASRock B460 Steel Legend ATX Backpanel Anschlüsse
ASRock B460 Steel Legend PC System

Aufbau, Design und sonstige Features …

Die in schwarz/grau/weiß Camouflage Optik gehaltene ASRock B460 Steel Legend High Density Glasfaser Sapphire Black PCB Platine macht einen sauber verarbeiteten Eindruck. Das Mainboard verfügt über Premium 60A Power Chokes, 9 Power Phase Design und 7.1 HD Audio über den ALC1200.

Das ASRock B460 Steel Legend verfügt bietet zwei schnelle Ultra M.2 Slots für PCIe Gen3 x4 Module mit bis zu 32 Gb/s Anbindung und ein M.2 2230 Slot für WIFI/BT. Auf dem folgenden Bild sieht man den PCIe 3.0 Steel Slot und die M.2 Steckplätze, die sogar beide M.2 Sockel jeweils mit einem Kühlkörper versehen wurden, wobei sich der untere Ultra M.2 Slot den Kühler mit dem Chipsatz teilt. Wir haben das B460 Steel Legend mit einer Crucial P2 500GB M.2 NVMe SSD getestet, wie man hier mit den demontierten M.2 Kühlern (den sogenannten M.2 Armors) sehr schön erkennen kann.

RGB Beleuchtung …

Sobald man den Chipsatz und M.2 Kühler demontiert hat, fällt sofort eine weitere Besonderheit auf und das sind die fünf kleinen SMD RGB LEDs, die unter dem Kühler platziert wurden, womit wir auch schon zur RGB Beleuchtung des ASRock Steel Legend Mainboards kommen.

Denn RGB Beleuchtung hat sich für viele bereits zu einem Kaufargument entwickelt und da hat ASRock ebenfalls wieder einiges getan. An den weißen 4-pol 12V RGB Header kann man wie gehabt konventionelle 5050 RGB Stripes anschließen, um beispielsweise das Gehäuse zu beleuchten. Zusätzlich gibt es noch einen grauen Polychrome RGB Anschluss, der über den WS2812B einzeln adressierbare LEDs bei adressierbaren RGB Stripes unterstützt. Zudem gibt es nochmal jeweils einen RGB und einen aRGB Header in der oberen Ecke nahe dem CPU Kühler Anschluss.

Zudem hat ASRock bei diesem ASRock B460 Steel Legend Mainboard auch noch jede Menge, um genau zu sein elf, weitere aRGB LEDs auf der Unterseite im Bereich der SATA Aussparung installiert.

Hier sieht man nochmal sehr gut die kleinen adressierbaren LEDs unter dem Steel Legend Logo und Steel Legend Schriftzug.

Da bereits adressierbare RGB LEDs unter dem Chipsatz Kühler und unter dem ASRock B460 Steel Legend angebracht sind, gibt es bereits nach dem ersten Einschalten eine effektvolle Beleuchtung der Hauptplatine.

Angesteuert werden die RGB Header und die integrierten RGB LEDs wieder per UEFI oder mittels der mitgelieferten ASRock Polychrome RGB LED Software. Dort wählt man beispielsweise die Farben in einem RGB Farbselektor aus und kann einstellen, ob die RGB Header getrennt oder zusammen mit der RGB Beleuchtung unter dem Chipsatzkühler und dem Schriftzug angesteuert werden sollen. Die Beleuchtung kann man natürlich auch vollständig deaktivieren.

Man kann in dem ASRock RGB LED Menü viele Effekte auswählen, beispielsweise ob die LEDs durchgehend leuchten, Atmen, zufällig oder zur Musik angesteuert werden sollen und bei dem adressierbaren RGB Anschluss erhält man sogar ganz neue RGB Features wie beispielsweise Spring, Meteor, Stack, Cram, Rainbow, etc..

Vor allem Effekte, wie z.B. Rainbow fallen natürlich auf.

Insgesamt kann man bis zu 100 adressierbare LEDs einzeln ansprechen.

