ASRock 890GX Extreme4 AMD Sockel AM3 DDR3 Mainboard Test

Gesamteindruck

++++ Das ASRock 890GX Extreme4/A/ASR Mainboard ist für ca. 110 Euro (10/2010) im Handel erhältlich und liegt damit im mittleren Preissegment der Sockel AM3 Mainboards.

Mit dem brandneuen ASRock 890GX Extreme4 Mainboard ist es der Firma ASRock gelungen, das ausgezeichnete 890GX Extreme3 nochmals zu toppen. Da bereitet das Übertakten richtig Freude und läßt Overclocker Her(t)zen höher schlagen. Das Übertaktungsergebnis ist noch besser geworden, die Spannungseinstellungen sind umfangreicher und sogar die Ausstattung wurde erweitert. Und dank dem beigelegten Front USB3.0 Panel können nun USB 3.0 Geräte wie beispielsweise USB3.0 Speichersticks endlich vorne am PC eingesteckt werden. Im Testbericht wird die neue 890GX Hauptplatine mit onBoard HD4290 Grafik, drei PCI-Express Slots, USB3.0, SATA3 und eSATA3 bis an das Limit übertaktet und im großen Mainboard Vergleich mit vielen weiteren AMD Sockel AM3 Mainboards verglichen.

Der Karton zeigt bereits einige Features wie z.B. USB3.0, SATA3 und eSATA3:

Ein erster Blick auf die schwarze ASRock 890GX Extreme4 Hauptplatine zeigt ein hochwertiges Mainboard mit Solid Caps Kondensatoren und Slots & Ports im blau/weissen Design:

Hier sieht man nochmal ein paar Neuheiten im Detail: Front USB 3.0 Ports über die neue USB 3.0 Frontpanel Buchsenleiste, SATA3 Ports, 7-Segment Post Code Anzeige, sowie beleuchtete Power und Reset Taster:

Ausstattung und sonstige Features …

Dem 890GX Extreme4 Mainboard von ASRock lag ein Handbuch, einige Schnellanleitungen, eine DVD, vier SATA Datenkabel, zwei SATA Stromkabel, ein 3,5″ USB3.0 Frontpanel und eine ATX I/O Blende bei.

Erweiterungskarten …

Das 3-Way CrossFireX Mainboard bietet drei PCI Express 2.0 Grafikkarten Steckplätze, wovon entweder nur eine Radeon Grafikkarte im x16 Bandbreite, oder zwei im x8 Modus, oder zwei im x8 Modus und eine im x4 Modus betrieben werden können. Eine SLI/XFire Switch Karte ist nicht erforderlich, damit man die optimale Performance für den Einzel-, CrossFireX oder 3-Way CrossFireX Betrieb erhält. Falls man lediglich eine Grafikkarte auf dem 890GX Extreme4 einsetzen möchte, sollte man die PCI Express Grafikkarte in den blauen PCIe2 Slot einstecken, um die höchste x16 Bandbreite zu erhalten. Übrigens könnte man imgrunde auch mehrere nVidia Grafikkarten einsetzen, allerdings wird offiziell kein SLI Verbund unterstützt, sondern lediglich der Betrieb von mehreren Ausgabegeräten. Zusätzlich zu den drei PCI Express 2.0 Slots gibt es noch 3 PCI Slots und einen x1 PCIe 2.0 Slot.

Speicher …

Das ASRock 890GX Extreme4 Board kann mit bis zu vier DDR3 Modulen bestückt werden und ist je nach verwendetem Betriebssystem (siehe Liste) bis maximal 16 GB Arbeitsspeicher aufrüstbar.

Das Sockel AM3 Mainboard unterstützt DDR3 Speichermodule und kann im BIOS für DDR3-800, DDR3-1066, DDR3-1333 oder DDR3-1600 und schnellere Dual Channel Module optimiert werden. DDR3-1800 oder höhere Speichertaktungen sind derzeit nur mit Übertaktung möglich.

Festplatten Anschlüsse …

Das 890GX Extreme4 bietet zwar wie das 890GX Extreme3 keinen Floppyanschluss und keinen IDE Anschluss mehr für konventionelle ATA 133 Laufwerke. Dafür bietet das 890GX Extreme4 Board insgesamt fünf SATA3 Anschlüsse (6 Gb/s) und einen fest integrierten eSATA3 Port am I/O Panel. Die S-ATA3 Ports unterstützen RAID 0, RAID 1, RAID 0+1, RAID5, NCQ, AHCI und die Hot Plug Funktion im AHCI Modus (AHCI steht für Advanced Host Controller Interface).

