Intel CPU Übertaktung für Neulinge und Profis:

Um Neulingen den Einstieg in das OC (Overclocking) zu vereinfachen folgt eine Beschreibung
mit vielen Tip(p)s zur Intel CPU Übertaktung.
Aber auch fortgeschrittene OC's können gewiß noch ein paar Hinweise aufgreifen, die eine höhere Übertakung
ermöglichen wird.

  1. Vor Übertaktungsbeginn sollte man noch einmal den funktionstüchtigen normalgetakteten
    PC einschalten und in's Windows hochfahren.

  2. Nun alle wichtigen Daten sichern, damit im Notfall alle Daten zurückgespielt werden können.
    Wer eine 2. Platte besitzt, sollte am besten ein volles Backup beispielsweise mit Norton Ghost oä.
    machen und diese Festplatte bei allen Übertaktungen physikalisch vom System trennen.

  3. Für alle weiteren Arbeiten empfehle ich zusätzlich das Überwachungsprogramm Mainboard Monitor
    aus dem Links & Dowloads Bereich zu laden.
    Mit diesem Tool ist es möglich, jederzeit die CPU Temperatur im Tasktray (neben der Windows-Uhr)
    darzustellen und ggf. Warnhinweise bei zu hohen Temperaturwerten ausgeben zu lassen.
    Neuere CPU's besitzen interne Temp. Sensoren, ansonsten gibt es in gescheiten PC Läden aber auch
    externe Temperaturfühler, die möglichst nah am CPU Kern angebracht werden sollten.
    Bei jeder Art der Übertakung entsteht nämlich unweigerlich eine höhere Hitze und diese darf man
    unter keinen Umständen missachten, da die CPU bzw. die jeweils übertakteten Bauteile eventuell
    einen sogenannten Hitztod erleiden könnten !
    Aus diesem Grund ist es auch ratsam, einen guten Kühler anzuschaffen.
    Hier kann man jederzeit die aktuellen Kühler vergleichen und zudem auch noch anhören.

  4. Die CPU Geschwindigkeit bildet sich immer aus dem sogenannten FSB (Front Side Bus) und
    dem Multiplikator.
    Wenn man z.B. einen Intel Pentium III 500 besitzt, wird er normalerweise mit einem
    FSB von 100 MHz betrieben und mit dem Faktor 5 multipliziert (100 MHz * 5 = 500 MHz).
    Intel wollte es aber seit geraumer Zeit den Übertaktern etwas schwerer machen und hat ab dem
    Pentium II 300 feste Multiplikatoren in Ihre CPUs eingerichtet, so daß es z.Zt. fast unmöglich ist,
    diesen zu verändern (wer möchte, kann dennoch gerne Newspeed.exe ausprobieren).
    Also bleibt uns keine andere Wahl, als den Front Side Bus zu erhöhen.
    Jede Erhöhung sollte dabei in möglichst kleinen Schritten mit anschließender Kontrolle der Funktionen erfolgen.
    Viele aktuelle Mainboards bieten hierbei sogar eine Erhöhung in 1 MHz Schritten an,
    um das Optimum aus der CPU rauszuholen.

  5. Den FSB kann man teilweise über das BIOS, per Jumper oder sogar mit Programmen wie
    SoftFSB, CPUCooL, Easytune, BusRacing, CPUBoost, etc. im Windows verändern.
    Bei den Programmen hat man den Vorteil, daß man meist sofort feststellt, ob die CPU die
    Frequenzerhöhung aushält, oder nicht (einfrieren des Bildes, oder Hänger im Windows).

  6. Für die Übertaktungsprogramme benötigt man dafür oftmals die Bezeichnung vom sogenannten Clockgenerator.
    Der Clockgenerator ist ein kleiner IC auf dem Mainboard, der von verschiedenen Herstellern wie
    Winbond, ICS, IC-Works, Realtek, Phaselink, etc. hergestellt wird.
    Jede Firma erkennt man am Logo und der Bezeichnung auf dem Chip z.B. ICS 9250xx-08
    oder Winbond hat z.B. W 83193R-01, ...
    Wenn dieser Chip auf dem Mainboard ausfindig gemacht wurde kann es losgehen.
    Programm starten, Clockgenerator oder ggf. Mainboard auswählen und den FSB langsam erhöhen.

  7. Wenn der Endpunkt der CPU durch Windowsabsturz oä. ermittelt wurde (hört sich hart an, muß aber sein...),
    kann man nun versuchen die CPU auf diesem Wert (oder höher) stabil zu bekommen.
    Als erste Maßnahme bietet sich eine höhere Vcore (CPU Spannung) an.
    Die Vcore Erhöhung ist jedoch wirklich nur in kleinsten Schritten und mit äußerster Vorsicht zu nutzen,
    da die Wärmeentwicklung der CPU drastisch ansteigt und somit evtl. zerstörte
    Transistoren in dem CPU-Kern zum Tod des Prozessors führen könnten.
    Dank der erhöhten VCore (mittels Jumper auf dem Mainboard oder im Bios veränderbar) kann man die
    Stabilität vom Prozessor enorm verbessern.

  8. Falls die CPU auch mit erhöhter Vcore nicht laufen sollte, könnte es evtl. am teuren Cache liegen.
    Um zu sehen, ob es der Cache ist, kann man ihn auch mal testweise im Bios deaktivieren.
    Denn wie beim Athlon kann auch bei einem Intel Prozessor die Latenz Zeit (latency) des
    second Level Cache (L2 Cache) mittels H-Oda's Programm WCPUL2 (Windows) oder WCPUL2RM (DOS)
    (natürlich vor der FSB Erhöhung) höher gesetzt werden.
    Hierdurch wird der Cache nur bei jedem 2., 3., 4., ... Takt angesteuert und hält somit höhere
    Taktraten aus.
    Wer nun die gewünschte PC Geschwindigkeit erreicht hat, kann die Programme
    automatisch mit dem Betriebssytem starten lassen.

  9. Wer auch mit erhöhter Cache latency und höherer Vcore nicht zum gewünschten Erfolgt kommt,
    sollte einmal probieren, die sogenannte VIO (Input/Output Voltage) via Jumper zu erhöhen.
    Hiermit wird diversen PCI, AGP, ISA Karten und den Speichermodulen etwas mehr Spannung geben,
    um die Stabilität jener Bauteile enorm zu verbessern, wenn der FSB angehoben wurde.
    Hierbei ist jedoch zu beachten, daß man auch die Vcore etwas anhebt.
    Und eine gute Luftzirkulation im PC Gehäuse (z.B. durch sortieren der Kabel) ist zudem eine wichtige
    Grundvoraussetzung für eine lange Lebensdauer sämtlicher PC-Komponenten.

  10. Falls es nach all diesen Hinweisen immernoch Probleme oder zu wenig Performance gibt,
    stehe ich gerne für alle Übertakter per Mail Rede und Antwort.
    Oder man geht einfach in unser Forum und kann hier wunderbar alle offenen Fragen mit anderen
    gleichgesinnten diskutieren und schont dabei meine Mailbox :-)

    OBEN GENANNTE SOFTWARE BEFINDET SICH UNTER LINKS & DOWNLOADS BEI OCINSIDE.DE

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