Es gibt jede Menge tolle RGB Effekte, die wir mal in einem ASRock Polychrome RGB Software Video auf unserem OCinside YouTube Kanal vorgestellt haben.

Und um einen kleinen Eindruck von den ganz besonderen ASRock B460 Steel Legend Effekten zu erhalten, haben wir hier noch ein weiteres Video erstellt.

Hier sieht man rechts die beiden zusätzlichen RGB und aRGB Anschlüsse, links den internen USB3.2 Gen1 sowie den USB3.2 Gen1 Typ-C Frontpanel Anschluss und in der Mitte den 24-Pin ATX Stromanschluss.

Spannungswandler und Kühlkörper …

Das Bild zeigt die seitliche Ansicht des Mainboards mit den beiden Kühlkörpern auf den MOSFETs.

Hier sieht man die beiden de-montierten Aluminium Kühlkörper, die mitsamt Wärmeleitpad auf die Spannungswandler gepresst werden.

Der Spannungswandler Bereich ist klassisch aufgebaut, wobei das ASRock B460 Steel Legend VRM aus 9 virtuellen Phasen gebildet wird.

Hier sieht man nochmal die 50A SiC654 MOSFETs der sogenannten Dr.MOS Power Design Power Stage, die für die Spannungsversorgung des Intel Comet Lake-S Prozessors auf dem Intel LGA 1200 Sockel verantwortlich sind.

Ausstattung …

Das ASRock B460 Steel Legend verfügt über zahlreiche Features, wie beispielsweise das ASRock A-Tuning Tool, ASRock Instant Flash, ASRock Internet Flash, ASRock Easy RAID Installer, 9 Power Phase Design, RGB, Polychrome RGB und ASRock FAN-Tastic Tuning.

Erweiterungskarten …

Das Mainboard bietet zwei PCI Express 3.0 x16 Steckplätze für AMD CrossFireX bzw. nVidia SLI sowie zwei PCI Express 3.0 x1 Slots.

Speicher …

Das ASRock B460 Steel Legend Board kann mit bis zu vier DDR4 Modulen bestückt werden und ist je nach verwendetem Betriebssystem (siehe Liste) bis maximal 128 GB Arbeitsspeicher aufrüstbar. Hier sieht man ein Bild der vier DDR4 Speicher Slots mit Dual Channel Support.

Das Intel LGA 1200 Mainboard unterstützt DDR4 Speichermodule und kann im BIOS für DDR4-2933 Quad Channel Module optimiert werden.

Dank XMP Unterstützung (Extreme Memory Profile) werden XMP Speichermodule mit einem Mausklick im UEFI richtig eingestellt, aber dazu später mehr. Welche genauen RAM Module offiziell unterstützt werden, sollte man vor dem Kauf bei ASRock auf der Memory Support Seite nachlesen.

Festplatten Anschlüsse …

Das ASRock B460 Steel Legend bietet insgesamt sechs SATA3 Ports, wobei vier abgewinkelt und zwei gerade abgeführt werden. Die Aussparung der ASRock Steel Legend Platine kann beim Verlegen der SATA Kabel zur Gehäuse Rückseite übrigens sehr hilfreich sein.

Die SATA3 Ports unterstützen RAID 0, RAID 1, RAID 5, RAID 10, NCQ, AHCI und die Hot Plug Funktion im AHCI Modus (AHCI steht für Advanced Host Controller Interface und sollte für SSDs im UEFI ausgewählt werden). Dank UEFI BIOS können auch Laufwerke mit mehr als 2TB für die Installation von Windows 10 x64 eingesetzt werden. Die Installation der Treiber verlief in Windows 10 ohne Probleme, so dass die 64 bit Windows 10 Installation schnell erledigt war.