Im Handbuch und auf der beiliegenden DVD sind alle grundlegenden Informationen erläutert, um eine neue Installation von Windows XP, Windows Vista oder Windows 7 mit S-ATA3 Festplatten oder eine RAID Einrichtung zu realisieren. Treiber für Windows XP, Windows Vista und Win7 werden auf DVD für 32-Bit und 64-Bit mitgeliefert und stehen zusätzlich auf der ASRock Support Seite aktuell zum Download bereit.

USB und Firewire …

Das Board verfügt am ATX-Panel über zwei USB3.0 Ports und eine Buchse für das mitgelieferte USB3.0 Frontpanel mit zwei weiteren USB3.0 Anschlüssen. Desweiteren gibt es noch vier USB 2.0 Ports am I/O Panel und intern drei weitere USB 2.0 Anschlüsse für bis zu sechs weitere optionale USB Ports. Damit unterstützt ASRock nicht nur die neuste USB 3.0 Technologie mit bis zu 5 Gb/s, sondern es wurden zudem nahezu alle USB 2.0 Ports des Chipsatzes ausgeschöpft. Desweiteren spendiert ASRock dem Board einen IEEE1394 Firewire Port am I/O-Panel und einen optionalen internen IEEE1394 Port.

Um die Front USB 3.0 Ports zusätzlich zu den beiden USB 3.0 Ports am I/O Panel zu realisieren, hat ASRock die 890GX Extreme4 Platine sogar mit zwei NEC D720200F1 Chips bestückt:

Netzwerk …

Auf dem ASRock 890GX Extreme4 Mainboard ist der Realtek RTL 8111E Chip integriert, der einen 10/100/1000 Netzwerk Anschluss am ATX Panel zur Verfügung stellt. Der LAN Anschluss ist WoL fähig, bietet LAN Kabel Erkennung und unterstützt Energie effizientes Ethernet nach dem 802.3az Standard.

Serieller Anschluss und Parallelport …

Bei dem Mainboard wurde auf den Parallelport verzichtet. Der serielle Port ist optional als Pfostenstecker intern auf dem Mainboard verfügbar.

Sound …

Das ASRock 890GX Extreme4 Mainboard ist mit dem ALC892 Audio Codec mit Content Protection bestückt, der 7.1 Surround Sound unterstützt und diesen beispielsweise analog über 5x 3,5mm Klinkenbuchsen am ATX Panel oder über den internen Anschluss ausgibt.

Für die digitale Ausgabe steht der interne HDMI SPDIF Ausgang zur Verfügung, der z.B. mit einem SPDIF Kabel an eine HDMI taugliche Grafikkarte angeschlossen werden kann, um das Ton und Bildsignal an ein HDMI Gerät wie z.B. einen HD-Ready LCD TV auszugeben. Über das BIOS kann der Sound optional auf dem integrierten HDMI Anschluss ausgegeben werden. Desweiteren gibt es sogar noch einen optischen SPDIF Digital Ausgang und Premium Blu-Ray Audio Unterstützung. Eine zusätzliche Soundkarte mit digitalen Ausgängen ist damit für die meisten Anwender überflüssig.

Grafik …

Der neue ATI Radeon HD4290 IGP des AMD 890GX Chipsatzes ist selbst ohne Übertaktung schneller als die vorigen IGPs und unterstützt zudem DX10.1. Der Benchmarkwert der HD4290 GPU (AMD 890GX) liegt bei 3DMark06 mit 2204 Punkten etwas unter der HD4290 des 890GX Extreme3 mit 3DMark06 2249 Punkten, etwas unter der HD3300 (AMD 790GX) mit 3DMark06 2235 Punkten (bei 700 MHz GPU auf dem M3A790GXH/128M) und über der HD4200 (AMD 785G) mit 3DMark06 1571 Punkten (500 MHz GPU Takt auf dem M3A785GXH/128M). Bei der Hybrid CrossFireX Technologie in Kombination mit einer zusätzlichen ATI Grafikkarte würden die Benchmark Ergebnisse bei den IGPs nochmals höher ausfallen. Allerdings kommen nur wenige Grafikkarten in Frage (z.B. eine ATI Radeon HD3450), die offiziell mit dem integrierten Grafikchip als Hybrid CrossFireX Verbund zusammenarbeiten. AMD und ASRock haben also bei der onBoard Grafiklösung gute Arbeit geleistet und überbieten ihre Mainboards und Chipsätze beinahe jedes halbe Jahr mit deutlichen Performancesteigerungen bei gleicher Taktrate und niedrigerem Stromverbrauch.

