ASUS A7V-266 und ASUS A7A-266 VCORE MOD

Das ASUS A7V-266 und ASUS A7A-266 kann durch Einlöten eines Widerstandes sehr leicht zum Überflieger aufgerüstet werden, da man mit höheren CPU-Spannungen auch wesentlich weiter übertakten kann.

Natürlich sollte man beim löten an Mainboards absolute Vorsicht walten lassen, um das Board nicht zu „töten“.

Und man verliert natürlich auch den Garantieanspruch, wenn man sein Mainboard modifiziert !

Deshalb empfehle ich eine gute Erdung, indem man z.B. seine Armbanduhr (Metallarmband !) mit einem Kabel zu einer blanken Stelle an der Heizung oder zum Erdungspol (nicht in die beiden Löcher *grins*) der Steckdose verbindet. Auch der Lötkolben sollte am besten an einer Lötstation mit galvanischer Netztrennung und separater Erdung angeschlossen sein ! Jeder sollte aber letztendlich selber entscheiden, wie sorgfältig und sicher er arbeitet.

So, nun aber zur eigentlichen Modifikation der Vcore.

Der 5322, der auf dem A7V-266 und A7A-266 Board als Spannungsregler (Multi-Phase Buck PWM Controller) dient, hat glückerweise einen Pin (FB/pin 2) als Spannungskorrektur, um den Mainboardherstellern ein optimales anpassen der Vcore zu ermöglichen.

Diesen FB Pin kann aber auch zweckentfremden, um dem IC eine Fehlerhafte Spannung vorzugaukeln und somit einen Ausgleich der Vcore zu veranlassen. In meinen Testversuchen hat sich dafür ein ganz normaler 1/4 Watt Widerstand mit 50 KOhm (grün, schwarz, orange) am besten geeignet.

Die Position der zu lötenden Stellen kann man recht gut auf diesem Bild erkennen:

Zwischen diesen Lötpunkten wird der Widerstand eingelötet.

Auf dem Bild habe ich die beiden direkten Stellen mit zwei roten Punkten und einem „R“ für den Widerstand markiert.

Damit man den Widerstandswert später nochmal ändern kann, sollte man den Widerstand nicht direkt anlöten, ein 2-adriges Kabel auf beiden Seiten ab-isolieren, verzinnen (mit Lötzinn an den Lötkolben halten) und dann anlöten. Wobei man natürlich vorher auch den Widerstand an’s Kabel löten sollte 🙂

Nach dem löten unbedingt nochmal die richtige Position überprüfen und keinenfalls Lötzinn auf andere Stellen vom Mainboard „kleckern“ !!!

Nun den Widerstand mit Isolierband oder noch besser einem kleinen Stück Schrumpfschlauch isolieren, damit er nicht gegen andere Bauteile kommen kann. Nachdem das nun geschafft ist, steht einer erhöhten Vcore nichts mehr entgegen, denn ab sofort sollte die Vcore um ca. 0,2 Volt höher liegen, als die ausgewählte Vcore eingentlich war.

Wenn man eine Vcore von 1,75 Volt einstellt werden es dann 1,95 Volt und bei der höchsten Einstellung von 1,85 Volt kommt man auf schlappe 2,05 Volt CPU-Spannung !!!

Wem das immernoch nicht reichen sollte, der kann natürlich auch kleinere Widerstandswerte verwenden, aber dadurch würde das Risiko den Prozessor zu zerstören noch höher werden und die Temperatur würde auch um ein Vielfaches steigen. Ab ca. 2,09 Volt (ca. 45 K Widerstand) setzt allerdings die OVP ein und verhindert dadurch das einschalten des PC’s. Zudem gibt es mit einigen BIOS Versionen Probleme, da ASUS dort eine Abfrage der Spannungswerte vorgenommen hat. Falls sich die Spannung also wieder auf den Ursprungswert einstellt, einfach mal mit einer anderen BIOS Version ausprobieren.

Wer z.B. einen 24K Ohm Widerstand einlötet, erhält ungefähr 0,47 Volt mehr. Das wären bei einer Vcore Einstellung von 1,85 Volt ca. 2,32 Volt CPU-Spannung. Wobei die Vcore je nach Netzteil und Qualität der Leistungstransistoren, etc. etwas variieren kann.

Aus gegebenen Anlass möchte ich auch nochmal drauf aufmerksam machen, daß man zwar auch ohne weiteres einen Drehpoti (Drehwiderstand) verwenden kann, um die Vcore stufenlos erhöhen zu können, allerdings sollte unbedingt ein Widerstand zu dem Drehpoti in Reihe geschaltet werden, um niemals unter einen minimalen Widerstandswert zu gelangen !!! Bei diesem Mainboard würde ich einen „Schutz“-Widerstand von 30 K mit einem 50 K Drehpoti empfehlen.

Nach jeder Vcore Erhöhung sollte man unbedingt auf den CPU Temperatur Anstieg achten und ggf. einen besseren CPU-Lüfter erwerben !

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