Gigabyte GA-K8NSC-939 AMD Athlon 64 Sockel 939 Mainboard Test

Gesamteindruck

+++ Das GA-K8NSC Sockel 939 AGP Board hat derzeit einen Preis von ca. 70 Euro (08/2005) und liegt damit im unteren bis mittleren Preissegment der Sockel 939 Mainboards. Das K8NSC Mainboard wurde von Gigabyte ganz klar für den kleineren Geldbeutel geschaffen, denn es ähnelt doch sehr einem abgespeckten PCB Layout der Ultra Version. Beispielsweise wurde der S-ATA RAID Controller und der Backup-BIOS Platz nicht bestückt. Zudem ist auch kein Firewire Anschluß verfügbar und die Beigaben fallen etwas magerer aus. Kommen wir aber nun vielmehr zu den Features, die Gigabyte dem Sockel 939 Motherboard spendiert haben, denn diese können sich trotzdem sehen lassen. Neben den 2 Anschlüssen für bis zu 4 UDMA 133 Festplatten gibt es 2 Serial ATA150 Anschlüsse, 4 DDR Speichermodul Plätze mit DUAL-Channel Unterstützung (unbedingt die richtige Belegung der Bänke im Handbuch beachten) und 8 USB Anschlüsse, wobei 4 davon optional sind. Auch beim Soundchip wurde nicht gespart, denn man hat dem Mainboard trotz der 3 Klinkenbuchsen den 8-Kanal ALC850 Chip gegönnt, der mittels einer optionalen Slotblende auch die vollen 8 Kanäle ausschöpfen kann. Die Anschlüsse sind übrigens alle vorbildlich farbig markiert und zudem sogar bei den LED Anschlüssen mit kleinen „+“ Zeichen in der Stiftleiste gekennzeichnet – Hut ab ! Desweiteren hat Gigabyte sogar den Marvell 8001 LAN Chip bestückt, der für bis zu 1 Gigabit Netzwerk Geschwindigkeit sorgt. Und die umfangreiche Software, die dem Board als CD beiliegt sorgt für eine gescheite Ansprechung und Konfiguration sämtlicher onBoard Komponenten. Aber auch die Übertaktungs und Tuning Optionen kommen nicht zu kurz, da man neben nahezu allen wichtigen Spannungseinstellungen auch den Referenztakt auf bis zu 455 MHz stellen kann und dabei der AGP Port asynchron mit 66 bis 100 MHz getaktet werden kann. Nun gut, die 455 MHz sind wohl etwas übertrieben, aber in den Tests konnte ich das Board immerhin mit 260 MHz stabil betreiben und das kann sich durchaus sehen lassen. Allerdings scheint Gigabyte immernoch leichte Probleme mit der manuellen Eingabe von Frequenzen im BIOS zu haben, da es (wie schon im letzten Gigabyte Mainboard Test erwähnt) wieder bei der Eingabe von Frequenzen im 200er Bereich trotz aktueller BIOS Version zu einer Frequenz von über 400 MHz führte. Man sollte also unbedingt genau schauen, ob die eingegebene Frequenz auch wirklich wie gewollt übernommen wurde, oder alternativ die Auswahl mittels Drop-Down wählen. Clever finde ich die Lösung, daß man im BIOS CTRL + F1 drücken muß, um zu den Advanced Chipset Einstellungen mit vielen Speichertaktungs- und den HT-Takt Optionen zu gelangen, denn so können Benutzer ohne die nötigen Grundkenntnisse auch nicht unabsichtlich in das Menü gelangen.

Fazit: Das Gigabyte GA-K8NSC Sockel 939 AGP Mainboard bietet neben allen wichtigen Grundfeatures auch sehr gute Übertaktungs-Optionen, eine klasse Performance und eine sehr gute Verarbeitung für wenig Geld. Wer also keinen Wert auf zusätzliche Firewire, SATA RAID, oder Surround-Sound Anschlüsse legt, ist mit dieser Hauptplatine für aktuelle Sockel 939 Prozessoren bestens bedient. Der Preis ist sehr vernünftig angesetzt und das nForce3 250 Gb Mainboard hat nur knapp eine Auszeichnung verfehlt. Dies zeigt auf jeden Fall, daß Gigabyte in den letzten Monaten ganz gewiss nicht geschlafen hat, sondern vielmehr ein starkes Board nach dem anderen auf den Markt bringt. Ich habe wirklich großen Respekt vor so einer tollen Steigerung in Punkto Features, Verarbeitung und Design – weiter so !

Hiermit möchte ich mich auch nochmals ganz herzlich bei Gigabyte
für die Unterstützung bedanken.

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**** Die Sockel 754 / Sockel 939 Mainboard Tests ab dem 01.08.2004 basieren auf einem AMD Athlon 64 3200+ bzw. bei Sockel 939 auf einem AMD Athlon 64 3000+ Venice, einer HIS Excalibur Radeon 9600 Pro Grafikkarte, Kingmax 256 MB PC2700 Speichermodul und folgender Software Konfiguration: Windows 98 SE, DirectX 9b, Catalyst 3.6 Grafikkartentreiber und 3DMark 2003 Da sämtliche Benchmark Ergebnisse lediglich als Vergleich untereinander dienen sollen, habe ich mir erlaubt zur schnelleren Installation Win 98 SE zu wählen, was für Athlon 64 Systeme sicherlich nicht das typische Betriebssystem ist, aber zum Vergleich vollkommen ausreichend sein sollte.

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