Desweiteren ist der HD 4290 Grafikprozessor DirectX 10.1 tauglich, hat auf dem 890GX Extreme4 Mainboard den integrierten 128MB Sideport RAM, unterstützt HDCP, Full HD 1080p und bietet dank dem onBoard HDMI Anschluss ebenfalls optimale Voraussetzungen für einen Home Theater PC.

Hier ist ein Bild der ATX Backpanel Anschlüsse:

Von links nach rechts sieht man 2x USB 2.0 Ports, den PS/2 Anschluss für eine PS/2 Tastatur, 15-pol Sub-D VGA, DVI-D VGA, HDMI, Clear CMOS Taster, 2x USB 2.0 und IEEE1394 und eSATA2, RJ45 Gigabit LAN und 2x USB 3.0, optischer SPDIF Ausgang und 5x 3.5mm Klinkenbuchsen für den Sound.

BIOS und Übertaktung …

Kommen wir nun zu den BIOS Optionen und der Übertaktung mittels BIOS. Über die Entf oder die F2 Taste gelangt man beim PC Start in das AMI BIOS mit allen Einstellungen.

ASRock bietet eine sehr fortschrittliche Option zum Flashen eines BIOS Updates. Über die sogenannte ASRock Instant Flash Option im Advanced BIOS oder beim PC Start gelangt man in das ASRock Instant Flash utility. Hiermit kann man einfach ein zuvor runtergeladenes ASRock BIOS ohne weitere Boot CD, Boot Stick, Boot Diskette oder ähnliches aufspielen. Einfach das ASRock Instant Flash Utility starten. Dann das BIOS Flash ROM von dem gewünschten Laufwerk wie z.B. von einem USB Stick auswählen oder auswählen lassen und schon wird das BIOS ohne ein weiteres Boot Medium aufgespielt.

Das P1.00 BIOS bietet sehr umfangreiche DDR3 Speicher Einstellungen wie z.B. die Änderung der Frequenz von 400 MHz über 533 MHz und 667 MHz bis zu 800 MHz (DDR3 800/1066/1333/1600). Die Frequenz der Speichermodule wird unmittelbar berechnet und angezeigt, sobald man den Referenztakt ändert und erleichtert damit die richtige Frequenzeinstellung der Speichermodule.

Der Host-Takt kann von 150 MHz bis 500 MHz eingestellt werden, der HT (HyperTransport) Takt kann von 1x bis 10x (200 bis 2000 MHz) eingestellt werden und der NB Frequency Multiplier kann von 5x bis 10x eingestellt werden. Die PCIe Frequenz ist von 75 bis maximal 250 MHz einstellbar und mittels asynchroner oder synchroner CPU/PCIe Taktung kann der PCIe und PCI Takt unabhängig von der Host Frequenz angesteuert werden. CPU Frequenzänderungen sind im BIOS sofort sichtbar, so daß man nach einer Referenztakt Änderung beispielsweise sofort erkennt, wie hoch die CPU mit dem jeweiligen Teiler takten würde.

Im Test mit einer PCI Express Grafikkarte konnte das Board auf einen sagenhaft hohen 340 MHz Referenztakt übertaktet werden. Sicherlich mag der ein oder andere denken, daß die Übertaktung mittels Referenztakt bei AMD Black Edition Prozessoren dank der freien Multiplikator Wahl nicht mehr wichtig ist, aber der Referenztakt spielt nach wie vor eine wichtige Rolle bei der PC Übertaktung. Spätestens wenn man sich High-End OC RAM zulegt und diesen bei der höchsten Taktung betreiben möchte, ist dies meist nur über eine Referenztakt Erhöhung möglich. Abgesehen davon kann oder möchte nicht jeder den Aufpreis für eine AMD BE CPU ausgeben.

Der Boot failure guard wurde im Test ebenfalls überprüft und konnte den PC selbst bei zu hohen Übertaktungswerten ohne CMOS Clear Jumper Änderung mit Standard Werten starten. Hierzu war lediglich ein betätigen des Reset Buttons erforderlich. ASRock überläßt dem Anwender mit der „Boot Failure Guard Count“ Option die Wahl, wie oft das Board mit fehlerhaften Einstellungen booten soll, bevor es die Frequenzen selbstständig reduziert.