Eine Besonderheit ist uns dabei allerdings aufgefallen, denn wer einfach seine vorige Legacy BIOS Installation auf diesem Mainboard weiterverwenden möchte, der wird kein Glück haben! Denn das Mainboard stellt im BIOS kein CSM (Compatibility Support Module) mehr zusätzlich zum UEFI Boot Modus zur Verfügung. Aus diesem Grund haben wir eine Anleitung geschrieben, wie man seine derzeitige Legacy BIOS Modus Partitionierung mit MBR zu GPT konvertiert, damit die Festplatten Partition UEFI konform ist und man wieder ins Windows booten kann 😀

Der Intel B460 Chipsatz unterstützt RAID. Die passenden RAID Treiber können über den Easy RAID Installer Punkt im UEFI installiert werden. Die Treiber werden für Windows 10 auf DVD mitgeliefert und stehen zusätzlich auf der ASRock Support Seite aktuell zum Download bereit, wobei die Microsoft Windows 10 Installation derzeit zu bevorzugen ist.

USB und Firewire …

Das ASRock B460 Steel Legend verfügt am ATX Panel über fünf USB 3.0 Ports (USB 3.2 Gen1) und zwei USB 2.0 Ports. USB 3.1 Gen2 Ports unterstützt der B460 nicht! Auf dem Bild sieht man rechts unten den beidseitig einsteckbaren USB 3.1 Gen1 Typ-C Port.

Intern stehen zwei USB 2.0 Anschlüsse für bis zu drei optionale USB 2.0 Ports sowie zwei USB 3.2 Gen1 Header für bis zu vier optionale USB 3.2 Gen1 Ports zur Verfügung. Die 20-pin Pfostenleiste kann hierzu entweder an ein optional erhältliches USB3.0 Frontpanel oder an ein Gehäuse mit USB3.0 Unterstützung angeschlossen werden. Neu ist zudem der USB 3.2 Gen1 Frontpanel Type-C Anschluss.

Hinweis: Wer sich über die unterschiedlichen Bezeichnungen der USB Ports wundert, für den möchten wir nochmal die Unterschiede zwischen USB 3.0, USB 3.1 Gen1, USB 3.1 Gen2, USB 3.2 Gen1 und USB 3.2 Gen2 erklären. Bezüglich der USB Power zum Laden von Geräten gibt es bei USB 2.0 offiziell 5V mit 0,5A somit 2,5W und bei USB 3.0/3.1/3.2 offiziell 5V mit 0,9A somit 4,5W bzw. bei ASRock mit Typ-A Anschluss bis 1,5A und am USB Typ-C Anschluss 5V mit 3A somit 15W Leistung (1A im Sleep State). Des Weiteren unterscheiden sich die Transferraten der USB Ports. USB 3.1 Gen1 nannte man früher USB 3.0 und ist somit identisch, sie liefern beide bis zu 5 GBit/s. USB 3.1 Gen2 liefert bis zu 10 GBit/s. Zudem gibt es noch USB 3.2 Gen2x2, der eine Verdopplung auf bis zu 20 GBit/s ermöglicht. Eine Besonderheit gibt es noch für das Intel JHL7540 Thunderbolt 3 Protokoll, das sogar bis zu 40 GBit/s ermöglicht. Hier sieht man nochmal die möglichen Transferraten in einer Tabelle.

USB Schnittstellen Vergleich
Transferrate
Schnittstelle theoretisch praktisch
USB 2.0 480 MBit/s 30 MByte/s
USB 3.0 5 GBit/s 450 MByte/s
USB 3.1 Gen1 5 GBit/s 450 MByte/s
USB 3.1 Gen2 10 GBit/s 800 MByte/s
USB 3.2 Gen1 5 GBit/s 450 MByte/s
USB 3.2 Gen2 10 GBit/s 800 MByte/s
USB 3.2 Gen2x2 2×10 GBit/s 1600 MByte/s

Netzwerk …

Das ASRock B460 Steel Legend verfügt über einen Realtek Dragon RTL8125BG Chip womit der 10/100/1000/2500 Netzwerk Port am ATX Panel realisiert wird. Der Realtek LAN Anschluss ist WoL fähig, bietet LAN Kabel Erkennung, angepasste Priorisierung, unterstützt Energie effizientes Ethernet nach dem 802.3az Standard, PXE und mehr.

