Asetek VapoChill PE Kompressor Gehäusetest Special


Nach dem Einsetzen des Mainboards und dem Aufsetzen des CPU-Kits geht es wieder etwas gemütlicher weiter, da jetzt nur noch die restlichen Kompenten eingebaut werden müssen, was für einen erfahrenen Bastler wohl kaum ein Problem darstellen sollte. Das mitgeliefert Y-Stromanschlusskabel wird einfach auf den ATX-Anschluss gesteckt und über die lange Kabelseite mit dem Chill-Control verbunden, da die Chill-Control Einheit die Stromversorgung des Mainboard erst zuläßt, wenn die CPU eine Temperatur unter mindestens -5°C erreicht hat.

Jetzt wird das Netzteil vor das Mainboard geschraubt, was sicherlich keine allzu gute Lösung darstellt, da man sich das Mainboard damit natürlich auch ein wenig zubaut. Und da das Netzteil leider auch für die komplette Stromversorgung des Kompressors dient, sollte man beim Kauf keinenfalls an dieser Komponente sparen ! Für eine optimale Spannungsversorgung aller Komponenten einschließlich des Kompressors empfiehlt sich also je nach zusätzlichen Komponenten mindestens ! ein 400-500 Watt ATX-Netzteil, wobei ich mich für das 431 Watt Netzteil EG465 P-VE der Firma Enermax entschieden habe.

Nach der Verschraubung des Netzteils legt man am besten erstmal alle nicht benötigten Kabel aus dem Gehäuse, zumal das Enermax Netzteil zahlreiche Anschlüsse mit enorm langen Kabeln bietet, bei denen man aber erstmal „Herr der Lage“ werden muß 😉 Also einfach alle Kabel bis auf das ATX-Anschlusskabel aus dem Gehäuse legen, dann das ATX-Kabel an dem Y-Adapter der zur Chill Control Einheit führt anschließen und dann das ATX-Kabel am besten direkt über dem Netzteil mit einem Kabelbinder am Gehäuse festzurren.

Jetzt die Laufwerke wie z.B. CD-ROM, DVD-ROM, Brenner, Diskettenlaufwerk, etc. einschieben und verschrauben, wobei Asetek dem Gehäuse eine kleine Verlängerung des Disketten-Auswurfknopfes beigelegt hat, den man vor dem Einbau des 3,5″ Floppy-Laufwerks auf den vorhandenen Auswurfknopf steckt und danach erst das Laufwerk einbaut – ein schönes Design hat nunmal seinen Preis. Bei dieser Gelegenheit sollte man auch gleich die Kabel der LEDs und vom Reset und Power Button aufstecken, da man später nicht mehr allzu gut an diese Mainboard Position gelangt.

Danach die Festplatten einsetzen und ebenfalls verschrauben, wobei man bei dem VapoChill Gehäuse von der Rückseite nicht gerade einfach an alle Schrauben kommt, aber es ist mit etwas Geduld und einem magnetisiertem Schraubendreher möglich.

Jetzt können wir auch schon die Flachbandkabel oder wie hier die gerundeten Flachbandkabel aufstecken, wobei ich nochmal ganz kurz erwähnen möchte, daß man die rote Markierung immer zu Pin 1 der Buchse steckt und an dieser Seite ist in der Regel auch der Stromanschluss des Laufwerks. Dies mag für die meisten selbstverständlich sein, aber Berufsbedingt hatte ich leider schon einige komische PCs gesehen, wo weder auf die Markierung des Kabels, noch auf den richtigen Einbau der Festplatten geachtet wurde. Festplatten sollte man auch heutzutage immernoch nicht über Kopf einbauen – die Elektronik sollte also entweder nach unten oder bei einer waagerechten Montage zur Seite zeigen, aber keinenfalls nach oben !

Noch kurz das Floppy Kabel aufstecken (normalerweise zeigt die gedrehte Seite des Kabels zur Floppy hin, wobei es aber auch wie in meinem Fall Ausnahmen gibt) und weiter geht’s.

Nun kann man bereits den Arbeits-Speicher und sämtliche Karten einstecken, wobei der nächste pci-Slot an der Grafikkarte frei bleiben sollte, da er sich meist einen IRQ mit dem AGP Port teilt, was bei Karten mit einem hohen Datendurchsatz aber in jedem Fall vermieden werden sollte. In guten Mainboard Handbüchern findet man übrigens auch eine IRQ-Sharing Tabelle, die zum einen sämtliche IRQs der bereits durch Onboard Komponenten wie z.B. RAID- oder USB-Controller enthält und zum anderen die Slots mit den dazugehörigen IRQs darstellt. Bei Karten wie z.B. RAID oder SCSI Controllern, Video Karten, Grafikkarten und TV-Karten sollte man das IRQ Sharing wenn möglich meiden, damit man später keine Performance Einbussen erhält.

Nach dem Einsetzen der Karten können jetzt alle Stromanschlüsse aufgesteckt und danach mit einem Kabelbinder zusammen gezurrt werden, damit sie nicht ausversehen in Lüfter geraten können und den Luftstrom durch das Gehäuse auch nicht unnötig behindern. Hier sieht man nochmal ein komplettes Foto des offenen VapoChill PE Gehäuses mit allen Komponenten.

Und hier ist nochmal die Gehäusefront des VapoChill Gehäuses, wobei ich leider noch keine passenden Frontblenden hatte, die bei dem tollen Design des Gehäuses auf jeden Fall angebracht werden sollten. Das Asetek VapoChill Gehäuse bietet im übrigen noch einen weiteren Platz für einen 5 1/4″ Einschub, den ich aber für ein kleines Gimmick freigehalten habe. Von oben nach unten sieht man folgende Komponenten – Radiator mit Lüfter, blaue Power LED, blaue HDD-LED, Power Taster, Reset Taster, DVD-ROM, CD-Brenner, Floppy, Chill Control Display zur Anzeige sämtlicher Temperaturen und den Lüfter Geschindigkeiten und ganz unten schimmert noch der 120er Papst Lüfter durch. Das VapoChill Gehäuse bietet also nicht nur einen sehr geräumigen Platz im inneren des Gehäuses, sondern auch an der Front und durch die gefalzten Kanten an allen Stellen des Gehäuserahmens trägt man selbst nach längerem Arbeiten im Gehäuse keine Wunden davon 🙂