Ein weiteres interessantes Feature ist die sogenannte UCC Einstellung im BIOS. Mit dem Unlock CPU Core Feature kann man bei einigen CPUs weitere CPU Kerne freischalten. Auch wenn die Freischaltung leider nicht mit jeder AMD Athlon II oder Phenom II CPU klappt, so ist die Optionen immerhin vorhanden und sicherlich für den ein oder anderen ein wichtiger Kauf Aspekt. Die UCC Option wurde bei vorigen AMD Chipsätzen Advanced Clock Calibration oder kurz ACC genannt und wird mit diesem zusätzlichen UCC IC auf dem ASRock Board freischaltbar. Die L3 Cache Verteilung auf die CPU Kerne kann mittels BSP und All Cores angepaßt werden. Nützlich kann auch die CPU Active Core Control Option sein, womit man einzelne Kerne aktivieren und deaktivieren kann und sogar jeder einzelne Kern kann im BIOS manuell optimiert werden.

Desweiteren verfügt das Board über eine Vcore Änderung mit der Phenom II Test CPU von 0,6000 Volt bis 1,7500 Volt, eine CPU NB Spannungsänderung von 0,6000 bis 1,7500 Volt, eine NB Spannungsänderung von 1,110 bis 1,795 Volt, eine HT Spannungsänderung von 1,200 bis 1,820 Volt und viele weitere Spannungsänderungen, um das System besser übertakten zu können. Die DDR3 Spannung konnte im BIOS von 1,250 bis 2,065 Volt erhöht werden, womit die meisten DDR3 OC Module genügend Spannung haben sollten. Die GPU kann von 350 MHz bis 2000 MHz eingestellt werden und der Sideport Speicher kann von 533 MHz bis 1700 MHz getaktet werden.

Wem die Werte gar nichts sagen, oder wer sich nicht weiter mit dem Thema Overclocking beschäftigen möchte, kann mit dem Turbo 30 Menü sein Übertaktungsglück versuchen.

Im Turbo 30 Menü kann man die Systemperformance automatisch bis 30% übertakten lassen – zumindest falls das Glück mitspielt und es mit den Komponenten möglich ist. Einfach unter EZ Overclocking bei Turbo30 den Punkt System Performance Increases 30% auswählen und schon werden einige Systemkomponenten um bis zu 30 Prozent übertaktet. Die 2600 MHz CPU wird dann mit ca. 3120 MHz getaktet und selbst die GPU wird damit ordentlich übertaktet, wobei man dies auch getrennt einstellen kann.

Mit der CPU Thermal Throttle Option wird die CPU je nach interner CPU Temperatur runtergetaktet, um sie vor einer möglichen Überhitzung zu schützen. Dies ist natürlich nur als Schutz gedacht – eine gute Kühlung ist beim Übertakten weiterhin Pflicht.

Als besonderes BIOS Feature kann man drei unterschiedliche BIOS Einstellungen mit einem gewünschten Namen dazu abspeichern. Im BIOS könnte man beispielsweise ausgeglichene BIOS Einstellungen, Übertaktungseinstellungen und Untertaktungswerte als Userprofil ablegen, um diese Werte jederzeit schnell wieder laden zu können.

BIOS Undervolting …

Die Untertaktung bzw. Underclocking wurde in diesem Test ebenfalls geprüft. konnte so mittels 150 MHz Referenztakt auf ca. 75 MHz untertaktet werden. Auch wenn wohl kaum jemand einen AMD Phenom II 710 Prozessor von 3x 2600 MHz ernsthaft auf 3x 75 MHz CPU Takt untertakten möchte, so wäre es durchaus möglich. Mit freigeschaltetem vierten Kern der AMD Phenom II 710 CPU war ein UC bis 100MHz möglich.

Untertakten und Übertakten liegt natürlich ausserhalb der Spezifikation, so daß hierbei immer ein wenig Glück erforderlich ist, aber ASRock legt auf jeden Fall den Grundstein für einfache Übertaktung und Underclocking / Undervolting.

Das BIOS des passiv gekühlten 890GX Extreme4 Mainboards verfügt übrigens über eine CPU Quiet Fan Option (temperaturgeregelte Lüftersteuerung) für einen 4 Pin CPU Lüfter, einen 3 Pin CPU Lüfter und einen 4 Pin Chassis Fan. Selbst die anderen beiden Chassis Fans können manuell angepaßt werden, so daß man nicht unbedingt noch eine zusätzliche Lüftersteuerung benötigt.

Energieverbrauch …

Der PC Energieverbrauch variiert je nach Hardware und PC Belastung. Der Stromverbrauch des Test PCs mit AMD Phenom II 710 X3 CPU, 4GB DDR3-1333 Speicher, Festplatte lag ohne Übertaktung je nach Belastung mit dem neuen Cooler Master Silent Pro M 600W Test-Netzteil bei folgenden Verbrauchswerten: – Mit onBoard HD 4290 ohne zusätzliche Grafikkarte zwischen ca. 85 W Idle und 121 Watt Volllast. – Mit der Gigabyte GTS250 Grafikkarte lag der Stromverbrauch zwischen ca. 118W und 190 Watt. – Mit der Sapphire HD4870 Grafikkarte lag der PC Stromverbrauch zwischen 150W und 232 Watt.