Sound …

Das ASRock B460 Steel Legend Mainboard verfügt über den besseren Realtek ALC1200 Audio Codec mit Content Protection, 120dB SNR DAC, der 7.1 Surround Sound unterstützt und diesen beispielsweise analog über 5x 3,5mm Klinkenbuchsen am ATX Panel oder über den internen Frontpanel Audio Anschluss ausgibt. Des Weiteren gibt es noch einen optischen SPDIF Digital Ausgang und Premium Blu-Ray Unterstützung sowie Nahimic Audio Software. Somit ist eine zusätzliche Soundkarte mit digitalen Ausgängen für die meisten Anwender überflüssig.

ATX Backpanel Anschlüsse …

Von links nach rechts sieht man das nicht bestückte WiFi Antennen Panel, 2x USB 2.0 Ports sowie 1x PS/2 Anschluss für PS/2 Tastatur oder PS/2 Maus, HDMI, DisplayPort 1.4, RJ45 2.5 Gigabit LAN und 2x USB 3.2 Gen1 Typ-A, 1x USB 3.2 Gen1 Typ-A und 1x USB USB 3.2 Gen1 Typ-C, optischer SPDIF Ausgang und 5x 3.5mm Klinkenbuchsen für den Sound.

Test System …

Kommen wir nun zu dem Intel LGA 1200 CPU Sockel. Der neue 10th Gen LGA1200 Sockel sieht ähnlich wie der LGA1151 Sockel und der 9th Gen LGA1151 v2 Sockel der vorigen Generationen aus, diese sind aber nicht untereinander kompatibel! Es muss also unbedingt ein neuer Intel Comet Lake-S Prozessor, o.ä. installiert werden, damit er auf dem Intel B460 Mainboard funktioniert. Der Sockel wurde mit einem Hebel versehen, der die relativ kleine CPU gleichmäßig auf die Pins im Sockel drückt. Wie immer bei der Installation keinesfalls die Kontakte berühren oder gar die Kontakte im Sockel verbiegen und bei der Lagerung oder einem Transport unbedingt die Schutzkappe auf dem Sockel montieren. Falls Pins verbogen sind und das Mainboard nicht mehr läuft, helfen wir mit Rat und Tat im Intel Forum.

Wir haben das Testsystem mit einer Intel Core i5-10500 CPU bestückt.

Intel LGA 1200 CPUs unterstützten nur den Dual Channel Mode. So werden die beiden Speichermodule auf dem Intel B460 Mainboard eingesetzt, um Dual Channel Unterstützung zu erhalten.

Hier sieht man nochmal die beiden DDR4-2400 4GB Module von Crucial und die Intel Core i5-10500 CPU im ASRock B460 Steel Legend Mainboard.

Für die Tests mit den neusten Intel LGA 1200 Prozessoren verwenden wir einen Arctic Freezer 34 eSports grau/weiß Luftkühler mitsamt Arctic MX-4 2019 Edition Wärmeleitpaste und einen Icy Dock MB171SP-B Turbo Swap Wechselrahmen zum schnellen Tausch der HDD oder SSD, in unserem Fall eine Crucial MX SATA SSD.

So sehen die 6-Kerne (12 Threads) der Intel Core i5-10500 CPU im Windows 10 Taskmanager bei Prime95 Volllast aus.

Wie man auf dem Wärmebild des ASRock B460 Steel Legend PCs bei starker Last mit Prime95 sehen kann, wird die Wäre der Spannungsregler und Spulen relativ gut abgeleitet.

Hier sieht man auch sehr schön den Wärme Hotspot am ASMedia ASM1074 USB3.1 Hub Chip, der sogar höher ist, als die Temperatur der VRM Kühler. Ohne der nächsten Seite des Tests mit der Übertaktung vorweg zu greifen, sieht es bei den Intel B460 Chipsätzen allerdings ohnehin schlecht mit der Übertaktung aus, so dass dieses ASRock B460 Steel Legend ohnehin nicht für große Wärmeentwicklung durch Übertaktung gedacht ist.

ASRock B460 Steel Legend BIOS und Übertaktung …