An weiteren Energiesparoptionen hat ASRock ebenfalls nicht gespart. Das ASRock 890GX Extreme4 unterstützt beispielsweise den Away Mode, der für die Microsoft Windows MCE (Media Center Edition) wichtig ist, um selbst bei nahezu abgeschaltetem PC Aufgaben wie z.B. TV Aufnahmen zu ermöglichen. Wer noch schneller booten möchte, sollte unbedingt die ASRock Instant Boot Funktion testen. Desweiteren sorgt der IES (Intelligent Energy Saver) für einen geringeren Stromverbrauch, indem die Spannungen reduziert werden, sobald der PC weniger belastet wird. Temperatur Überwachungen oder OC Anpassungen kann man beispielsweise über die mitgelieferte OC Tuner Software vornehmen und im Test konnte selbst mit aktiviertem CnQ Feature stabil übertaktet werden.

Fazit …

Das ASRock 890GX Extreme4 AMD Sockel AM3 Mainboard ist für DDR3 Speicher ausgelegt und erreichte im Test die bislang höchsten Übertaktungswerte. Dank dem AMD 890GX Chipsatz mit HD4290 und 128MB Sideport Speicher bietet das ASRock 890GX Extreme4 selbst ohne zusätzliche Grafikkarte eine gute Performance und enthält zudem jede Menge aktuelle Features.

Die Grundausstattung ist enorm umfangreich und bietet fünf SATA3 Ports mit RAID Unterstützung, einen eSATA3 Anschluss, zwei USB 3.0 Ports am I/O Panel, zwei USB 3.0 Ports am Frontpanel, zehn mögliche USB 2.0 Ports, zwei mögliche IEEE1394 Ports, Gigabit LAN, 7.1 Sound, analoge Soundausgabe über fünf Klinkenbuchsen, digitale Soundausgabe über einen optical SPDIF Anschluss und Bildausgabe über D-Sub, DVI-D oder HDMI. Auf den Floppy Anschluss, konventionelle IDE Anschlüsse, Parallelport und andere ältere Standards wurden bei diesem Mainboard verzichtet. Es gibt aber zahlreiche Möglichkeiten ältere Schnittstellen auf Wunsch mit Schnittstellenkarten, SATA zu IDE Adaptern, USB zu Parallelport Adaptern oder ähnlichen Komponenten nachzurüsten.

Der Preis liegt zwar etwas über dem kürzlich getesteten ASRock 890GX Extreme3 Mainboard, aber angesichts der neuen Features und der zusätzlichen USB3.0 Frontblende ist der Mainboard Preis weiterhin angemessen.

Mit diesen starken OC Ergebnissen hat sich das ASRock 890GX Extreme4 Mainboard den begehrten Redaktion ocinside.de OverClocking Dream Award 10/2010 redlich verdient.

Alles in allem ist das ATX Board dank der enorm hohen Übertaktungsergebnisse optimal für einen High-End AMD Sockel AM3 PC gerüstet und könnte mit den onBoard Grafikausgabe Möglichkeiten zusätzlich als HTPC dienen.

Hier kann man das ASRock 890GX Extreme4 Mainboard kaufen.

Hiermit möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei ASRock für die Unterstützung bedanken.

Bild

* Die Sockel AM2 / AM3 PCIe Mainboard Tests ab dem 01.07.2010 basieren 1x Gigabyte GV-N250OC-1GI Nvidia GTS250 PCI Express 2.0 Grafikkarte, 2x Sapphire HD4870 512MB ATI Radeon HD4870 PCI Express 2.0 Grafikkarten, 2x 1024MB Crucial Ballistix Tracer DDR2-1066/PC2-8500 Speichermodulen bei DDR2 Mainboards oder 2x 2048MB Crucial Ballistix Tracer DDR3-1333/PC3-10600 Speichermodulen bei DDR3 Mainboards, Cooler Master Silent Pro M 600W Netzteil und folgender Software Konfiguration: Microsoft Windows 7 RC, Microsoft Windows Vista Ultimate, Windows XP SP2, SiSoftware Sandra 2010c, Futuremark 3DMark03, 3DMark06 und 3DMark Vantage (in der Links & Downloads Rubrik als Download erhältlich). Sämtliche Benchmark Ergebnisse dienen lediglich als Vergleich der ungefähren Mainboard Performance.

Zurück zur Gesamtübersicht der AMD Athlon 64 und AMD Phenom Mainboard Testberichte !